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Titelaufnahme

Titel
Identifying breeding objectives of smallholders/pastoralists and optimizing community-based breeding programs for adapted sheep breeds in Ethiopia / Tadele Mirkena Keba
VerfasserKeba, Tadele Mirkena
Begutachter / BegutachterinValle Zarate, Anne ; Nicholas, Frank
Betreuer / BetreuerinSölkner, Johann
Erschienen2010
UmfangV, 117 Bl.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2010
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Genetik / Adaptation / Zuchtziele / deterministische Simulation / Zuchtplanung / Kleinbauern / Pastoralisten / Schaf / Äthiopien
Schlagwörter (EN)Genetics / Adaptation / Breeding objectives / Own-flock ranking / Group-animal ranking / Deterministic Simulation / Breeding plan / Smallholders / Pastoralists / Sheep / Ethiopia
Schlagwörter (GND)Äthiopien / Schafzucht / Zuchtziel / Kleinbauer
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-16017 Persistent Identifier (URN)
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Identifying breeding objectives of smallholders/pastoralists and optimizing community-based breeding programs for adapted sheep breeds in Ethiopia [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Arbeit war es Zuchtziele von Kleinbauern und Nomaden in Äthiopien zu erheben und darauf aufbauend für vier lokale Schafrassen (Afar, Bonga, Menz, Horro) dörfliche Zuchtprogramme zu entwickeln. Verschiedene Methoden zur Erhebung von bäuerlichen Zuchtprogrammen wurden getestet. In einem Versuch wurden Bauern gebeten ihnen unbekannte Tiere zu beurteilen und zu rangieren. In einem weiteren Schritt mussten die Bauern Tiere in ihrer eigenen Herde beurteilen und nach ihren eigenen Kriterien rangieren. Beim Vergleich der beiden Methoden erkennt man, dass Bauern bei den eigenen Tieren mehr Wert auf Produktions- und Reproduktionsleistungen legen, aber auch verschiedene Verhaltensmerkmale berücksichtigen. Beim Versuch fremde Tiere zu ordnen, ist das Exterieur von größerer Bedeutung (Fellfarbe, Schwanzform, Ohrlänge, Körpergröße etc). Die Afar-Nomaden und die Bauern aus der Region Menz hatten generell eine umfangreichere Liste an Selektionskriterien. Dies könnte dadurch erklärt werden, dass die Tierhaltung einen höheren Stellenwert hat, aber auch die Tiere unter extremeren Umweltbedingungen gehalten werden. Mit Hilfe von deterministischer Simulation wurden verschiedene Szenarien von Zuchtprogrammen gerechnet. Dabei wurden die Selektionsintensität bei den Zuchtböcken und die Dauer des Zuchtbockeinsatzes variiert. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass beide Methoden zur Identifizierung von Zuchtzielen unter Feldbedingungen verwendet werden können. Beide Methoden sind komplementär zu verwenden, um ein umfassendes Bild von den Selektionskriterien von Bauern zu bekommen. Um Zuchtprogramme in die Praxis umsetzen zu können, müssen in einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Bauern und Wissenschaftlern Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen diskutiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis was to identify breeding objectives of smallholder and pastoral sheep keepers in Ethiopia (Afar, Bonga, Horro and Menz areas) and to design appropriate community-based breeding plans for genetic improvement of four indigenous sheep breeds. Information on genetics of adaptation in farm animals was reviewed. Two live animals ranking experiments approaches, own-flock and group-animal ranking, were used to identify sheep breeding objectives. In own-flock ranking, owners paid more attention to production and reproduction performances and behavioral traits (e.g., milk yield, temperament, lamb growth, mothering ability, body size, lambing interval). In group-animal ranking, observable attributes like coat color, tail type, ear size, body size, etc. recurred. Afar (pastoral) and Menz (sheep-barley) sheep breeders, coping with more challenging production environments, considered more attributes compared to the two crop-livestock systems (Bonga and Horro). Four scenarios of ram selection and ram use were compared via deterministic simulation of breeding plans for community-based sheep breeding programs considering the top three most important traits identified. The review work revealed the need to identify the most appropriate and adapted genotypes capable of coping with environmental challenges posed by the production systems or, wherever possible, adapt the environments to the requirements of the animals. In conclusion, both own-flock and group-animal ranking experiments can serve as tools in objective traits identification in production systems without recording practices. Strong selection and short use of rams for breeding were the preferred options. Expected genetic gains are satisfactory but rely on continuous recording.