Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Effekte von Leistungsniveau und Grundfutterqualität auf die Treibhausgas- und Nährstoffbilanz grünlandbasierter Bio-Milcherzeugung / vorgelegt von Stöbich Christian
VerfasserStöbich, Christian
GutachterZollitsch, Werner ; Hörtenhuber, Stefan
Erschienen2014
UmfangX, 113 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Milchproduktion, Emissionen, Treibhausgase, Umweltwirkung, Nährstoffbilanz, Leistungsniveau, Grundfutterqualiät, Biologische Landwirtschaft, Grünlandnutzung, Kraftfutter
Schlagwörter (EN)dairy, milk production, grassland, greenhouse gases, environmental impact, milk yield, concentrate, forage, organic farming
Schlagwörter (GND)Flachgau / Milchproduktion / Biologische Landwirtschaft / Grundfutter / Treibhausgas / Schadstoffemission
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15636 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Effekte von Leistungsniveau und Grundfutterqualität auf die Treibhausgas- und Nährstoffbilanz grünlandbasierter Bio-Milcherzeugung [1.2 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte Kriterien der Umweltwirkung von für die Region Flachgau typischen Bio-Milchproduktionsbetrieben festzustellen. Dabei sollen mittels Modellierung die Effekte von Grundfutterqualität und Leistungsniveau auf die Treibhausgasemissionen sowie die N, P, K-Bilanz untersucht werden. Das Produktionssystem Milchviehhaltung mit eigener Nachzucht zeigt je nach Modell unterschiedliche THG-Bilanzen. Werden verschiedene Parameter betrachtet (Emissionen pro kg ECM, pro ha Betriebsfläche oder pro Kuh und Jahr), so zeigt sich, dass Flachgauer Bio-Betriebe bei gleichem Leistungsniveau mit hoher Grundfutterqualität niedrigere Emissionen aufweisen als Betriebe mit niedrigerer Grundfutterqualität. Die wichtigste Ursache dafür ist die Menge an Kraftfutter, die die Betriebe importieren müssen, um das gewünschte Leistungsniveau zu erreichen und ausgeglichene Rationen füttern zu können. Werden die Parameter hinsichtlich der Leistungsklassen ausgewertet, zeigt sich, dass die Emissionen pro kg ECM mit der Höhe der Laktationsleistung sinken. Dem gegenüber zu stellen ist, dass die Emissionen pro ha verbrauchter Gesamtfläche und Jahr, pro ha Ackerfläche und Jahr sowie pro Kuh und Jahr mit der Höhe der Laktationsleistung steigen. Wird der Aspekt der benötigten Ackerfläche pro Tonne produzierter ECM betrachtet, zeigt sich, dass die Betriebe mit hoher Grundfutterqualität einen deutlich niedrigeren Ackerflächenverbrauch aufweisen als Betriebe mit niedriger Grundfutterqualität. Bezüglich der N, P, K-Bilanz zeigt sich, dass die Betriebe mit niedrigerer Grundfutterqualität vor allem bei steigender Leistung deutlich mehr N in den Betriebskreislauf importieren. Hingegen kommt es bei der Bilanzierung der Nährstoffe Phosphor und Kalium zu keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Leistungsklassen und den Grundfutterqualitäten. Hauptquellen des Imports dieser Nährstoffe sind Kraftfutter bzw. Stroh zur Einstreu der Liegeflächen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study was to determine the environmental impact of organic dairy farms in the Austrian region of Flachgau. Effects of forage quality (low vs. high, i.e. 5.28 vs. 5.95 MJ NEL/kg dry matter, respectively) and performance level (from 5,000 to 8,000 kg of energy-corrected milk, ECM, per lactation) on greenhouse gas emissions as well as farm-gate balances of nitrogen, phosphorus and potassium were analysed using a farm model approach. Greenhouse gas emissions varied depending both on forage quality and level of milk yield. Regarding the greenhouse gas emissions per kg of ECM, per hectare farm land or per cow and year, lower emissions are achieved with high quality forage compared to low quality forage if performance levels are similar. This is mainly caused by the amount of concentrate feed imported in order to reach the desired level of performance as well as to provide balanced rations. When analysing parameters according to performance level, emissions per kg ECM decreased with increasing lactation milk yield. In contrast, emissions per hectare of totally utilised land area per year, per hectare of arable land per year and per cow per year increased with increasing lactation performance. To produce one ton of ECM, farms with high quality forage require considerably less arable land than farms with low forage quality. Use of arable land per ton ECM is lowest in farms with high quality forage and a lactation performance of 5,000 kg ECM. Considering balances of nitrogen, phosphorus and potassium, farms with low quality forage import higher amounts of nitrogen into the farm, particularly with increasing milk yield. In contrast, no considerable differences are detected between levels of performance and forage quality in phosphorus and potassium balances. The main sources for phosphorus and potassium imports are concentrate feeds and straw as litter for lying areas, respectively.