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Titelaufnahme

Titel
Unangenehme Situationen im Zuge der Alltagsmobilität von Frauen und ihre Auswirkungen / Verf.: Elisabeth Feldbacher
VerfasserFeldbacher, Elisabeth
GutachterMeschik, Michael ; Stark, Juliane
Erschienen2014
UmfangVII, 83 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Mobilitätsverhalten, Frau, Belästigung, Verkehrsmittel
Schlagwörter (EN)mobility behaviour, woman, harrassment, means of trasport
Schlagwörter (GND)Frau / Mobilität / Öffentlicher Raum / Öffentlicher Personennahverkehr / Gefährdung / Belästigung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-14400 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Unangenehme Situationen im Zuge der Alltagsmobilität von Frauen und ihre Auswirkungen [1.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit unangenehmen Situationen, die Frauen im Zuge ihrer Alltagsmobilität erfahren. Studien zum subjektiven Sicherheitsempfinden zeigen, dass sich viele Frauen fürchten, wenn sie gewisse Routen nehmen oder wenn sie speziell abends oder nachts unterwegs sind. Kriminalstatistiken belegen jedoch, dass die Sicherheit in Österreich sehr hoch ist. Viele Belästigungen in Verkehrsmitteln oder im öffentlichen Raum werden von Betroffenen aber nicht angezeigt, da es sich oft um nicht strafbare Taten handelt. Ziel der Arbeit ist es deshalb, abzuschätzen, wie viele Frauen in Österreich tatsächlich mit unangenehmen Situationen in der Mobilität konfrontiert sind und wie sich dies auf das Mobilitätsverhalten der Betroffenen auswirkt. Um dies herauszufinden, wurde eine Telefonbefragung mit 402 Frauen über 18 Jahren aus ganz Österreich durchgeführt. Die Auswahl der Personen erfolgte mittels Random Digit Dialing. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass ein Drittel der befragten Frauen bereits mindestens eine unangenehme Situation in ihrer Alltagsmobilität erlebt hat. Unangenehme Situationen bezeichnen in dieser Masterarbeit sowohl Übergriffe, als auch Belästigungen oder Situationen, in denen sich Frauen durch Verhalten anderer Personen bedroht fühlten. Es hat sich weiters herausgestellt, dass das Erleben unangenehmer Situationen Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Frauen hat, da Betroffene öfter Routen und Ziele sowie Verkehrsmittel in ihrer Alltagsmobilität meiden. Des Weiteren „bewaffnen“ sich Betroffene öfter als Nicht-Betroffene mit Pfeffersprays, etc. und setzen auch mehr „sonstige Maßnahmen“, z.B. durch präventives Belegen von Selbstverteidigungskursen, etc. Auch die Mehrheit der nicht-betroffenen Frauen ergreift unterschiedliche Maßnahmen im Zuge ihrer Mobilität, um unangenehmen Situationen vorzubeugen. Dies deutet darauf hin, dass bereits die Angst vor Belästigungen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten haben kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with frightening situations in connection with independent mobility of women. Studies concerning a subjective sense of security show that a large number of women feel insecure, when taking certain routes or when going out especially in the evening or at night. Police crime statistics, on the other hand, prove that objective security in Austria is very high. However, a vast majority of harassments in public transport or in public areas are not reported, because they are not considered criminal defenses. The aim of this master thesis is, therefore, to assess how many women in Austria are faced with frightening situations in their mobility and how their mobility behavior is affected as a result. For this purpose a telephone survey with 402 women over 18 years was conducted throughout Austria. The sampling was drawn through Random Digit Dialing. The results show that one third of the respondents have already experienced at least one frightening situation in their mobility. Frightening situations not only involve assaults, but also harassment or situations in which women feel threatened by the behavior of other people. Furthermore, it became evident that frightening situations do indeed affect the mobility behavior of women, for victims tend to avoid certain destinations or routes more than other women. Moreover, victims more often “arm” themselves when going out, for example with pepper sprays or keys which they hold in their hands like brass knuckles etc. and sometimes they apply other strategies such as being watchful, carrying their cell phone within reach or attending preventative self defense courses. It is noteworthy, though, that also the majority of the women not concerned use certain strategies in their mobility to prevent or avoid frightening situations. Thus, it can be assumed that mere anxiety of harassment can affect their mobility behavior.