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Titelaufnahme

Titel
Waldbauliche Analyse von Eichenmischwäldern in Südtirol / von Roman Spechtenhauser
VerfasserSpechtenhauser, Roman
GutachterVacik, Harald
Erschienen2011
UmfangXI, 177 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Bewirtschaftungskonzept, Traubeneiche, Qualität, Baumholz, Dickung, Waldtypisierung, Durchforstung
Schlagwörter (EN)treatment,concept,Sessil Oak, quality, pole stand, thicket, forest typology, thinning
Schlagwörter (GND)Südtirol / Eichenmischwald / Waldinventur / Forstnutzung / Konzeption
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15123 Persistent Identifier (URN)
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Waldbauliche Analyse von Eichenmischwäldern in Südtirol [161.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Wissen und die waldbaulichen Erfahrungen für die Eichen - Wertholzproduktion in Südtirol sind gering, weshalb mit dieser Masterarbeit ein Waldbaukonzept auf Basis von Weiser- und Versuchsflächen erarbeitet werden sollte. Das Weiserflächenkonzept wurde für Laubmischwälder adaptiert, um das vorhandene Wachstums- und Wertleistungspotential der Eichenmischwäldern zu erfassen. Die Datenerhebungen wurden auf insgesamt 9 von Traubeneiche (Quercus petraea (Matt.) Liebl.) dominierten Beständen durchgeführt, wobei 2 Flächen der Dickung und 7 Flächen dem Baumholz zugerechnet werden können und davon eine als Weiserfläche konzipiert worden ist. Bei einer mittleren Baumhöhe von 18 m und einen BHD von 30 cm der Traubeneiche steigt im Mittel der Primärkronenansatz auf 12,6 m, der Totastzonenansatz auf 6,6 m und die Sekundärkrone auf 3,2 m Höhe an. Die angestrebte astfreie Schaftlänge von 7 m wird somit nicht erreicht. Die mittlere Anzahl an qualitativ ansprechenden Z-Bäumen mit A oder B Qualität liegt zwischen 50 und 60 Individuen/ha. Durch die Bestandesanalyse stellte sich heraus, dass die besseren Standorte einiger Waldtypen aber durchaus das Potential für die Eichen - Wertholzproduktion besitzen. Jedoch sind sämtliche Bestände einschichtig, was den aktuellen Bewirtschaftungsspielraum stark einschränkt. Eine Dickungsanalyse ermöglichte das Potential der jungen Eichenmischwälder zu bestätigen. In der Masterarbeit wurden die in der Literatur beschriebenen Konzepte zur Eichenwaldbewirtschaftung kritisch diskutiert und auf Basis dessen ein für die Südtiroler Verhältnisse angepasstes Bewirtschaftungskonzept erarbeitet. Hierbei wird von einer angestrebten Z-Baumanzahl von 70 Individuen/ha, welche im Endbestand einen Zieldurchmesser von über 60 cm in einer Umtriebszeit von 120 Jahren erreichen sollten, ausgegangen. Das empfohlene Konzept wurde auf den Versuchsflächen umgesetzt wobei sich zeigte, dass nur auf der Fläche LF 1 die angestrebte Z-Baum Anzahl von 17 bis 18 Individuen am Hektar realisiert werden konnte. In der abschließenden Diskussion und den Schlussfolgerungen werden Empfehlungen für die praktische Umsetzung gegeben und das vorgeschlagene Eichenbewirtschaftungskonzept kritisch reflektiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The current knowledge and experiences for silvicultural measures concerning the production of valuable hardwoods can be classified as limited in South Tyrol. Therefore this master thesis aimed to develop a silvicultural treatment model for the oak forests by means of demonstration sites. The existing concept of demonstration sites was adapted to hardwood forests in order to determinate the available growth and production potential of the mixed oak stands. Data investigation was done in 9 forest stands dominated by Sessile Oak (Quercus petraea (Matt.) Liebl.), whereas 2 sites were classified as thicket and 7 sites as pole stand comprising one site as demonstration plot. With a mean tree height of 18 m and a DBH of 30 cm for Sessile Oak the mean height of the productive primary crown was 12,6 m, the height of the first dead branches was 6,6 m were as the height of the secondary crown was 3,2 m. The total length of the knotless trunck considered 7 m is therefore out of reach. The relation between the share of individuals origin from sprouting or seed varies between the sites moreover it decreases with growing DBH class. The mean number of valuable crop trees linked to quality class A or B is between 50 to 60 Individuals / ha. In the context of the descriptive analysis of the stand characteristics it was found, that the most promising sites show a potential for a hardwood production. However, most of the sites are single layered, which reduces the options for growing valuable timber. The analysis of the thicket phase indicated that more than 10.000 Individuals / ha with up to 12 tree species increase the decision space for possible silvicultural options. The existing concepts about the treatment of oak forests described in scientific literature have been critically evaluated in order to develop a sound model for the specific environment in South Tyrol. The model aims at a total number of 70 crop trees/ha with a target diameter of 60 cm within a rotation period of 120 years. The concept described was implemented on the sites and only one site allowed to identify the needed number of crop trees. The discussion and conclusions allow to draw some general recommendations for the silvicultural treatment of the oak forests and critically reflect the described concept.