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Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen der Bewirtschaftung sowie Vergleich der Fördersysteme in Bezug auf die Hinterlachalm / vorgelegt von Julia Altenberger
VerfasserAltenberger, Julia
GutachterBuchgraber, Karl ; Kantelhardt, Jochen
Erschienen2015
Umfang143 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Master-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Almwirtschaft, Futterflächenfeststellung, Weidemanagement, Fördersysteme, Stickstoffbilanz, Energiebilanz, Almförderungen
Schlagwörter (GND)Hollersbachtal / Almwirtschaft / Ökologie / Agronomie / Wirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15052 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen der Bewirtschaftung sowie Vergleich der Fördersysteme in Bezug auf die Hinterlachalm [47.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den Jahren 2014 und 2015 wurde untersucht, wie sich die Bewirtschaftung der Hinterlachalm im Hollersbachtal im Nationalpark Hohe Tauern in pflanzenbaulicher und ökonomischer Sicht auswirkt. Es wurden Bodenproben analysiert,der Pflanzenbestand bewertet sowie eine Stickstoffbilanz erstellt. Für die ökonomische Betrachtung der Alm wurde ein Vergleich der Fördersysteme (2007 - 2014 und 2015 - 2020) angestellt. Der durchschnittliche pH- Wert liegt bei 3,6- was als sehr sauer gilt. Die Flächen sind mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium stark unterversorgt, was die Folge der extensiven Nährstoffrückführung über Jahrhunderte ist. Der durchschnittliche Humusgehalt liegt bei 14%, was weit über den Optimalwerten von 3- 7% im Grünland liegt. Bei der Pflanzenbestandsbewertung konnten mehr als 50 Arten bestimmt werden. Zu den wertvollsten Futterpflanzen gehören das Alpenrispengras (Poa alpina) oder der Goldpippau (Crepis aurea). Insgesamt stehen 1.050.000 MJ NEL zur Verfügung.Der „Verbrauch“ beträgt 856.000 MJ NEL, somit besteht ein Energieüberschuss von fast 200.000 MJ NEL, mit dem weitere 40 Stück Jungvieh versorgt werden könnten. Die Weidetiere entziehen dem Boden 3.200 kg Stickstoff über das Eiweiß im Futter. Durch die Ausscheidungen der Tiere werden lediglich 2.436 kg Stickstoff rückgeführt, somit ist die Stickstoffbilanz mit 764 kg auf den 260 ha Almfutterfläche negativ. Bei der ökonomischen Betrachtung konnte herausgefunden werden, dass sich das Einkommen aus öffentlichen Geldern im Jahr 2015 um 2,75% steigern wird. Durch das Ausnützen des Ertragspotenziales der Alm kann der Deckungsbeitrag um 67% gesteigert werden. Mit diesen Erhebungen und Berechnungen soll aufgezeigt werden, wie wichtig die Almwirtschaft für den Heimbetrieb „Ammertalhof“ ist und welche unausgenützten Potenziale der Hinterlachalm in Zukunft noch ausgeschöpft werden können, ohne dabei die so wertvolle und schöne „Almökologie“ zu beeinträchtigen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the years 2014 and 2015 was analysed, how the management of the Hinterlachalm in the Hollersbachtal in the National park Hohe Tauern affects the agronomic and economic effects. For the agronomic analysis soil samples were taken, the plant population evaluated and also a nitrogen budget created. For the economic analysis of the alpine pasture a comparison of the conveying systems (2007 - 2014 and 2015 - 2020) was made. The average pH- value of the Hinterlachalm is 3,6- which is very sour. Because of the extensive nutrient recovery over hundrets of years the surfaces are underserved with the main nutrients nitrogen, phosphorous and potassium. The average humus content is with 14% much higher than the optimum of grassland (3-7%). More than 50 different plant species could be determined. The best food plants on the Hinterlachalm are the alpine meadow grass (Poa alpina) or the golden hawksbeard (Crepis aurea). All in all there are 1.050.000 MJ NEL available, but only 856.000 MJ NEL are used. With this energy surplus 40 heifers could be provided. The grazing animals extract 3.200 kg nitrogen over the protein in the plants. Through the excretions only 2.436 kg nitrogen are repatriated in the soil, so the nitrogen budget for the Hinterlachalm is with 764 kg on the 260 ha alp fodder surface negative. In the course of the economic analysis could be found out, that the redevelopment of the assistance measures causes a higher income of public payings of 2,75% in 2015. If the potential of the alpine pasture (more suckler cows, more foreigen young cows) and the increase of the subsidies would be exploited, the marginal return could be increased by 67%. With these calculations shall be shown, how important the transhumance for the farm „Ammertalhof“ is and which unutilized potentials of the Hinterlachalm could be used in the future without imparing the precius and beautiful alp ecology.