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Titelaufnahme

Titel
Vergleichende Fischbestandserhebungen an den Flüssen Mur und Enns / verf. und eingereicht von: Arnaud Foramitti
VerfasserForamitti, Arnaud
Betreuer / BetreuerinJungwirth, Mathias
Erschienen2008
Umfang99 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Mur Enns Revitalisierung Monitoring Fisch Äsche Bachforelle Huchen Regenbogenforelle Neunauge
Schlagwörter (EN)Mur Enns River restoration monitoring grayling fish brown trout Danube salmon rainbow trout lamprey
Schlagwörter (GND)Mur / Fische / Ökologie / Enns / Fische / Ökologie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15165 Persistent Identifier (URN)
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Vergleichende Fischbestandserhebungen an den Flüssen Mur und Enns [9.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge von zwei EU-Life Projekten an der Mur und an der Enns wurden Fischbestandserhebungen zur Bewertung der Funktionalität umgesetzter flussbaulicher Maßnahmen durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet an der Mur (nur Postmonitoring) erstreckt sich von Murau, bis Weyern bei Knittelfeld und an der Enns (nur Prämonitoring vor Maßnahmenumsetzung) von der Paltenmündung bei Selzthal bis zur Johnsbachmündung im Nationalpark Gesäuse. Die Fischbestandserhebungen erfolgten mittels Elektrobefischung. Biomasse und Individuendichte beider Flüsse wurden verglichen. Für ausgewählte Arten wurden Längenhäufigkeitsdiagramme erstellt und verglichen. Die Längen aller gefangenen Fische wurden in Minimum-Maximum-Tabellen erfasst. Der fischökologische Zustand einzelner Abschnitte wurde nach dem Fish-Index-Austria bewertet. An beiden Flüssen fanden adaptierte Leitbilder Verwendung. Im Hauptarm der Mur wurden insgesamt 1.510 Fische aus 10 Arten gefangen, im Hauptarm der Enns 774 Fische aus 13 Arten. In den flussbaulichen Maßnahmen der Mur konnten 1.192 Fische aus 15 Arten gefangen werden. Die Artenverteilungen von Mur und Enns weichen voneinander ab. In der Mur dominiert die Äsche (Thymallus thymallus 72,5%) gefolgt von Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss 13,5%) und Bachforelle (Salmo trutta fario 4,8%). In der Enns dominiert die Äsche (35,0%) vor Bachforelle (32,6%) und Regenbogenforelle (4,9%). Biomasse und Individuendichte sind in der Mur deutlich höher als in der Enns ab. Alle fünf Maßnahmen an der Mur erreichen den von der EU-WRRL geforderten „guten Zustand“. Die Enns wird aufgrund ihrer geringen Biomasse im oberen Abschnitt nur mit vier (unbefriedigender Zustand) und im Gesäuse mit fünf (schlechter Zustand) bewertet. Aussagen über die langfristige Funktionalität der Maßnahmen bedürfen eines längeren Beobachtungszeitraums.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of two EULife projects at the Mur River and the Enns River fish stocks were assessed to evaluate the functionality of realised revitalisation projects. The investigation area at the Mur River (only Postmonitoring) ranges from Murau to Weyern near Knittelfeld and at the Enns River (only Premonitoring) from the Palten River near Selzthal to the Johnsbach River in the national park Gesäuse. Fish stocks were assessed by electro-fishing. Biomass and abundance of both rivers were compared. For selected species length-frequency-charts were generated and compared. The lengths of all fish were recorded in Minimum-Maximum-Tables. The fish ecological status of individual river sections was evaluated by the Fish-Index-Austria. For both rivers adapted reference conditions were used. In the main channel of the Mur River 1,510 fish from 10 species were caught, in the main channel of the Enns River 774 fish from 13 species. At the restoration measures of the Mur River 1,192 fish from 15 species were caught. The species assemblage of Mur River and Enns River differ. In the Mur River the dominating species are grayling (Thymallus thymallus 72.5%), rainbow trout (Onchorhynchus mykiss 13.5%) and brown trout (Salmo trutta fario 4.8%). In the Enns River grayling (35.0%), brown trout (32.6%) and rainbow trout (4.9%) were the dominating species. Biomass and density are higher in the Mur River than in the Enns River. All five restoration measures at the Mur River reach the good status as requested by the EU-WFD. The Enns, because of its low biomass, just reaches the classes four (poor status) in the upper section and five (bad status) within the national park. Conclusions on the long-term functionality of the restoration measures need longer investigation periods.