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Titelaufnahme

Titel
Süße Soja? : Untersuchungen zum Zuckergehalt von Sojabohnen (Glycine max [L.] Merr.) / eingereicht von Pia Euteneuer
VerfasserEuteneuer, Pia
Betreuer / BetreuerinVollmann, Johann
Erschienen2011
Umfang[8], 36 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Sojabohnen Glycine max Saccarosegehalt Zuckergehalt Ölgehalt Proteingehalt Pflanzenzüchtung
Schlagwörter (EN)soybeans Glycine max sucrose content sugar content oil content protein content plant breeding
Schlagwörter (GND)Sojabohne / Zuckergehalt
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15796 Persistent Identifier (URN)
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Süße Soja? [1.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um den als „bohnig“ beschriebenen Geschmack von Sojabohnen (Glycine max [L.] Merr.) in Sojadrinks zu überdecken, wird meist der Zuckeranteil künstlich angehoben. Für die Pflanzenzüchtung besteht deshalb die Herausforderung, zur Geschmacksverbesserung den natürlichen Zuckergehalt der Sojabohne zu erhöhen. Drei Versuchsserien mit je 3050 Genotypen wurden über vier bis fünf Jahre im pannonischen Marchfeld geprüft und mittels der NahInfrarotReflexionsspektroskopie auf den Öl, Protein und Saccharosegehalt analysiert. Die gemessenen Saccharosegehalte schwankten in einem weiten Bereich von 38 g/kg und unterlagen wie auch die anderen Qualitätsmerkmale signifikanten Jahres und GenotypEffekten. Die Heritabilität des Saccharosegehaltes (h) zwischen 85% und 87% läßt in zwei der drei Populationen einen Selektionserfolg erwarten. Signifikante phänotypische Korrelationen (p<0.001) zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen dem Öl und dem Saccharosegehalt (r=0.471 und r=0.649; über alle Jahre); da jedoch ein hoher Ölgehalt in der Sojadrinkproduktion nicht erwünscht ist, fällt eine direkte Selektion auf Ölgehalt aus. Eine hohe negative Korrelation zwischen Zucker und Proteingehalt (r=0.820, r=0.738; jeweils über alle Jahre) erschwert zudem die gleichzeitige Selektion auf diese beiden für den Lebensmittelbereich wichtigen Qualitätsmerkmale. Insgesamt zeigte sich, dass in zwei der drei zuvor noch nie auf Saccharose selektierten Populationen eine Erhöhung des Zuckergehaltes möglich ist; dadurch können Genotypen erhalten werden, die eine Geschmacksverbesserung bei daraus hergestellten Sojaprodukten zulassen.

Zusammenfassung (Englisch)

In order to overlay the so called “beany” and “grassy” flavour for example in soy drinks, sugar is added during processing. Selection for increased natural sucrose content in soybeans (Glycine max [L.] Merr.) could be a new breeding goal contributing to improved taste of soybean products. Therefore three experiments consisting of 3050 genotypes each were grown over four to five years in the Marchfeld region of Austria. These soybeans were analysed for seed protein, oil and sucrose content using nearinfrared reflectance spectroscopy. Soybean sucrose content varied in a wide range from 38 g/kg and was significantly affected by seasonal and genetic effects. Heritability (h) of sucrose content was between 85% and 87% for two out of three populations, whereas it was only 9.7% for the third population suggesting a low degree of genetic variation in that particular population. Significant phenotypic correlations (p<0.001) revealed a positive relationship between oil and sucrose content (r=0.471 and r=0.649 for two populations across all years). In contrast, the correlation between sucrose and seed protein content was highly negative (r=0.820 and r=0.738across all years) which limits the simultaneous increase of both characters in selection for food grade quality. The results demonstrate that in two out of three unselected soybean populations, an increase in the level of sucrose appears feasible. Thus, genotypes could be selected suitable for soy food processing with improved taste of products.