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Titelaufnahme

Titel
Institutional conditions for producers accessing Geographical Indications : lessons learned from non-EU and EU countries / Xiomara Fernanda Quiñones-Ruiz, MA
VerfasserQuiñones-Ruiz, Xiomara Fernanda
Begutachter / BegutachterinMerino Perez, Leticia ; Sanz Canada, Javier
Betreuer / BetreuerinPenker, Marianne
ErschienenVienna, June 2016
Umfangix, 156 Seiten : Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Geographical Indications / collective action / institutional analysis / transaction costs / EU
Schlagwörter (EN)Geographical Indications / collective action / institutional analysis / transaction costs / EU
Schlagwörter (GND)Lebensmittel / Herkunftsbezeichnung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15915 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Institutional conditions for producers accessing Geographical Indications [6.35 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Geschützte geographische Herkunftsbezeichnungen erlauben ProduzentInnen Qualitätsstandards selbst zu definieren, den Ruf der Lebensmittel zu schützen und KonsumentInnen deren geographische Herkunft und regionsspezifische Qualität zu kommunizieren. Der Herkunftsschutz unterstützt die Produktdifferenzierung sowie reduziert das Risiko von Missbrauch und Trittbrettfahrertum. In einem kollektiven Registrierungsprozess treffen regionale Betriebe sowie andere Beteiligte gemeinsame Entscheidungen. Ziel war es Grad, Umfang und Qualität des kollektiven Handelns im Zusammenspiel mit institutionellen Strukturen für die Registrierung von EU-rechtlich geschützten Herkunftsangaben zu verstehen. Fälle aus Italien, Österreich und Kolumbien wurden verglichen und Optionen des Herkunftsschutzes für Äthiopien diskutiert. Hierfür wurden das "Institutional Analysis and Development Framework" und die Transaktionskostentheorie operationalisiert. Es zeigte sich ein erheblicher Zeitaufwand für die Registrierung und unterschiedliche Qualitäten kollektiven Handelns der vielfältigen, oft heterogenen Akteure. Top-down-Ansätze limitieren die direkte Beteiligung von Betrieben und minimieren somit den Aufwand und die Konflikte während des Registrierungsprozesses. Sie reduzieren aber eventuell die Bereitschaft der Betriebe, gemeinsame Standards nach der Registrierung umzusetzen. Erste Erfahrungen aus Entwicklungsländern zeigen Potentiale für Verschiebungen der Machtverhältnisse entlang internationaler Wertschöpfungsketten. Kolumbiens KaffeeproduzentInnen definierten selbst die Qualitätsstandards und die Nutzungsregeln der Herkunftsinformation. Letztlich bedingt die Bereitschaft der Händler die Produktherkunft zu kommunizieren und der KonsumentInnen mehr für Produkte mit Herkunftsangaben auszugeben den wirtschaftlichen Erfolg der Herkunftsangaben. Wo starke Erzeugerorganisationen fehlen, können Behörden oder erfahrene ExpertInnen Betriebe bei der Selbstorganisation begleiten.

Zusammenfassung (Englisch)

The protection of GIs allows producers to define quality standards, defend their food products' reputation and communicate the geographical origin to consumers. This facilitates product differentiation and reduces free-riding. Usually a collective registration process is necessary where GI-firms and related stakeholders have to make mutual decisions. I aimed to understand the degree, quality and scope of collective action and their interplay with the institutional structures for registering GIs in the EU by comparing cases in Italy, Austria and Colombia and by discussing options for Ethiopia. I operationalized the Institutional Analysis and Development Framework and transaction costs theory for the comparative case study design. Results show considerable time efforts for GI-registration and diverse qualities of collective action of often heterogeneous supply chain actors. Top-down approaches limiting direct participation of chain actors minimize efforts and conflicts during the registration process, but might negatively affect GI-firms' awareness of and willingness to implement GI standards after registration. First experiences with GIs from developing countries indicate potential for reshaping power-relations along international supply chains. Colombian coffee growers defined the rules for the GI use to be followed by international roasters. Commercial GI impact depends on consumers' willingness to appreciate and pay extra for high-quality origin products and on the readiness of traders and retailers to communicate the origin. Where robust producer organizations do not exist, well-staffed public authorities or experienced GI-experts can support the self-organization of producers, which might be a prerequisite for a successful registration, allowing also small and less-empowered firms to access GI-protection