Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Stickstoff- und Phosphorbilanzen europäischer, biologisch wirtschaftender Schweinemast- und Zuchtbetriebe unter unterschiedlichen Haltungsbedingungen / vorgelegt von Ines Taschl
VerfasserTaschl, Ines
GutachterZollitsch, Werner ; Leeb, Christine ; Rudolph, Gwendolyn
Erschienen2014
Umfang75 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Nährstoffbilanzierung, Stickstoffbilanzierung, Phosphorbilanzierung, ProPIG-Projekt, biologische Schweinehaltung, Stallhaltung, Freilandhaltung
Schlagwörter (EN)Nutrient balance, nitrogen balance, phosphorus balance, ProPIG project, organic pig production, free range, outdoor, confined, barn
Schlagwörter (GND)Europa / Schweinehaltung / Haltungssystem / Landwirtschaftlicher Betrieb / Nährstoffbilanz / Stickstoff / Phosphor
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13736 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Stickstoff- und Phosphorbilanzen europäischer, biologisch wirtschaftender Schweinemast- und Zuchtbetriebe unter unterschiedlichen Haltungsbedingungen [2.19 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Nährstoffbilanzen biologisch wirtschaftender Schweinebetriebe mit unterschiedlichen Haltungssystemen zu erstellen. Insgesamt standen 75 Projektbetriebe in 8 europäischen Ländern für die N-und P-Bilanzerstellung zur Verfügung. Für insgesamt 65 Betriebe konnten aussagekräftige Bilanzen erstellt werden. Die Ergebnisse wurden auf Ebene der Haltungssysteme Stall-, teilweise Freiland- und Freilandhaltung verglichen und einzelne Einflussgrößen auf ihre Bedeutung für das Bilanzergebnis getestet. Anhand der Ergebnisse wurden Bereiche aufgezeigt, in denen Reduktionsmöglichkeiten von Nährstoffüberschüssen bestehen. Für Stickstoff wurde eine große Variation zwischen den einzelnen Projektbetrieben, nicht aber zwischen den einzelnen Haltungssystemen festgestellt. Die Haltungssysteme unterschieden sich hinsichtlich der Phosphor-Bilanzen signifikant. Bei beiden bilanzierten Nährstoffen wurden sowohl Überschüsse als auch Defizite ermittelt. Hauptverantwortlich für die Nährstoffüberschüsse war der Faktor Import über Zukauf von Futtermitteln und Stroh, welcher somit den größten Risikofaktor darstellt. In der Biologischen Schweinehaltung resultiert das Potenzial zur Verringerung von Umweltbelastungen aus dem Ausmaß des sachgemäßen Umganges mit den im Betriebskreislauf vorhandenen Nährstoffen. Um eine möglichst ausgeglichene Bilanz zu erreichen, ist es daher von Vorteil, die Besatzdichten an die ackerbaulichen Gegebenheiten des Betriebes anzupassen. Dauerhaft positive Bilanzergebnisse führen zur Belastung der Umwelt und gleichzeitig zu ökonomischen Einbußen, da ein Teil der importierten Futter- bzw. Düngemittel ungenutzt bleibt. Über längere Zeit negative Nährstoffbilanzen hingegen führen zur Verarmung der Nährstoffe in den Böden, was wiederum zu wirtschaftlichen Einbußen am Betrieb führen kann. Bodenbewirtschaftung und Tierhaltung müssen im Einklang stehen, um die Umweltbelastungen zu minimieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the present work was to calculate nutrient balances for organic pig farms. 75 project farms with 3 different husbandry systems were located in eight European countries. Balance sheets on individual farm level were based on the total farm gate balance. The results were compared for the husbandry systems "indoor", "outdoor" and "partly outdoor" and the impact of the individual input and output factors was tested. Based on the results, options were discussed for a reduction of nutrient surplus. Differences were found regarding Nitrogen between the individual farms, but not between the husbandry systems. However, there were significant differences in the results for phosphorus balance, both between individual farms and husbandry systems. Nutrient surplus was mainly caused by the factor “import via purchased feed and straw”, which represents the highest risk factor for an imbalance in N and P. High stocking densities and small farm areas are leading to high nutrient inputs because the feed demand cannot be covered by own production. The result is a high feed import. In organic pig farming it is important to manage nutrient cycles properly. Thereby environmental pollution can be reduced. To achieve balanced nutrient flows as far as possible, it is advantageous to adapt the stocking densities to the agricultural conditions of the farm. On the one hand, permanently positive balances lead to the pollution of the environment, while economic losses occur as a consequence of large imports of feed and fertilizer. Over time, negative nutrient balances on the other hand lead to the depletion of nutrients in the soil, which in turn can lead to economic losses in the operation. Soil management and animal husbandry must be consistent in order to minimize the environmental impact.