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Titelaufnahme

Titel
Vegetationsökologische Untersuchung nach Renaturierungsmassnahmen im Zuge des Life+ Traisen Projektes im Mündungsabschnitt der Traisen / eingereicht von: Joachim Neureiter
VerfasserNeureiter, Joachim
Betreuer / BetreuerinBernhardt, Karl-Georg
Erschienen2014
Umfang96 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Neophyten, Traisen, Renaturierung, Transekt
Schlagwörter (EN)invasive alien species, transect, Traisen, renaturation
Schlagwörter (GND)Traisen <Fluss> / Neophyten <Botanik> / Verbreitungsökologie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13717 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Vegetationsökologische Untersuchung nach Renaturierungsmassnahmen im Zuge des Life+ Traisen Projektes im Mündungsabschnitt der Traisen [22.78 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Nicht heimische Pflanzenarten, welche einen großen Einfluss auf die Artenzusammensetzung ausüben, werden als invasive Neophyten bezeichnet. Die Arten Acer negundo, Ailanthus altissima, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia und Solidago gigantea treten im Untersuchungsgebiet verstärkt auf. „LIFE+ Traisen“ ist ein Projekt, das versucht einen naturnahen mäandrierenden Mündungsabschnitt der Traisen zu schaffen und die Überschwemmungsdynamik eines Auwaldes wieder herzustellen. Auf dem bereits fertiggestellten Bauabschnitt Mitte-West wurden zehn Transekte quer zur Fließrichtung festgelegt und alle darauf vorkommenden Pflanzenarten hinsichtlich Deckungsgrad, vegetativer Entwicklung und generativer Entwicklung untersucht. Jedes Transket wurde je nach flussbaulichen Maßnahmen in vier Flächen unterteilt. Die Begehungen erfolgten im Mai, Juni, Juli und August 2014. Im Zuge der Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass sich die invasiven Neophyten Acer negundo, Ailanthus altissima, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia und Solidago gigantea auf den Flächen schon kurz nach den Bauarbeiten etablieren konnten. Im waldnahen Bereich konnte sich besonders Impatiens parviflora ausbreiten, im Nahbereich der Traisen kam vor allem Acer negundo auf. Von den invasiven Neophyten entwickelte sich nur Impatiens parviflora so weit, dass Früchte gebildet wurden. Diese waren oft von Wildverbiss betroffen. Die geplante Pflanzung von Weidensetzlingen kann nur empfohlen werden, da diese standorttypischen Pflanzen eine Konkurrenzsituation schaffen, welche die invasiven Neophyten in ihrer Ausbreitung bremsen kann. Ohne diesen anthropogenen Eingriff können nur die in der Umgebung vorkommenden, eigentlich nicht standorttypischen Bäume, wie zum Beispiel Hybridpappeln, natürlich keimen. Die Transekte sollten auch in den nächsten Jahren beobachtet werden und die Situation nach den Pflanzungen der Weiden untersucht werden. Es wäre auch eine Untersuchung zu empfehlen, wie effektiv Managementmaßnahmen gegen invasive Neophyten schon vor Beginn von Baumaßnahmen an Fließgewässern sind. Diese könnten vor allem eine wirksame Methode gegen die Ausbreitung von Impatiens parviflora sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Nonnative plants which have a severe influence on the natural species composition are known as invasive alien species. In the studied area of this thesis, especially the species Acer negundo, Ailanthus altissima, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia and Solidago gigantea occurred very frequently. The “LIFE+ Traisen” project aims to create a natural and meandering habitat at the estuary of the river Traisen. Furthermore, it will restore the natural flooding dynamics of an alluvial forest. In the area of the already completed construction site Mitte-West, ten transects were defined which lie diagonally across the direction of the river flow. On these transects the upcoming plants were analyzed for coverage and vegetative and generative development. Each transect was split in four areas, according to the different river engineering measures. The transect inspections took place in May, June, July and August 2014. It was found out, that the invasive alien species Acer negundo, Ailanthus altissima, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia and Solidago gigantea already started to establish a short time after the construction work had ended. Impatiens parviflora especially spread near forests, whereas Acer negundo occurred around the river bed. Impatiens parviflora was the only species that already developed fruits, but these were often affected by deer browsing. The idea to replant bare soil areas of the banks with willow sticks is highly recommended, as this typical alluvial species creates a competitive situation for invasive alien species and is even capable to slow their spread. Without this necessary anthropogenic influence, only non-typical tree species like hybid-poplar trees would establish in the future. A monitoring of transects is suggested, as well as an analysis of the species composition after the replantation with willows. Furthermore, a general investigation concerning the effectiveness of management options against invasive alien species should be conducted before starting construction measures on any flowing waters. This could be an effective method to prevent a further spread of Impatiens parviflora.