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Titelaufnahme

Titel
Historische Hydromorphologie und Geländetopografie der Wiener Donau-Auen / verf. u. eingereicht von: Mathew Herrnegger
VerfasserHerrnegger, Mathew
Betreuer / BetreuerinMuhar, Susanne
Erschienen2007
UmfangVI, 142, [16] z.T. gef. Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Donau, Historische Flusslandschaft, Wien, Donau-Auen, Digitales Geländemodell (DGM), Flussmorphologie, Referenzzustand
Schlagwörter (EN)Danube, historic river landscape, Vienna, riverine forests, digital terrain model (DTM), rivermorphologie, reference state,
Schlagwörter (GND)Wien / Donau / Aue / Geomorphologie / Topografie / Geschichte 1849
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15098 Persistent Identifier (URN)
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Historische Hydromorphologie und Geländetopografie der Wiener Donau-Auen [5.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Auf Grundlage eines digitalen Geländemodells (DGM) wurde die historische, weitgehend natürliche Donau und ihre Flusslandschaft im Jahr 1849 untersucht. Das bearbeitete Gebiet liegt im Stadtgebiet Wiens und umfasst einen 18 km langen Donauabschnitt. Ziel der Arbeit ist die Ermittlung hydromorphologischer Parameter, um die ehemals flusstypische Ausprägung und Geländetopografie des Gewässerlebensraumes bei unterschiedlichen charakteristischen Wasserständen der Donau vor der Regulierung 1870 - 1875 zu beschreiben. Mit den gewonnen Daten für die Situation bei Wien 1849 wird ein Vergleich mit dem Machland 1812 im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich und Niederösterreich angestellt, um auf natürliche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten der beiden Donau-Flusslandschaften vor der Regulierung schließen zu können. Weiters wird der historische Zustand mit dem Ist-Zustand im Untersuchungsgebiet verglichen, um Defizite bezüglich der hydromorphologischen Verhältnisse aufgrund menschlicher Eingriffe aufzuzeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass die historischen Flusslandschaften im Machland und in Wien durchaus vergleichbar sind. Als Folge der intensiven städtebaulichen Entwicklung ist der Bereich des ehemaligen Wiener Augebietes durch erheblich größere, künstlich verursachte Massenbewegungen und somit topografischen Veränderungen gekennzeichnet. Der Vergleich mit der aktuellen Situation zeigt erhebliche Defizite betreffend den Grundwasserspiegel, das Fehlen von Sedimentflächen und eine intensive Reduktion der Gewässervernetzung. Weiters ist heute die Ausdehnung der Wasserfläche bei steigendem Wasserstand ("flow pulse") vernachlässigbar und verdeutlicht das Fehlen einer hydrologischen Dynamik aufgrund der zahlreichen anthropogenen Eingriffe.

Zusammenfassung (Englisch)

Based on a Digital Terrain Model (DTM) the historic and near-natural alluvial Danube River and its floodplains around 1849 are studied. The area analysed lies within the borders of Vienna City and covers an 18 km long stretch of the course of the Danube. The aim is to derive hydromophological parameters at different water levels of the Danube in order to describe the characteristic historical terrain topography and river ecosystem prior to its channelisation in 1870 - 1875. The data obtained is used to compare the Situation with the Austrian Machland in the border region between Upper- and Lower Austria around the year 1812, in order to highlight the natural differences and similarities of both Danube landscapes before the river straightening measures. In addition, the historic situation is compared to the present state, in order to show the hydromorphological deficits due to the effects of human activities and interferences during past centuries. The results show that a comparison can be drawn between the historic river landscapes of the Machland and Vienna. As a consequence of the extensive developments it is clearly established that the area of the historical Viennese floodplain forest is marked by significant, artificial mass movements and topographic change. The comparison with the actual data shows that there is a considerable deficit regarding the level of the groundwater table, the missing of gravel bars and an intensive reduction of the hydrological connectivity. Furthermore the water level fluctuations ("flow pulse") are negligible and show the absence of fluvial dynamics due to the various human impacts