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Titelaufnahme

Titel
Evaluierung der Vergrämung von Saatkrähen (Corvus frugilegus) mit Hilfe von Beizvögeln / eingereicht von: Matthias Gattermayr
VerfasserGattermayr, Matthias
Betreuer / BetreuerinHackländer, Klaus
Erschienen2009
Umfang44 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Saatkrähen Beizvögel Vergrämungsmethode Biomaisfelder Nordburgenland
Schlagwörter (EN)rooks falconry Austria
Schlagwörter (GND)Biologische Landwirtschaft / Saatkrähe / Schadvögel / Abwehr / Gerfalke
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-14955 Persistent Identifier (URN)
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Evaluierung der Vergrämung von Saatkrähen (Corvus frugilegus) mit Hilfe von Beizvögeln [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Saatkrähen (Corvus frugilegus) sind paläarktisch verbreitet, beschränken sich in Österreich allerdings nur auf die östlichen Landesteile. Die im Nordburgenland ansässigen Saatkrähen verursachen in den letzten Jahren verstärkt Schäden im Biolandbau. Mittels einer Ausnahmegenehmigung der burgenländischen Landesregierung wird nun versucht, diese mit Hilfe von Beizvögeln zu vergrämen. Ziel der hier vorliegenden Untersuchung war es, erstmals die Wirksamkeit dieser ökologischen Vergrämungsmethode zu evaluieren und deren Wirtschaftlichkeit zu diskutieren. Dazu wurden im Wulkabecken aus 24 mit Beizvögeln beflogenen Biomaisfeldern acht für Verhaltensbeobachtungen ausgewählt und sowohl vor als auch nach der Aussaat von Biomais beobachtet. Diese Beobachtungen wurden regelmäßig zu allen Tageszeiten durchgeführt, um sowohl auf die Nutzungsfrequenz als auch auf die Nutzungsdauer der Felder durch Saatkrähen während der Vergrämungsphase schließen zu können. Zu Vergleichszwecken wurde zusätzlich ein Feld beobachtet, welches nicht mit Beizvögeln beflogen wurde. Um den potentiellen Schaden zu ermitteln, wurde nach Ende der Vergrämungsphase die Anzahl der Maispflanzen pro Feld stichprobenartig ausgezählt und auf die einzelnen Felder hochgerechnet. Die Arbeitshypothese lautet, dass sich Saatkrähen jeweils nur in geringer Anzahl und nur für kurze Zeit auf den beflogenen Feldern aufhalten würden. Daher sollte auf diesen Feldern der Schaden in Form von ausgefressenen Maiskörnern auch geringer sein als auf dem Vergleichsfeld. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Saatkrähen wie erwartet deutlich länger auf dem nicht beflogenen Feld aufhalten. Daher ist der Schaden auf diesem Feld mit ca. 36 % mehr als doppelt so hoch als auf den mit Beizvögeln beflogenen Feldern, wo er durchschnittlich 16 % beträgt. Diese Untersuchung konnte zeigen, dass die Vergrämung mit Hilfe von Beizvögeln vor allem im Biolandbau eine wirksame Alternative im Vergleich zu anderen Methoden, wie etwa dem Aufhängen von Gasballonen oder akustischen Vertreibungsmethoden, sein kann. Voraussetzungen dafür sind ein begrenztes Gebiet und eine gute Kooperation zwischen Landwirten und Falknern.

Zusammenfassung (Englisch)

Rooks (Corvus frugilegus) are widely distributed over the whole Palaearctic, but the population in Austria ranging between 1500 and 2000 breeding pairs is very small compared to adjacent countries. Almost a third of this population is breeding in the northern part of the Burgenland, in the Wulkabecken. For several years the damage caused by rooks on biological maize in this region is increasing. Therefore, the provincial government of Burgenland released a certificate of exemption for dispersing rooks from maize fields with the help of falconry. The aim of this study was to evaluate this ecological bird hazing method together with a cost-benefit analysis in this region for the first time. For that purpose eight out of 24 by falconers controlled maize fields were picked out for behavioural observations. These observations have been conducted to evaluate the frequency as well as the duration of utilisation of maize fields by rooks during the dispersing period. The observations were evenly spread over the day and lasted in total for almost 250 hours. Additionally, one field was observed where rooks were not dispersed by falconers. To determine the damage caused by rooks the number of grown plants on randomly picked rows were counted on every field and extrapolated to the whole field at the end of the dispersing period. It was expected that rooks will stay shorter on the controlled fields in comparison to the field, where rooks were not dispersed by falconers. This should result in less damage at the controlled fields. Results show a significant correlation between the foraging duration of rooks and the damage on maize. Additionally, rooks were foraging longer at the field without the control of falconers, resulting in a high damage rate of 36 % compared to the other fields, where the mean damage rate was only 16 %. This study shows that the use of falconry to disperse rooks from biological maize fields can be a successful method compared to others like acoustic devices or helium filled balloons. To be more effective the area in which the falconers operate should be small and the cooperation between farmers and falconers should be at a high level.