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Titelaufnahme

Titel
Kalibrierung der Verkehrsverteilung mittels diskretem Individualverhaltensmodell : gezeigt am Beispiel heimgebundener Wege zum Arbeitsplatz in Wien / Verf.: Oliver Roider
VerfasserRoider, Oliver
Begutachter / BegutachterinSammer, Gerd ; Fellendorf, Martin
Betreuer / BetreuerinSammer, Gerd
Erschienen2012
Umfang173 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Verkehrsmodelle / Zielwahl / Individualverhaltensmodell / Arbeitswege
Schlagwörter (EN)transport models / destination choice / discrete choice model / trips to work
Schlagwörter (GND)Personenverkehr / Arbeitsplatz / Verkehrsmodell / Wien / Arbeitsplatz / Personenverkehr / Verkehrsmodell
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17264 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Kalibrierung der Verkehrsverteilung mittels diskretem Individualverhaltensmodell [2.09 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Dissertation ist die Überprüfung der Anwendbarkeit eines diskreten Individualverhaltensmodells zur Kalibrierung der Verkehrsverteilung anhand von heimgebundenen Wegen zum Arbeitsplatz. Dabei liegt die Herausforderung darin, geeignete Auswahlverfahren zur Definition einer Alternativenmenge zu bestimmen sowie jene Variablen zu identifizieren, die einen signifikanten Einfluss auf die Zielwahl haben. Um die Anzahl möglicher Zielalternativen (aus der Menge aller Verkehrszellen) zu beschränken, wurden folgende Ansätze verfolgt: (1) Zufallsauswahl, (2) Bildung von bestimmten Entfernungs-, Reisezeit- oder Nutzenklassen, (3) Definition von Grenzwerten, (4) Betrachtung von Dominanzkriterien. Variablen wie Wegelänge oder Fahrzeiten beschreiben in den Analysen die Verbindungsqualität zwischen Wohn- und Arbeitsplatzstandort. Die Zielattraktivität einer Verkehrszelle wird durch die logarithmische Anzahl der Arbeitsplätze in der Nutzenfunktion des diskreten Wahlmodells berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Systematisierung der Auswahlverfahren zu keiner signifikanten Verbesserung der Modellergebnisse führt und eine zufällig Auswahl zur Kalibrierung der Zielwahl ausreichet, wenngleich die Einschränkung auf „plausible“ Alternativen vor allem bei sehr großen Verkehrsnetzen (z.B. innerhalb einer maximalen Entfernung) zweckmäßig sein kann. Die Berücksichtigung von Wirtschaftszweigen zur Beschreibung des Attraktionspotenzials der betrachteten Verkehrszellen führt zu einer detaillierten Erfassung des unterschiedlichen Mobilitätsverhaltens spezifischer Gruppen und erzielt durchwegs signifikante Ergebnisse. Als Variablen zur Beschreibung der Verbindungsqualität eignen sich vor allem Zeitvariablen, wie die mittlere Reisezeit mit dem Pkw bzw. mit dem öffentlichen Verkehr, eine Detaillierung ist durch die Unterscheidung der Fahrzeit im Fahrzeug, sowie der Umsteigezeiten im öffentlichen Verkehr zweckmäßig.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to verify the applicability of a discrete choice model for the calibration of a destination choice model based on home-bound trips to work. The challenge is to define an appropriate selection procedure to minimize the number of potential destinations and to identify those variables having a significant impact on the model result. To limit the number of possible alternatives, the following approaches were defined: (1) Random selection of a certain number of destinations (2) definition of a selection procedure considering distance, travel time or utility classes (3) definition of limit values, (4) consideration of dominance criteria. It is a matter of common knowledge, that people are not very flexible in their choice of workplace, however, a correlation between the place of residence and the workplace can be assumed, defined by variables describing the quality of transport connection (trip length, travel, time, etc.). The attractiveness of a destination is taken into account by the additive logarithmic number of jobs in the utility function of the discrete choice model, i.e. the probability of choosing a traffic cell increases with the number of jobs located there. The results show that no systematization of the selection procedure improves the model results significantly, i.e. a random selection for the calibration of the destination choice model seems to be sufficient, although the restriction to "plausible" alternatives could be appropriate (e.g. limitation to a maximum distance), especially for large transport networks. Using economic sectors to describe the attractiveness of a destination leads to a better understanding of the mobility behaviour of specific population groups. Suitable variables to describe the quality of the transport connection are all time-related variables, such as average travel time by car or public transport. A distinction of the riding time in the vehicle and the transfer times of public transport is appropriate.