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Titelaufnahme

Titel
24 Stunden Makrozoobenthosdrift in der Drau bei Rosenheim / verf. und eingereicht von Bärbel Außerer
VerfasserAußerer, Bärbel
GutachterMoog, Otto
Erschienen2011
Umfang179 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Makrozoobenthos, Drift, Schwall, Drau, 24 Stunden
Schlagwörter (GND)Obere Drau / Makrozoobenthos / Drift <Fliessgewässer>
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13125 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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24 Stunden Makrozoobenthosdrift in der Drau bei Rosenheim [4.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit befasst sich mit dem diurnalen Driftverhalten des Makrozoobenthos an einer vom Kraftwerk Malta-Unterstufe schwallbeeinflussten Flussstrecke an der Oberen Drau bei Rosenheim. Die Benthos- bzw. Driftproben für diese Untersuchung wurden am 24./25. November 2009 innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden genommen. Auf Basis der erhobenen Daten wurde ein Einfluss von Schwallereignissen auf die makrozoobenthische Drift untersucht. Neben den Charakteristika der räumlich/vertikalen Verteilungen der Drift im hydraulischen Querschnitt (seichter Uferbereich, oberflächennaher- und sohlnaher Bereich), werden die zeitlichen Driftmuster des Makrozoobenthos behandelt. Die Auswertung der Daten erfolgte anhand der Abundanzen (Individuen/m3 und Biomassen in mg/m3), der Auswertung der Driftmengen nach ELLIOT (1977), der Driftproportion nach ELLIOT (1967), dem Driftindex (modifiziert nach IVLEV 1961) und einer statistischen Analyse mittels SPSS. Grundsätzlich konnte in der Drau bei Rosenheim eine Benthosdrift nachgewiesen werden. Anhand des Driftindex wurde generell eine hohe Driftaktivität festgestellt. Fast jede der untersuchten Großgruppen begab sich im Laufe der 24 Stunden Untersuchung vom Benthal in die Drift. Die Strömungsgeschwindigkeiten hatten jedoch keinen statistisch nachweisbaren Einfluss auf die Biomasse der Drift. Die statistische Auswertung ergab auch keine signifikanten Unterschiede der Driftparameter im hydraulischen Querschnitt. Anhand der Driftmengen, den Driftproportionen, sowie statistischer Auswertungen wurden zeitliche Driftmuster nachgewiesen. Auffallend war vor allem ein Driftanstieg zur Abenddämmerung. Die Nachtdämmerungsdrift war vor allem bei den Großgruppen der Diptera, Plecoptera und Ephemeroptera sehr ausgeprägt. Die genauere Betrachtung der in der Drift vorkommenden Großgruppen, sowie der Driftproportion belegt eine Katastrophendrift bei Schwalldurchgang. Dies trifft vor allem bei den Großgruppen der geflügelten Adulti und den Larven der Trichoptera, Plecoptera und Ephemeroptera zu. Somit konnte die Hypothese, dass Schwallereignisse eine Katastrophendrift bei den Benthosorganismen auslösen, bestätigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The paper deals with the diel drift behaviour of macrozoobentos in a stream section of the Drava River near Rosenheim (Carinthia, Austria), which is affected by pulse releases caused by intermittent hydropower generation. From November 24 to 25 in 2009 benthic bottom and drift samples were taken within a period of 24 hours. The data evaluation was done by means of marozoobenthic abundance (number of specimens per m3) and biomass (mg per m3), drift abundance according to ELLIOT (1977), drift proportion according to ELLIOT (1967), drift index (modified to IVLEV 1961) and statistical analysis with SPSS. Generally the phenomenon of macrozoobenthic drift was confirmed for the Drava River. Moderate drift activities were identified by analysing the drift index. Almost every observed taxonomic order migrated from the benthal into the drift within the investigation period. Statistically proven no significant patterns or activities of the drift parameter were observed within the cross sections of the river, independently from water depth, water velocity or location in the cross profile. Temporal drift pattern were verified with the drift abundance, the drift proportion and the statistical analysis. Particularly significant differences in the drift behaviour were noticed during the twilight before the night hours. This twilight drift was sufficiently distinctive at the Diptera, Plecoptera and Ephemeroptera. On closer inspection of the taxonomic orders and the drift proportion a catastrophic drift could be observed in the late evening after a flush caused by intermittent power generation. Particularly the winged organisms, and the larvae of Trichoptera, Plecoptera and Ephemeroptera have shown a catastrophic drift through the flush. Therefore the hypothesis could be confirmed that a flush could cause a catastrophic drift of the benthic organisms.