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Titelaufnahme

Titel
Resilienz landwirtschaftlicher Familienbetriebe : die Sicht der Bergbäuerinnen und Bergbauern im Sarntal (Südtirol) / eingereicht von Susanne Plunger
VerfasserPlunger, Susanne
GutachterDarnhofer, Ika
Erschienen2009
UmfangV, 81 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Resilienz Landwirtschaftswandel Anpassungsfähigkeit Strategien Südtirol
Schlagwörter (EN)resilience change adaptability strategies South Tyrol
Schlagwörter (GND)Sarntal / Berglandwirtschaft / Wirtschaftliche Lage / Flexibilität
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13433 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Resilienz landwirtschaftlicher Familienbetriebe [0.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft stark und oft unvorhersehbar geändert. Die Bäuerinnen und Bauern waren gefordert, ihren Betrieb an umfassende Veränderungen anzupassen. Nur so konnten sie die Überlebensfähigkeit ihres Betriebes sichern. In dieser Diplomarbeit werden die Strategien der Sarner Bergbäuerinnen und Bergbauern identifiziert, die es ihnen ermöglicht haben, die Anpassungsfähigkeit ihres Betriebes zu sichern. Als theoretischer Rahmen wurde die Resilienztheorie gewählt. Diese hat vier Faktoren identifiziert, die ausschlaggebend sind, damit sozial-ökologische Systeme mit Schocks umgehen können: Lernen mit Wandel umzugehen, Vielfalt und Redundanz, Wissenskombination und Selbstorganisation. Die empirischen Daten wurden mittels qualitativen Interviews von 12 LandwirtInnen erhoben und mittels zusammenfassender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sarner Bergbäuerinnen und Bergbauern eine Vielfalt von Strategien kombinieren, so wie z.B. laufend zu experimentieren um neue Betriebszweige auszuprobieren, Veränderungen schrittweise vollziehen, die Schuldenhöhe begrenzen, Kooperationen eingehen, soziale Netzwerke pflegen und Synergien zwischen den Betriebszweigen ausnutzen. Als Leitwerte bei der Entscheidungsfindung fungieren Traditionen, Autonomie, Idealismus, Freude an der Arbeit, Begrenzung der Arbeitsbelastung und regionale Verankerung. Die Herausforderung der LandwirtInnen besteht darin die einzelnen Strategien im Gleichgewicht zu halten. Diese Strategien und Leitwerte decken sich weitgehend mit den Faktoren, die zur Resilienzbildung identifiziert wurden. Das Resilienz-Konzept ist somit auf landwirtschaftliche Betriebe übertragbar.

Zusammenfassung (Englisch)

In the last decades the agricultural sector has been subject to profound and often unexpected changes. Farmers thus had to adapt their farm to cope with technical, structural, political, economical, ecological and social changes. In this thesis, the strategies implemented by mountain farmers in the Sarentino Valley in South Tyrol were studied to identify how they ensured the flexibility and adaptability of their farm. The theoretical framework used for the study, is the resilience theory. The resilience of social-ecological systems is build through four factors: learning to live with uncertainty, nurturing diversity, combining different types of knowledge and self-organisation. Empirical data was collected through interviews of 12 farmers, which were analysed using content analysis. The results show that the farmers in the Sarentino Valley combine a wide range of strategies, including on-going experimentation, implementing changes in a step-wise fashion, limit the debt level, engage in a diversity of on- and off-farm activities and cooperate with other farmers. Their decisions were guided by social norms and values, such as: idealism, upkeep of traditions, autonomy, limits to the workload. The key challenge for the farmers is to keep a balance between the diverse strategies. The strategies and values cover to a large extend the four factors identified to ensure the resilience of social-ecological systems, showing that resilience theory can be applied to farming.