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Titelaufnahme

Titel
Flussmorphologische Rekonstruktion der Wiener Donau-Auen zwischen 1780 und 1825 / verfasst und eingereicht von: Verena Schuller
VerfasserSchuller, Verena
GutachterHohensinner, Severin ; Jungwirth, Mathias
Erschienen2015
UmfangVI, 116 Seiten, XVI Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Wien Donau GIS-Rekonstruktion Anlandung Erosion Gewässertyp Standortalter Regulierung
Schlagwörter (EN)Vienna Danube River GIS reconstruction aggradation erosion aquatic habitats stand age river regulation
Schlagwörter (GND)Wien / Donau / Flussregelung / ArcGIS 10 / Geschichte 1780-1825
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-15016 Persistent Identifier (URN)
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Flussmorphologische Rekonstruktion der Wiener Donau-Auen zwischen 1780 und 1825 [59.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit war Teil des Forschungsprojekts „Genug Holz für Stadt und Fluss? Wiens Holzressourcen in dynamischen Donau-Auen“. Die Analysen basieren auf flussmorphologischen GIS-Rekonstruktionen der Wiener Donau, wobei zahlreiche historische Karten als Grundlage dienten. Zwei Zeitschnitte der Flusslandschaft, 1805 und 1825, wurden mithilfe von ArcGIS 10 als Ergänzung zu den bereits vorliegenden Rekonstruktionen 1529 2010 erstellt. Die Ergebnisse umfassen jährliche Anlandungs- und Erosionsraten, unterschiedliche Gewässertypen, die Regulierungsintensität und das Standortalter für die Auenvegetation um 1825. Vor der systematischen Regulierung ist der alluviale Donauabschnitt bei Wien als „anabranched river“ zu bezeichnen. Ein dynamisches Netzwerk an Gewässerarmen, Schotterbänken sowie kleineren und größeren Inseln war für die Wiener Donaulandschaft charakteristisch. Aufgrund der zahlreichen Umlagerungen war das Augelände nahe am Flusskorridor durch großflächige, junge Austandorte (1 45 Jahre alt) sowie Standorte mittleren Alters (45 160 Jahre alt) geprägt. Durch die hohe Dynamik waren ca. 25% der Landflächen im gesamten Augebiet jünger als 50 Jahre. Weitere 25% des Augeländes waren rund 50 bis 300 Jahre alt. Zu den ältesten Bereichen zählten hauptsächlich die Simmeringer Haide, die Leopoldstadt, Teile der Brigittenau und des Praters sowie Gebiete, die nördlich der Donau liegen. Nach 1825 veränderten sich die Flusslandschaft und damit die Standortbedingungen für die Auenvegetation aufgrund zunehmender Regulierungseingriffe signifikant. Ab 1875 war die Donau in Wien völlig reguliert.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis contributes to the research project “Enough wood for city and river? Vienna`s wood resources in dynamic Danube floodplains”. The analyses are based on GIS-reconstructions of the river morphological state of the Danube River in Vienna, for which numerous historical maps were used. In the thesis, two situations of the Viennese river landscape in 1805 and 1825 were prepared using ArcGIS 10 as a supplement to the already existing reconstructions between 1529 and 2010. The results of the analysis show the annual aggradation and erosion rates of the floodplain terrain, the turnover of different types of aquatic habitats, as well as the intensity of regulation and the age structure of the vegetation sites around 1825. Before the systematic channelization, the alluvial Danube River in Vienna was an anabranched river with a complex network of channels, numerous dynamic sand and gravel bars and large, stable islands. Due to the intense aggradation and erosion processes the floodplain terrain was characterized by morphologically young (1 45 years old) and middle-aged vegetation sites (45 160 years old). Accordingly, 25% of the land area in the whole riparian zone were younger than 50 years. Further 25% of the floodplain area were around 50 to 300 years old. The Simmeringer Haide, Leopoldstadt, parts of Brigittenau and Prater as well as territories north of the Danube River belonged to the oldest locations. After 1825, the natural river system and its riparian vegetation were continuously altered due to the progress of the river channelization. In 1875, the Danube River in Vienna was completely regulated.