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Titelaufnahme

Titel
Veränderungen der Almwirtschaft in Salzburg und altes Erfahrungswissen am Beispiel einer Alm im Lessachtal, Lungau / eingereicht von Monika Hönegger
VerfasserHönegger, Monika
GutachterKriechbaum, Monika
Erschienen2008
UmfangII, 118 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Almwirtschaft, Ethnobotanik, Landschaftswandel, Lungau, traditionelles Wissen
Schlagwörter (EN)alpine pasture, ethnobotany, landscape transformation, Lungau, traditional knowledge
Schlagwörter (GND)Lungau / Almwirtschaft / Wandel / Lungau / Almwirtschaft / Lokales Wissen
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15427 Persistent Identifier (URN)
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Veränderungen der Almwirtschaft in Salzburg und altes Erfahrungswissen am Beispiel einer Alm im Lessachtal, Lungau [7.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit Änderungen und Aufgabe der Almwirtschaft in Salzburg, insbesondere im Lungau, und mit den damit verbundenen Konsequenzen für Landschaft, Gesellschaft, Kultur und Biodiversität. Ein weiteres Thema dieser Arbeit ist traditionelles Wissen und Ethnobotanik in Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Almen. Als Fallbeispiel wurde die Gralatialm, die nach 40 Jahren Stilllegung seit dem Jahr 2000 wieder bewirtschaftet wird, ausgewählt. Die Entwicklung und Veränderung der Almbewirtschaftung seit 1950 wurde anhand der Almerhebungsdaten des Österreichischen Statistischen Zentralamtes und aus aktuellen AMA (Agrarmarkt Austria) Daten erfasst. Um das gegenwärtige Landschaftsbild der Gralatialm möglichst umfassend zu dokumentieren und Vergleiche mit der Bewirtschaftung vor 50 Jahren anstellen zu können, standen bei der Beschreibung der Alm landschaftliche und landwirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, zudem wurden dominante Pflanzenarten erfasst. Die Alm wurde in Weidetypen eingeteilt, die die Beliebtheit der Flächen bei den Weidetieren und die Intensität der Nutzung wiedergeben. Das Landschaftsbild hat sich dahingehend verändert, dass vor allem Almrosen (Rhododendron ferrugiuneum), kleine Zwergsträucher (Vaccinium spp., Calluna vulgaris), Grünerlen (Alnus alnobetula), Woll-Reitgras (Calamagrostis villosa) und Farne (Thelypteris limbosperma, Athyrium distentifolum) zugenommen haben. Die Befragungen über traditionelles und ethnobotanisches Wissen im Zusammenhang mit dem Almleben haben ergeben, dass dieses Wissen und dessen Anwendung zwar noch teilweise vorhanden ist, aber längst nicht mehr den Stellenwert hat wie in vergangenen Zeiten und, aufgrund der Überalterung und zu wenig Interesse der nachfolgenden Generationen, dabei ist zu verschwinden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with changes of mountain pasture management in Salzburg, especially in the region Lungau, and its effects on landscape, society, culture and biodiversity. A further topic is traditional and ethnobotanical knowledge related to mountain pasture management. The Gralatialm, which was abandoned for 40 years and has been managed again since 2000, has been selected as case study. The development and changes of mountain pasture management were documented by analysis of data collected by Statistics Austria and AMA (Agricultural Market Austria). The case study aimed at a comprehensive documentation of the landscape, vegetation and management and its changes since 50 years. The pasture areas were classified into pasture types relating to the degree of preference by the cattle and by the intensity of grazing. Landscape and vegetation have changed so that ferns (Thelypteris limbosperma, Athyrium distentifolum), Alpine roses (Rhododendron ferrugineum) and other pasture weeds have spread. Traditional ecological and ethnobotanical knowledge relating to mountain pasture management still exists, but is not practised any more, because its importance has decreased.