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Titelaufnahme

Titel
Waldhydrologische Aspekte und Waldbaukonzepte in karstalpinen Quellenschutzgebieten in den nördlichen Kalkalpen / eingereicht von Roland Koeck
VerfasserKoeck, Roland
Begutachter / BegutachterinLexer, Manfred ; Hager, Herbert
GutachterLexer, Manfred Josef
Erschienen2008
Umfang325 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Waldbau / Waldhydrologie / Trinkwasserressourcenschutz / Bestandesniederschlag / Schneeverteilung / Bodentemperatur / volumetrische Bodenfeuchtigkeit / Wasserqualität / Dauerwald / Waldbewirtschaftungskonzepte
Schlagwörter (EN)silviculture / forest hydrology / source water protection / net precipitation / snow distribution / soil temperature / volumetric soil moisture / water quality / continuous cover forestry / forest management concepts
Schlagwörter (GND)Nördliche Kalkalpen / Quelle <Hydrologie> / Trinkwasser / Wasserschutzgebiet / Waldbau
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-16253 Persistent Identifier (URN)
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Waldhydrologische Aspekte und Waldbaukonzepte in karstalpinen Quellenschutzgebieten in den nördlichen Kalkalpen [10.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im karstalpinen Quellenschutzgebiet der Stadt Wien wurden auf der Rax seit 1999 waldhydrologische Messreihen durchgeführt. Versuchsflächen wurden im montanen Fichten-Tannen-Buchen-Waldgürtel, im subalpinen Fichten-Tannen-Waldgürtel und im subalpinen Latschenbuschwaldgürtel aufgebaut. Ziel war, innerhalb jedes dieser Waldhydrotoptypen allfällige Unterschiede zwischen verschiedenen forstlichen Bestandestypen auf der Ebene von hydrometeorologischen Parametern zu identifizieren. In der montanen Zone wurden ein naturnah gemischter Fichten-Tannen-Buchen-Mischbestand, ein Fichtenreinbestand und eine Verjüngungsfläche miteinander verglichen. Am Raxplateau wurde eine Latschenbuschwaldfläche mit einer Almfläche verglichen, während im subalpinen Fichten-Tannen-Wald ein naturnah in Rotten strukturierter Bestand mit einem durch ein Schirmschlagverfahren aufgelockerten Bestand verglichen wurde. Unterschiede zwischen den Bestandestypen innerhalb der drei Waldhydrotope konnten auf verschiedenen Ebenen gefunden werden. Die Versuchsflächenergebnisse zusammen mit Erkenntnissen aus publizierter Fachliteratur bildeten die Grundlage für die Ableitung von Waldbaukonzepten mit der Zielsetzung der Optimierung der Quellenschutzfunktion. Das in den Quellenschutzwäldern bereits existierende Verbot von Kahlschlägen konnte als wesentlichster allgemeiner Grundsatz untermauert werden. Für den nachhaltigen Trinkwasserressourcenschutz ist eine auf dem Dauerwaldprinzip aufbauende Waldbewirtschaftung zu bevorzugen. Stabilität und Vitalität sind für Waldbestände im Quellenschutzgebiet von herausragender Bedeutung. Für alle drei untersuchten Waldhydrotope wurden Zielwalddefinitionen entwickelt. Integraler Trinkwasserressourcenschutz erlangt aktuell eine steigende Bedeutung für die menschliche Entwicklung. Waldbau mit der Zielsetzung einer Optimierung der Quellenschutzfunktion von Waldbeständen kann dazu einen Teil beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

Forest hydrological measurements were carried out on Mount Rax in Austria, which is situated in the karstic water protection zone of the City of Vienna. Experimental sites were established and are operated since 1999 within the montane spruce-fir-beech belt, the subalpine dwarf pine belt and the subalpine spruce-fir belt. The aim of data collection was to identify and display differences between forest types within each of the investigated forest hydrotopes with regard to hydro-meteorological parameters. Within the montane zone, a mixed spruce-fir-beech stand, a homogeneous plantation-like Norway spruce stand and an unstocked regeneration area were compared. On the Rax plateau, a dwarf pine forest was compared with a subalpine pasture area, while within the subalpine spruce-fir forest area a naturally structured forest stand was compared with a forest stand, where a shelterwood cutting system had been applied. With regard to hydro-meteorological parameters, the forest types within each of the investigated forest hydrotopes differed on various levels. Analysis of the measured data from the experimental sites together with findings from published literature then formed the fundamentals for the deduction of silvicultural concepts with the aim of optimising the water protection functionality of the investigated forest stands. The already existing ban on clear-cutting was confirmed. For fulfilling a sustainable source water protection, forest management concepts which are based on the continuous cover forest system have to be favoured. Stability and vitality are of outstanding relevance for the forest stands within the water protection zone. Target conditions were developed for all examined forest hydrotopes. Integral source water protection actually gains relevance for human development. Silviculture with the aim of the optimisation of the drinking water protection functionality of forest stands can contribute to this purpose.