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Titelaufnahme

Titel
How informal institutions strengthen sustainable management of common pool resources in Tigray, Ethiopia? / Mastewal Yami Degefa
VerfasserDegefa, Mastewal Yami
Begutachter / BegutachterinVogl, Christian ; Vacik, Harald
Betreuer / BetreuerinVogl, Christian R.
Erschienen2010
UmfangXI, 140 Bl. : Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Verordnungen / Allmendegüter / Konflikte / Formell / Informell / Nachhaltigkeit
Schlagwörter (EN)Bylaws / Common pool resources / Conflicts / Formal / Informal / Sustainability
Schlagwörter (GND)Provinz Tigre / Allmende / Weide <Landwirtschaft> / Gemeinschaftliche Nutzung / Vereinbarung / Informelle Institution
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-16726 Persistent Identifier (URN)
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How informal institutions strengthen sustainable management of common pool resources in Tigray, Ethiopia? [0.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Allmendegüter (CPRs) wie Wald und Weideland sind eine bedeutende Lebensgrundlage im ruralen Sub-Sahara Afrika (SSA), für mehr als 80% der Bevölkerung Äthiopiens. Es wird in Studien über die Effektivität institutioneller Organisationen zum Erreichen nachhaltiger Bewirtschaftung von CPRs keine Beachtung geschenkt. Diese Arbeit vergleicht die Effektivität von formellen und informellen Institutionen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von CPRs in SSA, und untersucht den Beitrag informeller Institutionen zur Stärkung nachhaltiger Bewirtschaftung von CPRs in Tigray, Äthiopien. Informelle Institutionen in SSA beeintragen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von CPRs, und schaffen den Rahmen für gemeinschaftliche Entscheidungsfindung, die die Sicherung exklusiver Nutzung von CPRs bei niedrigen Kosten ermöglichen sowie lokal akzeptierte Sanktionen durchsetzen. In Tigray leisten informelle Institutionen einen äußerst wichtigen Beitrag um den Mangel an Weideland zu lindern, indem sie den Zugang zu kommunalem Weideland regulieren und die kontrollierte Nutzung von Weidegras fördern. Zur Lösung von Konflikten, welche sich aus der ungleichen Verteilung von Nutzen ergeben, leisten informelle Institutionen im vom Markt- und Bezirkshauptort weit entfernten Dorf keinen Beitrag. Die Einführung reiner Stallhaltung durch informelle Institutionen wurde durch Meinungsverschiedenheiten unter den NutzerInnen sowie den von Entwicklungsbeauftragten vertretenen Top-Down-Ansätzen behindert. Andererseits halfen Dorfstatuten, CPR NutzerInnen für gemeinsame Ziele in der Bewirtschaftung von kontrolliert genutzten Waldgebieten zu mobilisieren und monetäre Sanktionen durchzusetzen. Dies trug zur Entschärfung der Degradation von Waldgebieten bei. Im Dorf, welches näher am Markt- und Bezirkshauptort liegt, war die Durchsetzung von Dorfstatuten gering. Das hohe Sozialkapital der NutzerInnen schwächte die Bereitschaft, Trittbrettfahrer anzuzeigen. Das Dorfkomitee sollte mehr Gewicht auf die Entwicklung eines gemeinsamen Verantwortungsbewusstseins der NutzerInnen legen, als auf Strafen. Der Beitrag funktionierender informeller Institutionen sollte in der Konzeption von Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt werden, um den Nutzen der CPRs für NutzerInnen zu maximieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Common pool resources (CPRs) such as forests and grazing lands are important means of rural livelihoods in Sub Saharan Africa (SSA) and for more than 80% of the population in Ethiopia. The contributions of CPRs to reduce rural poverty and food insecurity, however, were hindered by the intense CPR degradation and the little attention given to the institutional context of CPR management. Yet studies that explore the effectiveness of institutional arrangements to achieve sustainable CPR management are lacking. This study compares the effectiveness of informal and formal institutions in sustainable CPR management in SSA, and investigates the contributions of informal institutions in strengthening the sustainable management of CPRs in Tigray, Ethiopia. Informal institutions in SSA have contributed to sustainable CPR management by creating a suitable environment for joint decision-making, enabling exclusion at low cost for CPR users and using locally agreed sanctions. In Tigray, informal institutions were crucial in reversing the shortage of grazing land by regulating access to the communal grazing land and enhancing controlled use of grass. But they did not contribute in resolving the conflicts that arose from unequal allocation of benefits in the village far from the market and district town. Incorporating zero-grazing practices in the informal institutions was hindered by disagreements among users and the top-down approach used by development agents. Village bylaws mitigated the forest degradation by mobilizing users towards common goals in managing exclosures and resolved the conflicts among users by using monetary sanctions. In the village closer to the market and district town, the enforcement of village bylaws was weak. This arose from the existing high social capital among users that increased the negligence among users in exposing free riders that were their relatives and neighbours. To overcome this, the village committee shall focus on developing sense of responsibility among users rather than focusing on penalties. Consideration of well-performing informal institutions in policy and development interventions is also essential to maximize the benefits of CPRs for improving livelihoods of users.