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Titelaufnahme

Titel
Technische und fischökologische Funktionsprüfung des enature® Fischpasses am Wehr Hart, Ager OÖ / Verf.: Jürgen Kern
VerfasserKern, Jürgen
Betreuer / BetreuerinMader, Helmut ; Schmutz, Stefan
Erschienen2013
Umfang197 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)enature Maba Fischpass Schlitzpass vertical-slot Fischwanderhilfe Fischaufstieg Organismenwanderhilfe Fischabstieg technisch fischökologisch Funktionskontrolle Huchen Hucho hucho Monitoring Videomonitoring Leitströmung Lockströmung Auffindbarkeit Passierbarkeit Betriebssicherheit Reuse Ager Traun Querbauwerk Wehr Kontinuumsunterbrechung Färbeversuch Uranin raue Sohle Fisch Orientierung Energiedissipation Abflussverhältniss konkurrierend Epipotamal Barbenregion kritische Sprintgeschwindigkeit schwimmschwach Kleinfische Koppe Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan NGP Woschitz et al. Mindestanforderung bei der Überprüfung von Fischmigrationshilfen (FMH) und Bewertung der Funktionsfähigkeit Richtlinie Österreichischen Fischereiverband 1/2003 Leitfaden zum Bau von Fischaufstiegshilfen BMLFUW
Schlagwörter (EN)enature Maba fishpass fishway fisch way vertical-slot multi-structure-slot fish trap monitoring upstream downstream migration functional capability pilot plant Hucho hucho fish-ecological assessment videomonitoring weir barrage passability barbel zone epipotamal uranin rough bed continuum connectivity critical swimming speed attraction flow small fish bad swimmer bullhead energy dissipation competitive flow Woschitz et al.
Schlagwörter (GND)Fischwanderung / Fischaufstiegsanlage / Bewertung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-13067 Persistent Identifier (URN)
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Technische und fischökologische Funktionsprüfung des enature® Fischpasses am Wehr Hart, Ager OÖ [12.92 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit sollte die Funktionsfähigkeit des enature® Fischpasses untersucht und bewertet werden. Auf technischer Seite wurden dazu zahlreiche abiotische Parameter erhoben. Bei der Messung der Fließverhältnisse im Unterwasserbereich zeigte sich eine gute richtungsmäßige Ausbildung der großräumigen Leitströmung. Eine getrennt ausgeprägte Strömungsfahne aus der Fischwanderhilfe (FWH), von der eine lockende Wirkung für Fische ausgeht, konnte trotz hohen Abflusses nicht gemessen werden. Bei Untersuchungen an den Multistrukturschlitzen zeigte sich, dass die auftretenden maximalen Fließgeschwindigkeiten unter dem vorgegebenen Grenzwert lagen. Die kleinsten ermittelten Fließgeschwindigkeiten überschritten jedoch die kritische Sprintgeschwindigkeit für Klein- und Jungfische. Die fischökologischen Untersuchungen lieferten dazu ein gegenteiliges Bild. Um aufsteigende Fische zu erfassen, wurde ein Reusenmonitoring durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 1226 aufgestiegene Fische in einer Zeitspanne von 21 Wochen nachgewiesen. Es zeigte sich, dass die FWH für alle potentiell vorkommenden Fischarten auffindbar und passierbar ist. Die am häufigsten aufgestiegenen Vertreter waren Kleinfische und schwimmschwache Arten. Nach der Richtlinie 1/2003 des Österreichischen Fischereiverbandes wurde der enature® Fishpass als „vollfunktionsfähig“ bewertet. Im Zuge eines durchgeführten Videomonitorings konnte nachgewiesen werden, dass ein Passieren der FWH für einen Huchen (Hucho hucho) mit einer Länge 105cm, sowohl aufwärts als auch abwärts, problemlos möglich ist. In Anbetracht der teilweise widersprüchlichen biotischen und abiotischen Ergebnisse wird die Wichtigkeit einer fischökologischen Untersuchung deutlich. Weiters ist anzunehmen, dass es abweichend von der gängigen Theorie der „Lockströmung“ andere Faktoren sind, die den Fischen Information für die Orientierung liefern. Zusammengefasst ist die Funktionsfähigkeit des enature® Fischpasses am Wehr Hart sehr positiv zu bewerten.

Zusammenfassung (Englisch)

The functional capability of a pilot plant of the enature® Fishpass, at the weir Hart / Ager was assessed by the use of fish-ecological and technical analyses. For the evaluation of operational reliability, the possibility for fish to find the entrance and to pass the fishway, abiotic parameters were collected. The measurements of flow velocity in the tailwater show a good orientation of the main flow. However, there was no separate flow observed, qualified to attract fish into the fishpass, even though the discharge of the fishpass was higher than recommended. The maximum measured flow velocities at all checked multistructure slots were below the design value. The smallest determined flow velocities exceeded the critical swimming capacity of small and juvenile fish. In contrast to this, the fish-ecological investigation gave a different picture. To determine fish migration fish traps were installed in the fishpass. In 21weeks of monitoring 1 226 ascending fish were caught. It became apparent that all species observed in the tailwater were able to find and swim through the pass. The most represented fish were small individuals and bad swimmers. According to guideline of the Austrian Fishing Association (ÖFV 1/2003) the enature® Fishpass was assessed as „fully working, mark I“. In the course of video monitoring the fishway was observed as passable for a Danube salmon (Hucho hucho) with a length of 105cm. The fish coped easily with movements both up and downstream. In consideration of the partly contradictory biotic and abiotic results, the importance of fish-ecological monitoring becomes apparent. Furthermore there is still a lack of research regarding the mechanisms of how fish find the entrance of a fishpass. Differing from the common theory of the “attraction flow” it can be assumed that there are other factors that provide the necessary information for fish to orientate. In summary the functional capability of the enature® Fishpass can be evaluated as very high.