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Titelaufnahme

Titel
Naturschutz, Werte, Wandel : sozio-historische Analyse von Schutzgebietskonzeptionen am Beispiel von ausgewählten Schutzgebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz / eingereicht von Dipl.-Ing. Christina Dominique Pichler-Koban
Weitere Titel
Conservation, values, changes: socio-historical analysis of protected areas conceptions using the examples of seven protected areas in Germany, Austria and Switzerland
VerfasserPichler-Koban, Christina In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinSiegrist, Dominik ; Weixlbaumer, Norbert
Betreuer / BetreuerinMuhar, Andreas ; Siegrist, Dominik
ErschienenWien, Oktober 2015
Umfang289 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Dissertation, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Naturschutz / Schutzgebiete / Gesellschaftlicher Wandel / Nationalpark Berchtesgaden / Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin / Nationalpark Hohe Tauern / Nationalpark Donau-Auen / Naturpark Dobratsch / Schweizerischer Nationalpark / Parc Adula
Schlagwörter (EN)Nature conservation / protected areas / social change / Berchtesgaden National Park / Schorfheide-Chorin Biosphere Reserve / Hohe Tauern National Park / Donau-Auen National Park / Dobratsch Nature Park / Swiss National Park / Parc Adula
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Schweiz / Naturschutzgebiet / Geschichte 1850-2015
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15952 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Naturschutz, Werte, Wandel [60.51 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit untersucht die Geschichte von 7 Schutzgebieten im deutschen Sprachraum von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute. Schutzgebiete sind zentrale Instrumente des Naturschutzes, ihre Geschichte erlaubt Einblicke in den jeweils aktuellen Diskurs zu und das jeweils aktuelle Verständnis von Natur oder vom Schutz der Natur. Zur Datengewinnung wurden qualitative Interviews mit Zeitzeugen und rund 1000 Textpassagen aus schriftlichen Quellen herangezogen. Sie wurden mit dem Analyseprogramm ATLAS.ti ausgewertet, die Inhalte codiert und in Kategorien aggregiert. Sie bilden ein nach Bedarf zu gliederndes und erweiterbares Inventar zur Charakterisierung von Naturschutzkonzeptionen in Schutzgebieten. Die Ergebnisse wurden mit Gebietskennern, Zeitzeugen und Fachkollegen rückgekoppelt. Allen untersuchten Parks ist gemein, dass sich im Laufe des Jahrhunderts unterschiedliche Kategorien von Schutzgebieten und Prädikaten akkumulierten. Naturdenkmäler, Schon- und Schutzbezirke in der ersten, zunehmend internationale Kategorien wie Europadiplom oder Biosphärenreservat in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts liegen wie Schichten räumlich selten deckungsgleich übereinander. In Deutschland und Österreich kommen Natura 2000-Gebiete nach den Europäischen Richtlinien hinzu. Schutzgebiete lösen im Zuge ihrer Entstehung und ihres Bestandes Konflikte aus. Sie bieten jedoch auch den Rahmen, diese Konflikte in einem neuen Kontext zu verhandeln. Das Selbstbild des Naturschutzes ist stark geprägt vom Gefühl des Mißerfolgs. Der Blick auf die Historie zeigt, dass ihm durchaus Erfolge beschieden waren. Auch nach langen Konflikten entstanden schließlich neue Gleichgewichte, die so stabil sind, dass darauf aufgebaut werden kann. Verschiedene wahrgenommene Bedrohungen und angestrebte Schutzziele lassen unterschiedliche Akteure in Kooperationen oder in Gegnerschaft zueinander treten. Sie entwickeln Instrumente und setzen sie ein, um ihren jeweiligen Interessen zum Durchbruch zu verhelfen.

Zusammenfassung (Englisch)

This study explores the history of 7 protected areas in the German-speaking area from 2nd half of the 19th century through to the present day. Protected areas are key tools of nature protection. Their history offers insight into current discourse and understanding of nature and nature conservation. The required data came from qualitative interviews with ‘contemporary witnesses and some 1000 text passages from written sources. The texts were interpreted with ATLAS.ti analysis software, the content was coded and aggregated into categories. They form an inventory for characterising nature conservation concepts in protected areas. This inventory can be structured or extended as required. The results were subject to feedback from area experts, “contemporary witnesses” and professional colleagues. The analysed park histories have one thing in common over the course of the century, they have accumulated different categories of conservation and attributes. There has been a layering of features over one another (spatially rarely congruent). During the 1st half of the century natural monuments and conservation areas and later increasingly international categories such as European diploma or biosphere reserve. In Germany and Austria, Natura 2000 areas in accordance with European guidelines were added. Protected areas cause conflict during their creation and existence. However, protected areas also provide a framework to deal with the same conflicts in a new context. A feeling of failure is heavily influencing the self-perception of conservation. A glance at history reveals that there have been, however, considerable successes. New equilibriums were gradually established following lengthy conflict and these are now so stable that they can be built upon. Various perceived threats and strived-for conservation goals bring different players together in cooperation or rivalry. They develop and use tools in order to promote varying interests.