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Titelaufnahme

Titel
Observational spatial memory in the wolf (Canis lupus) / submitted by: Lena Schaidl
VerfasserSchaidl, Lena
GutachterRange, Friederike ; Kotrschal, Kurt
Erschienen2015
Umfang30 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Wolf Canis lupus räumliches Gedächtnis Beobachtung
Schlagwörter (EN)Observational spatial memory wolves Canis lupus
Schlagwörter (GND)Wolf / Räumliches Gedächtnis / Fütterung / Versteck
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15262 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Observational spatial memory in the wolf (Canis lupus) [3.51 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Observational Spatial Memory (OSM) ist die Fähigkeit, sich genaue Positionen von Futterverstecken zu merken, indem man andere beim Anlegen dieser Verstecke beobachtet. Viele Corviden haben ein sehr gut ausgeprägtes OSM und nutzen es, um die Verstecke anderer Tiere zu finden und auszurauben. Wenn ein Übermaß an Nahrung vorhanden ist, legen auch Wölfe Futterverstecke für den späteren Gebrauch an und rauben die Verstecke anderer aus. Um herauszufinden, ob sie daher auch ein gut entwickeltes OSM haben, wurden Wölfe in einem experimentellen Versuchsaufbau getestet. Die Versuchstiere in dieser Studie (n=9) mussten 4, 6 oder 8 Futterverstecke finden, die von einem Menschen angelegt wurden. Bei Testversuchen konnten die Wölfe den Versteckvorgang beobachten, bei Kontrollversuchen nicht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, daß Wölfe bei Testversuchen signifikant höhere Sucherfolge hatten und weniger Zeit zum Auffinden der Verstecke benötigten, als bei Kontrollversuchen, was auf OSM schließen lässt. Allerdings fanden die Wölfe auch bei Kontrollversuchen in 45% der Versuche alle vorhandenen Verstecke, was darauf hinweist, dass Wölfe neben OSM mehrheitlich ihren Geruchssinn einsetzen, um Futterverstecke anderer aufzuspüren. Im Vergleich zu den meisten Corviden scheinen sie beschränkte OSM-Fähigkeiten aufzuweisen, da sie nicht immer alle Verstecke fanden und die zurückgelegte Wegstrecke in Test- und Kontrollversuchen keinen statistisch signifikanten Unterschied aufwies. Zusammengefasst zeigt diese Studie grundlegende OSM-Fähigkeiten beim Wolf auf.

Zusammenfassung (Englisch)

Observational Spatial Memory (OSM) is the ability to remember the location of food caches by observing other individuals during the caching process. Many corvid species have shown to possess very good OSM and use it to find and pilfer caches of others. When surplus food is available, canids, such as the wolf, also cache for delayed consumption and have been observed to raid caches of conspecifics. To explore whether wolves have a similar well- developed OSM as corvids, we tested them in an experimental setting. Subjects (n=9) could recover 4, 6 or 8 food caches respectively that were hidden by a human experimenter. The results show that wolves were significantly more successful in finding caches and needed shorter time if they had observed the caching process in comparison to a control situation where they did not observe this process, indicating OSM abilities. However, wolves also found all available caches in 45% of control trials, suggesting that they might rely to a large extent on their sense of smell in addition to OSM to relocate caches. In comparison to most corvid species, their OSM abilities seem to be limited as they had problems recovering all caches and the length of their search route did not differ significantly between test and control trials. All results combined, this study concludes only basic OSM skills in wolves.