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Titelaufnahme

Titel
Fruit tree species in the wild and in homegarden agroforestry : species composition, diversity and utilization in western Amhara region, Ethiopia / by Fentahun Mengistu Tiruneh
VerfasserTiruneh, Fentahun Mengistu
Begutachter / BegutachterinHager, Herbert
Betreuer / BetreuerinHager, Herbert
Erschienen2008
UmfangXIII, 202 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2008
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Agroforestry / kulturelle Domäne / Biodiversität / Domestizierung / Hausgarten / Wildobstgehölze
Schlagwörter (EN)Agroforestry / cultural domain / diversity / domestication / homegarden / wild fruit
Schlagwörter (GND)Provinz Amhara / Agroforstwirtschaft / Wildobst / Obstgehölze / Kultivierung / Garten
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17563 Persistent Identifier (URN)
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Fruit tree species in the wild and in homegarden agroforestry [3.21 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zwischen Juli 2006 und Mai 2008 wurde in 3 Distrikten in der Region Amhara diese Studie durchgeführt. Ziel war es dabei wilde und kultivierte Obstgehölze, nach Artenzusammensetzung, Diversität, Nutzungsart und Bewirtschaftung zu erfassen und das lokale Wissen um die Obstgehölze abzufragen. Für die Datensammlung wurden verschieden Interviews, Gruppendiskussionen und Markt und Farm-Erhebungen herangezogen. In den Hausgärten war die Artenvielfalt der Obstgehölze niedriger als in den Naturwäldern. Insgesamt fanden sich 46 Wildobstarten, wobei Jugendliche meist höheres Wissen über die Arten hatten als die Erwachsenen. Wildobst wird nur im geringen Mass domestiziert und dies ist meist auf „Nicht-Obstnutzung“ konzentriert. Dieser geringe Trend wird noch durch Landknappheit, geringen Wissenstand und durch die freie Verfügbarkeit im Naturwald gebremst. In den Hausgärten nimmt die Artenzahl mit der Bildung des Gärtners und der Seehöhe zu, während sie mit der Distanz zum Markt und Wohnhaus negativ korreliert. Die Zahl der Obstbäume ist höher in größeren und von Männern geführten und geringer in marktfernen Hausgärten. Der Obstproduktion mangelt es an zeitgemäßem Management, Unterstützung und Betriebsmitteln. Die Bodenfruchtbarkeit wird hoch gehalten und die Produktion ist durchwegs biologisch und von zusätzlicher Bewässerung abhängig. Obst steht das ganze Jahr zur Verfügung und wäre auch in der Lage Nahrungsengpässe zu überbrücken. Aber die Nutzung ist wegen Dietgewohnheiten, geringem Wissen über den Nährwert, dem Bargeldbedarf und/oder lokaler Tabus sehr gering. Auch wenn sowohl Wild- als auch Kulturobstarten verkauft werden, so sind doch das Handelsvolumen und die erzielbaren Einkommen gering. Vertiefende Forschung, Information und Werbung für 5 kultivierte und 9 Wildobstarten, die Sammlung von geeignetem Herkünften, eine Verbesserung der Betriebsmittel und der technischen Unterstützung wird vorgeschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

Aimed at assessing wild and cultivated fruits regarding species composition and diversity, state of exploitation and management, cultural domain and local knowledge of people, this study took place in three districts of Amhara region, Ethiopia, between July 2006 and May 2008. Individual interviews, free-listing, focus group discussions, direct observation, farm and market fruit inventories were resorted to data gleaning. Overall, fruit species diversity is low in homegardens compared to the wilderness. Altogether, 46 species made up the wild fruits cultural domain, youngsters possessing a better knowledge of species than elders. Albeit primarily for non-fruit uses, a low level of wild fruit domestication is in progress, the propensity to which pessimistically influenced by free availability mindset, illiteracy and land shortage. In gardens, species richness is favorably influenced by altitude and gardeners training and inversely by distance from market and residence. Tree number is higher in large sized and male - headed household gardens and lower in distant to market gardens. Fruit production lacks access to and use of modern inputs, management and technical support. Soil fertility is maintained high; production is organic and is dependent on supplemental irrigation. Fruits from both sources are accessible year-round with large overlap at times of food and nutrition gaps. Nonetheless, the level of use is very low stemming from peoples dietary custom, ignorance of nutritional value, cash need and local taboos. Hence, wild fruit bearing species are used primarily for non - fruit utilities. Besides, though all cultivated and few wild fruits are sold, trade flows, prices, and incomes are low. In-depth research and wider promotion of five domesticated and nine wild fruit species, fruit mainstreaming, wild fruits germplasm collection & evaluation, improved input supply and technical backstopping are suggested.