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Titelaufnahme

Titel
Alternative Biolandbau?! : Wahrnehmung des Biolandbaus durch österreichische Landwirtschaftsvertretungen zwischen 1989 und 1995 / eingereicht von Theresa Anita Fürtbauer
VerfasserFürtbauer, Theresa Anita
GutachterDarnhofer, Ika
Erschienen2012
UmfangIII, 46, [36] Bl. : Ill.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Biolandbau, Diskurs, Wahrnehmung, Interessensvertretungen
Schlagwörter (EN)organic farming, discourse, perception, agricultural representatives
Schlagwörter (GND)Österreich / Landwirtschaft / Interessenverband / Biologischer Pflanzenbau / Diskurs / Wahrnehmung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13723 Persistent Identifier (URN)
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Alternative Biolandbau?! [16.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Biolandbau entwickelte sich zwischen 1989 und 1995 von einer Nische zum fixen Bestandteil der österreichischen Landwirtschaft. Der Umstieg von ca. 17.000 konventionellen LandwirtInnen in dieser Zeit ist bemerkenswert weil der Biolandbau als Gegenentwurf zur produktivistisch orientierten, konventionellen Landwirtschaft entwickelt wurde. Diese Arbeit analysiert, wie der Biolandbau durch Landwirtschaftskammer, Bauernbund und ERNTE-Verband wahrgenommen wurde und welcher Rolle dem Biolandbau zugesprochen wurde. Um herauszuarbeiten wie unterschiedlich die biologische und die konventionelle Landwirtschaft waren, wurden die wesentlichen Prinzipien und Zusammenhänge mittels Literaturanalyse identifiziert. Mit einer Diskursanalyse wurden anschließend die unterschiedlichen Positionen der Landwirtschaftsvertretungen vor und nach der starken Zunahme der Biobetriebe untersucht. Die Ergebnisse der Diskursanalyse wurden mit vier leitfadengestützten Interviews trianguliert. Die Diskursanalyse zeigte, dass der Biolandbau im offiziellen Sprachgebrauch der Interessensvertretungen kaum vorkam. Gemeinsamkeiten von Landwirtschaftskammer, Bauernbund und ERNTE-Verband lagen in der Forderung der Erhaltung der flächendeckenden bäuerlichen Landwirtschaft Österreichs. Obwohl allen Beteiligten die ökologisierung der Landwirtschaft wichtig war, vertraten sie sehr unterschiedliche Ansichten, wie diese Forderung umgesetzt werden sollte. Landwirtschafskammer und Bauernbund rückten die umweltfreundlichen Leistungen der konventionellen Landwirtschaft in den Mittelpunkt. Der ERNTE-Verband hob die Vorteile des Biolandbaus als wesentlichen Zugang, um die Umwelt zu schonen und zu schützen, hervor.

Zusammenfassung (Englisch)

Between 1989 and 1995 organic farming developed from a niche to an established element of agriculture in Austria. The conversion of 17000 conventional farmers is notable because organic farming was developed as an alternative to the productivistic, conventional agriculture. This thesis analyses how the Chamber of Agriculture, the Farmers Union and the Organic Farming Association ERNTE perceived and positioned organic agriculture. A literature analysis was used to highlight the contrasts between organic and conventional agriculture. Then a discourse analysis was used to assess the different positions of the agricultural representatives before and after the increase of organic farms. The results of this analysis were triangulated through four interviews. The discourse analysis showed that organic farming was hardly used in formal language of the Chamber of Agriculture and the Farmers Union. All three agricultural interest groups aimed at preserving family farming in Austria. Environmental protection also played a key role in their rhetoric and built a link to organic farming, however what environmental protection implied was very different. The Farmers Union and the Chamber of Agriculture highlighted that conventional farming was already environmentally friendly, while ERNTE emphasized that a more radical change, such as a conversion to organic farming, was the key to protect the environment.