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Titelaufnahme

Titel
Resilience of communal grasslands in the Ethiopian highlands : integrating gender and social learning / Lemlem Aregu Behailu
VerfasserBehailu, Lemlem Aregu
Begutachter / BegutachterinWurzinger, Maria ; Zollitsch, Werner
GutachterDarnhover, Ika ; Wurzinger, Maria ; Zollitsch, Werner ; Hoekstra, Dirk
Erschienen2014
UmfangXXVIII, 134 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen, informelle Institutionen, kollektives Handeln / lokales Wissen / Gerechtigkeit / Vielfalt / Legitimität / partizipativer Ansatz
Schlagwörter (EN)Leadership / informal institution / collective action / local knowledge / equity / diversity / legitimacy / participatory approach / natural resource management
Schlagwörter (GND)Äthiopien / Weide <Landwirtschaft> / Futterernte / Gemeinschaftliche Nutzung / Soziales Lernen / Geschlechtsunterschied
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17358 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Dateien
Resilience of communal grasslands in the Ethiopian highlands [4.36 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie geht der Frage nach, wie es einer Gemeinde im äthiopischen Hochland gelungen ist, ihre Gemeinschaftsweide nachhaltig zu bewirtschaften und die diversen Schocks und Entwicklungen, der letzten 40 Jahren erfolgreich zu bewältigen (u.a. Bevölkerungswachstum und unterschiedliche politische Regimes). Nach sorgfältiger Recherche wurde für die Fallstudie das Dorf Kuwalla ausgewählt, das seine Gemeinschaftsweide in Form eines Umtriebsweidesystems seit 24 Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Die Daten wurden geschlechterdifferenziert - durch Fokusgruppendiskussionen, Experteninterviews und teilnehmender Beobachtung gesammelt. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Bewältigung der Schocks, drei Faktoren zentral waren: die Führungspersönlichkeiten, die die Gemeinschaft mobilisiert haben; die Etablierung einer informellen Institution, die den Zugang und die Nutzung der Gemeinschaftsweide leitet; und die effektive Interaktion mit verschiedenen Regierungsstellen. Obwohl die Gemeinschaftsweide Kuwallas seit über 24 Jahren nachhaltig bewirtschaftet wird, ist der Nutzen sozial ungleich verteilt. Davon betroffen sind in erster Linie Frauen, die von der informellen Institution ausgeschlossen sind; und ärmere Haushalte, die keine Rinder besitzen. Die Studie zeigt, wie eine Gemeinschaft trotz Unsicherheiten und Turbulenzen Möglichkeiten finden kann, neue Regeln aufzustellen und anzupassen, um so natürliche Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften. Die Studie zeigt auch, dass für Resilienz, neben der ökologischer Nachhaltigkeit auch die soziale Gerechtigkeit gesichert werden muss.

Zusammenfassung (Englisch)

The study aimed at understanding how a community in the Ethiopian highlands has been able to sustainably manage its communal pasture, and effectively coped with various shocks and stresses over the last 40 years. The study focuses on one case study and data was collected through a range of qualitative methods. Gender disaggregated data was collected and analyzed. The results show that three factors played a key role in enabling the community to cope with the impact of policy changes. Firstly, traditional leaders seized the window of opportunity and mobilized the community. Secondly, the community established an informal institution to govern the access to and use of the communal grassland. Thirdly, the community was able to effectively interact with various official government agencies to safeguard their autonomy, and to enforce the rules. While the Kuwalla pasture has been managed in a fairly sustainable manner over 24 years, social inequality remains. Indeed, women are excluded from the informal institution. The study shows that gender-blindness is problematic for three reasons: Firstly, it resulted in the sub-optimal use of the communal pasture. Secondly, future adaptation options might be overlooked. Thirdly, undermine legitimacy of the institution, thus threatening the whole management system. It underlines also to address shortcomings such as the unequal appropriation of benefit; it is useful to understand the rationale behind farmers current management choices. Finally the study concludes that to be resilient, a management system does not only need to ensure ecological sustainability. It also needs to ensure social sustainability, i.e. the equitable distribution of benefits from common resources, thereby contributing to social justice.