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Titelaufnahme

Titel
Fütterungsstrategien für Bioschweine in Österreich bei 100% Biofütterung - Analyse von Handlungsalternativen / Florian Grandl
VerfasserGrandl, Florian
GutachterZollitsch, Werner
Erschienen2011
UmfangVII, 52 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schweine, Tierernährung, biologischen Landwirtschaft, Futtermittel, Leistungsmerkmale
Schlagwörter (EN)pigs, nutrition, organic agriculture, feed, performance
Schlagwörter (GND)Österreich / Biologische Landwirtschaft / Schweineproduktion / Futtermittel / Ration / Betriebsplanung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13247 Persistent Identifier (URN)
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Fütterungsstrategien für Bioschweine in Österreich bei 100% Biofütterung - Analyse von Handlungsalternativen [0.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Aminosäurenversorgung von Monogastern in der biologischen Landwirtschaft gestaltet sich aufgrund der geringen Verfügbarkeit von hochwertigen Eiweißfuttermitteln schwierig, insbesondere durch das vollständige Verbot von konventionellen Futtermitteln in den Rationen ab Anfang 2012. Vor allem in Phasen mit hohen tierischen Leistungen ist daher ein Überdenken der Fütterungsstrategie notwendig. Im Rahmen dieser Arbeit wird der klassischen Optimierung der Rationen eine Fütterungsstrategie gegenübergestellt, die bewusst mäßige Unterschreitungen und leichte Imbalanzen in der Aminosäureversorgung zulässt und ein etwas geringeres tierisches Leistungsniveau zu Gunsten niedrigerer Futterkosten anstrebt. Die Untersuchung der Fütterungspraxis in der Bioschweineproduktion zeigt, dass eine Versorgung gemäß den Empfehlungen auch mit 100 % Biofuttermitteln grundsätzlich möglich ist. Jedoch gestalten sich diese Rationen oft deutlich aufwändiger was die Futtermittel und die Rationsplanung betrifft. Für die Bewertung der unbalancierten Fütterungsstrategie ist die Abschätzung des erwarteten Leistungsrückganges von zentraler Bedeutung. Es zeigt sich, dass bei mäßig unbalanciert versorgten Mastschweinen die Mastleistung wahrscheinlich im einstelligen Prozentbereich sinkt und bei der Schlachtleistung eine Verschlechterung des Muskelfleischanteils von zwei bis drei Prozentpunkten zu erwarten ist. In der Ferkelproduktion dürfte sich die Aufzuchtleistung um maximal fünf Prozent verschlechtern, deutlichere Auswirkungen sind hingegen bei den Fruchtbarkeitsmerkmalen (Leertage +15 %, Anzahl lebend geborener Ferkel 10 %) zu erwarten. Insgesamt allerdings kann eine Fütterungsstrategie mit unbalancierter Versorgung zur Einsparung von teuren Eiweißfuttermitteln aus Sicht der Tiere funktionieren. Bei maßvollem Abweichen von den Empfehlungen können durchaus noch ansprechende Leistungen erzielt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Low availability of feedstuffs with high quality amino acid patterns is a major drawback of organic pig production. With the total ban of non-organic feeds from 2012 on, the traditional feeding strategies should be reconsidered, particularly with regards to diets for highly productive animals. In this work, the usual optimization of diets is compared with a feeding strategy which permits moderate deficiencies or imbalances in amino acid supply in favour of lower feed costs whilst accepting reduced animal performance. The analysis of feeding practice in organic pig production in Austria reveals that the amino acid supply according to conventional recommendations is still possible with 100 % organic feeds. Yet, these diets tend to demand greater efforts with regards to provision of feedstuffs and diet planning and feeding costs increase. For the evaluation of a feeding strategy which accepts moderately imbalanced diets, the estimation of the expected reduction in animal performance compared to pigs fed according to recommendations is crucial. Under imbalanced feeding conditions, fattening pigs are likely to have a lower growth performance in the magnitude of a few percent and their lean meat content is expected to be lower by two or three percentage points. For piglet production, only minor decreases in the range of five percent are to be expected in nursing performance whereas more distinct effects on fertility traits (days empty +15 %, number of live born piglets 10 %) are likely. However, a feeding strategy with imbalanced amino acid supply for the benefit of lower feeding costs is possible from the animals point of view. Even with moderate dietary deficiencies animals can still perform reasonably well.