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Titelaufnahme

Titel
Testen von Antagonisten gegen die Ährenfusariose auf Weizen im Glashaus : Screening von Kandidaten-Antagonisten gegen die Ährenfusariose / eingereicht von: Ruth Gerres
VerfasserGerres, Ruth
GutachterLemmens, Marc
Erschienen2013
Umfang81 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Fusarium graminearum Fusarium Antagonisten Ährenfusariose Biologische Kontrolle
Schlagwörter (EN)antagonists biological control against fusarium
Schlagwörter (GND)Weizen / Fusariose / Biologischer Pflanzenschutz / Antagonist / Pilze
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-14444 Persistent Identifier (URN)
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Testen von Antagonisten gegen die Ährenfusariose auf Weizen im Glashaus [0.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Schaderreger Fusarium graminearum verursacht eine Ährenerkrankung, die auch als Ährenfusariose bekannt ist. Das Pathogen weist einen großen Wirtspflanzenkreis auf, zu dem alle Hauptgetreidearten zählen. Durch einen Fusariumbefall kommt es zu Ertrags- und Qualitätsverlusten. Die von Fusarienpilzen produzierten Mykotoxinen stellen jedoch das größere Problem dar, da sie gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier sind. Zur Kontrolle von Fusarium stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Vorbeugendes Management wie Fruchtfolge, Bodenbearbeitungsmaßnahmen, Fungizide, der Einsatz resistenter Sorten und Antagonisten als ergänzende Strategie. Ziel dieser Arbeit war das Testen von pilzlichen Antagonisten auf eine mögliche Wirksamkeit gegen die Ährenfusariose an zwei verschiedenen Weizenpflanzen im Glashaus. Die Winterweizensorte „Capo“, weist eine mittlere Resistenz gegenüber dem Pathogen auf, während die Sommerweizensorte „Remus“ sich gegenüber Fusarium als empfindlich erweist. Es wurden über 30 Antagonisten sowie zur Kontrolle das Fungizid Folicur®, die zwei bewährten Antagonisten BP 183 und BP 169 und an jedem Inokulationstag Wasser anstelle der Antagonisten kurz vor der Weizenblüte auf die Ähren ausgebracht. Die Applikation von Fusarium erfolgte zum Zeitpunkt der Weizenblüte. Bonitiert wurden die Befallshäufigkeit und die Befallsschwere an mehreren aufeinander folgenden Tagen. Als einziger Antagonist war BP 43 sowohl beim „Remus“ als auch beim „Capo“ signifikant effektiv und konnte die Symptome um über 50% reduzieren. Auch der Antagonist BP 183 konnte bei beiden Sorten seine Wirksamkeit mit über 50% bestätigen. Eine Reihe weiterer Gegenspieler konnten die Symptome bei der Sorte Remus signifikant reduzieren. Hierzu zählen BP 123, BP 161 und BP 128. Die Reduktion liegt hier zwischen 50% bis 65%. Als einzig weiterer Antagonist weist BP 530 bei der Sorte Capo eine Effektivität von 51% auf.

Zusammenfassung (Englisch)

Fusarium head blight (FHB) is caused by the fungus Fusarium graminearum. The pathogen has many host plants, including wheat. FHB infection causes losses in grain quality and yield. Another big problem is the mycotoxins, which are produced by the fungus in planta and which have devastating effects on health of humans and animals. There are several ways to control the pathogen: preventative management like crop rotation and tillage but also fungicides and the use of resistant wheat lines. An additional control strategy could be the use of microbial antagonists. The overall aim of this master thesis, was to screen candidate fungal antagonists for their ability to control FHB on two different wheat varieties in the glasshouse. The winter wheat cultivar “Capo” (medium resistance against FHB) and the spring wheat cultivar “Remus” (low resistance) were used as host plants. Over 30 candidate fungal antagonists were tested. In addition, the following control treatments have been applied: 1) fungicide Folicur®, 2) the approved antagonists BP183 and BP169, and 3) water. The candidate antagonists and controls were sprayed directly on the wheat ears and upper plant leaves two days before flowering. F. gramimearum was applied on the ears at anthesis. The plants were covered with a plastic bag to promote infection. Disease incidence and disease severity were evaluated at regular time points. One new interesting antagonist could be identified: BP43 significantly (P<0.05) reduced FHB symptoms for more than 50% on both wheat varieties. BP183 confirmed its efficacy (50% reduction). Further antagonists could significantly reduce FHB symptoms (BP123, BP161 and BP128) by 65% to 50%, but on the variety “Remus” only. BP530 was effective on the variety “Capo” only (51% reduction).