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Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Saattermin und Saatstärke auf die Jugendentwicklung, Überwinterung und den Ertrag von Wintererbsen / Alexandra Sophie Kreuzer
VerfasserKreuzer, Alexandra Sophie
GutachterKaul, Hans-Peter
Erschienen2010
Umfang103 Bl. : zahlr. graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Körnerleguminosen Wintererbse Mischanbau Überwinterung Ertrag
Schlagwörter (EN)grain legumes winter pea intercropping overwintering yield
Schlagwörter (GND)Wintererbse / Ernteertrag / Aussaatmenge / Saatzeit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-14822 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Saattermin und Saatstärke auf die Jugendentwicklung, Überwinterung und den Ertrag von Wintererbsen [8.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sommererbsen bereiten im Biolandbau zunehmende Probleme wegen starken Schädlingsbefalls und Spätverunkrautung. Die Wintererbse könnte eine interessante Alternative darstellen. Die Erwartungen an die Wintererbse sind: eine effektivere Unkrautregulierung, höhere Stickstoffbindung als die Sommererbse durch die längerer Vegetationszeit und ein höheres Ertragspotenzial als die Sommerformen. Ziel eines einjährigen Feldversuches war es, unter den Produktionsbedingungen des Marchfeldes von Erbsen dominierte Mischbestände mit Wintergerste für die Körnerproduktion zur Verfütterung auf ihre agronomischen Leistungen zu prüfen. Dafür wurden drei morphologisch verschiedene Wintererbsensorten im Gemenge mit Wintergerste an zwei verschiedenen Saatterminen angebaut. Zur näheren Untersuchung der Konkurrenzeffekte wurden die Erbsensorten in fünf Dichten und, wie ebenfalls die Wintergerste, auch in Reinbeständen angebaut. Der Versuch konzentrierte sich auf folgende Fragen: Inwieweit haben der Saattermin, die Sorte, der Bestandestyp und die Bestandesdichte Einfluss auf (i) die Überwinterung, (ii) die Verunkrautung und Standfestigkeit und (iii) die Trockenmasse- und Ertragsbildung? Der frühe Saattermin (Aussaat: 22.09.2010) fiel weitgehend aus. Hier wies die Sorte EFB33 die geringste Überwinterung auf. Die Wintererbsen des späten Saattermins (Aussaat: 14.10.2010) konnten eine Überlebensrate bis zu 90% vorweisen. Die unterschiedlichen Dichten hatten keinen Einfluss auf die Überwinterung oder die Verunkrautung. Die Wintererbse im Gemenge mit Wintergerste konnte das Unkraut nicht besser unterdrücken als die Wintererbse in Reinsaat. Auch die üppigere Blattmasse der normalblättrigen Genotypen konnte die Unkrautentwicklung nicht positiv beeinflussen. Ebenso gab es bei der Ertragsbildung keinen Unterschied zwischen den Wintererbsen in Reinsaat und denen im Gemenge. Die semi-leafless Sorte Cherokee hatte mit 1.676 kg/ha den höchsten Kornertrag. Die normalblättrige Sorte Griechische konnte ebenfalls höhere Erträge (1.352 kg/ha) als die Sorte EFB33 (775 kg/ha) erzielen. Eine hohe Verunkrautung, totales Lagern und eine uneinheitliche Abreife führte, vor allem bei der Sorte EFB33, zu erheblichen Ertragseinbußen. Diese Problembereiche zeigen, dass die Wintererbse noch keinen zufriedenstellenden Ersatz der Sommererbse darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

In organic farming, there are increasing problems with spring peas due to heavy pest infestation and late weed competition. Winter peas could be an interesting alternative. The expectations for winter peas are: a more effective weed control, higher N2 fixation because of the long growing season and a higher yield potential than spring varieties. The goal of a one-year field experiment was to examine the agronomic performance of pea stands intercropped with small populations of winter barley under production conditions of the Marchfeld cropping area. On two sowing dates three morphologically different winter pea varieties were mixed with winter barley. To further study the effects of competition, winter peas were grown in five densities. Winter peas and winter barley were also grown in pure stands. The experiment focused on the following questions: to what extent did the sowing date, variety, crop type and plant density influence on (i) the overwintering, (ii) the weed infestation and lodging resistance, and (iii) the dry matter and yield production? The early sowing date (sowing: 09/22/2010) survived the winter period only with substantial losses. EFB33 showed the lowest overwintering. Winter peas sown late (sowing: 14/10/2010) survived up to 90%. Different densities had no effects on the overwintering and the weed infestation. Intercrops with winter barley could not suppress weeds better than winter peas in pure stands. The abundant leaf mass of regular-leaf genotypes did not impact weed growth compared with semi-leafless genotypes. Similarly, there was no difference in yield formation between winter peas in pure and mixed stands. The semi-leafless variety Cherokee had the highest grain yield with 1.676 kg/ha. The regular-leaf variety Griechische also achieved a higher yield (1.352 kg/ha) than the EFB33 (775 kg/ha). High weed infestation, complete lodging combined with uneven ripening, especially in the variety EFB33, led to significant yield losses. In conclusion, winter pea is not yet a satisfactory replacement for spring peas.