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Titelaufnahme

Titel
Ermittlung des Arbeitszeitbedarfs unter Berücksichtigung der Mensch-Tier-Beziehung in der biologischen Ferkelproduktion / eingereicht von Magdalena Tamtögl
VerfasserTamtögl, Magdalena
Betreuer / BetreuerinBoxberger, Josef
Erschienen2010
UmfangVIII, 114, XI Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Arbeitszeitbedarf Mensch-Tier-Beziehung biologische Ferkelproduktion
Schlagwörter (EN)working requirement human-animal-relationship organic piglet production
Schlagwörter (GND)Ferkelaufzucht / Biologische Landwirtschaft / Arbeitszeitbedarf
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13155 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Ermittlung des Arbeitszeitbedarfs unter Berücksichtigung der Mensch-Tier-Beziehung in der biologischen Ferkelproduktion [1.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der landwirtschaftlichen Produktion, auch in der biologischen Landwirtschaft, stellt Arbeitszeit ein kostbares Gut dar und eine Senkung des Arbeitszeitaufwandes wird angestrebt. In der Öffentlichkeit entstand durch diese Strukturveränderungen jedoch eine Diskussion über anonyme Tierhaltung und fehlende Tierbetreuung. Ziel dieser Arbeit ist es daher Arbeitsvorgänge mit hohem Mensch Tier Kontakt zu bestimmen, um diese bei möglichen Arbeitszeiteinsparungen zu berücksichtigen. Der Arbeitszeitbedarf sowie die Form, Anzahl, Dauer und Art der Interaktionen mit dem Tier während den Arbeitsteilvorgängen wurde dazu auf einem biologischen Ferkelproduktionsbetrieb mit zwei digitalen Stoppuhren erfasst. Die Berechnung des Gesamtarbeitszeitaufwandes erfolgte auf Basis von Selbstaufschreibung der Betriebsleiterin in ein Arbeitstagebuch. Der Gesamtarbeitszeitbedarf des Betriebes ist stark von den Routinearbeiten, vor allem von der Fütterung, beeinflusst. Die Sonder- und Managementarbeiten nehmen einen wesentlich geringeren Anteil ein. Während fast allen Vorgängen konnte eine starke visuelle Beobachtung verzeichnet werden. Ein Großteil der Interaktionen im Laufe eines Durchgangs wurde bei der Fütterung und Wassergabe beobachtet. Mehr als 90% der Interaktionen sind dabei positiver Natur. Der Anteil an Interaktionen der während der Sonderarbeiten erfolgt ist dabei relativ gering. Sonderarbeiten können jedoch vor allem zur Anzahl an taktilen Interaktionen beitragen. Nur 42% der Interaktionen während der Sonderarbeiten wurden als eindeutig positiv eingestuft. Erstrebenswert wäre es demnach, dass die Fütterung und Wassergabe weiterhin per Hand erfolgen und bei Automatisierung viel Wert auf die Kontrolle der Sauen während der Fütterung gelegt wird. Gutes Einsparungspotential im Arbeitszeitbedarf konnte für die Arbeitsvorgänge Entmisten und Einstreuen aufgezeigt werden. Bei den Sonderarbeiten ist die richtige technische Gestaltung, Herdenmanagement und Routine wichtig. Dadurch kann die Anzahl an negativen Interaktionen reduziert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In agricultural production, conventional as well as organic agriculture, labour time is a valuable commodity and reduction of labour time is essential. Due to big structural changes during the past years, a discussion about anonymous animal husbandry and absent animal-care began. Subsequently, the aim of this work is to define specific work processes which are connected with intensive human-animal contact and to consider them in possible labour time saving regimes. The working time requirement as well as the form, number, and character of the interactions with the animal during certain working processes were assessed at one organic piglet production farm. Two digital stopwatches were used. The overall labour time requirement was calculated by self-recording in a working-journal by the farm manager. The overall labour time requirement of the farm is highly affected by routine-work, particularly feeding and watering. The non-frequent work and management has a 28% lower impact on the labour time requirement. During almost all working processes a high percentage of visual observance was documented. Most of the interactions a sow experiences in the course of one run is contributed during feeding and watering. More than 90% of these interactions are of positive character. The proportion of interactions accomplished during non-frequent work is, due to rare performance, quite low. Only 42% of the interactions were classified as positive. However the interactions during non-frequent work account for a big part of tactile interactions. Therefore it would be advantageous for feeding and watering to continue to be performed manually; or if the feeding is automated, control occuring during the active feeding process. Saving potential working time was noticed for the dunging and intersperse working processes. During non-frequent work, technical arrangement, flock-management, and routines are important. Thus, the number of negative interactions can be reduced.