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Titelaufnahme

Titel
Möglichkeiten der Restrukturierung der Waldzeller Ache unter beschränkten Platzverhältnissen / eingereicht von: Gerhard Brandmayr
VerfasserBrandmayr, Gerhard
Betreuer / BetreuerinHabersack, Helmut
Erschienen2008
UmfangVIII, 99 Bl. : Ill., zahlr. graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Habitatmodellierung Sedimentsimulation Gewässerrestrukturierung Mesohabitat Evaluation Model
Schlagwörter (GND)Waldzeller Ache / Renaturierung <Ökologie>
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-14224 Persistent Identifier (URN)
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Möglichkeiten der Restrukturierung der Waldzeller Ache unter beschränkten Platzverhältnissen [3.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten durchgeführte Regulierungs- und Verbauungsmaßnahmen machten ein Restrukturierungsprojekt zur Verbesserung des ökologischen Zustandes an der Waldzeller Ache in Oberösterreich notwendig. An einem ausgewählten, ca. 200 m langen Abschnitt der Waldzeller Ache wurden Habitatverbesserungsmaßnahmen entwickelt und im Frühjahr 2008 umgesetzt. Durch Vergleiche mit einer „naturnahen“ Strecke, als auch einer historisch rekonstruierten Gerinnegeometrie, konnten die notwendigen Maßnahmen auf die typische Gewässercharakteristik abgestimmt werden. Die Entwicklung der Maßnahmen erfolgte weiters unter den Gesichtspunkten von eingeschränkten Platzverhältnissen (keine Veränderung der Gewässerbreite) sowie des Erhalts des bisher vorhandenen Hochwasserabfuhrvermögens. Die hydraulische Modellierung bzw. die Simulation der Sohlentwicklung erfolgte mittels HEC-RAS 4.0. Die Habitatmodellierung wurde mit dem Mesohabitat Evaluation Modell (MEM) durchgeführt. Dies ist ein Zusatzmodul zum zweidimensionalen Hydraulikmodellierungsprogramm Hydro_AS-2d und wurde vom Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie konstruktiven Wasserbau der BOKU Wien entwickelt. Die daraus gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass sowohl in der projektierten Maßnahmenstrecke, als auch in der realisierten Maßnahmenstrecke eine Erhöhung der Tiefen- bzw. Breitenvarianz des Gewässers erreicht werden konnte und mit einer deutlichen nachhaltigen Verbesserung der Habitatqualität bzw. Habitatvielfalt in Zukunft zu rechnen ist. Die Simulation der Sohlentwicklung lässt auf eine geringe Variabilität der Sohllage bei HQ1 schließen. Die aus dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse können für weitere Restrukturierungsprojekte unter beschränkten Platzverhältnissen herangezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the last decades, regulation and river training measures were implemented at the “Waldzeller Ache” (Upper Austria). According to the aims of the EU Water Framework Directive and to improve the ecological effectiveness a river restoration concept was developed. For this purpose, habitat enhancement measures were designed and implemented along a section of approximately 200 m of the Waldzeller Ache in spring 2008. The evaluation of the measures (done by habitat modelling) was based on comparisons with a “close to nature” defined reach as well as on comparisons with a pristine stream course which could be reconstruted based on historical maps and a reference reach. The consideration of the lateral space (no change of bankfull width possible) and the preservation of the existing flood protection were also of importance for the design process. The hydraulic modelling was done by using the HEC-RAS 4.0. For the habitat modelling, the Mesohabitat Evaluation Modul (MEM) was used. The MEM works as a post processing program for the two dimensional hydraulic modeling program Hydro_AS-2d designed by the “Institute of Water Management, Hydrology and Hydraulic Engineering at BOKU”. The habitat modeling results from considered reaches shows enhanced depth- and width variances. Modelling at the river bed evolution for the input at a one year flood (with and without sediment input) featured no significant change in bed level (aggradation, degradation). Additionally some differences in results between various sediment transport equations could be found. The results gained from these investigations can be used for further river restoration projects.