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Titelaufnahme

Titel
Holzschiffbau in Österreich / verf. von Georg Friedl
VerfasserFriedl, Georg
Betreuer / BetreuerinTeischinger, Alfred ; Grabner, Michael
Erschienen2014
Umfang150 Bl. : zahlr. Ill.
HochschulschriftWien, Univ., für Bodenkultur, Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Holzschiffbau, Holzzillenbau, Zillenbau, Zille, Plätte, Schopperbauweise, shoppen, Naufahrt, Schiffzug, Gegenzug
Schlagwörter (EN)wooden shipbuilding, Zille, Plätte, Naufahrt, Schiffzug, Schopperbauweise, shoppen
Schlagwörter (GND)Österreich / Donau / Holzschiffbau / Zille <Boot> / Plätte
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12967 Persistent Identifier (URN)
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Holzschiffbau in Österreich [4.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, mittels Literaturrecherche und Fachgesprächen die jahrhundertrealte Tradition des Schiffbaus im oberen Donauraum umfassend darzustellen. Weiters sollen die Besonderheiten und Merkmale der unterschiedlichen, damals typischen, Schiffstypen herausgearbeitet werden. Aus dem Einbaum entwickelte sich das Bretterschiff. Aus diesem entwickelten sich, den jeweiligen Gegebenheiten angepasste, Schiffstypen. In Anpassung an die gewässertypischen Bedingungen und Verwendungszwecke der Schiffe, entwickelte sich auch im oberen Donauraum eine Vielzahl verschiedenster Schiffstypen (die „Zillen“ und „Plätten“). Dabei konnten die kurzlebigen Schiffe mit flachem und kiellosem Boden, nach außen geneigten Seiten und variabel geformten Enden Größen von über 40 m erreichen. Schifffahrt, egal auf welchem Gewässer, war schon immer ein wichtiger Transportweg. Die Transportrichtung war mit dem Strom, auch „Naufahrt“ genannt, am einfachsten. Es konnten große Mengen verschiedenster Güter ohne großen Aufwand schnell und kostengünstig transportiert werden. Im Gegensatz dazu, wurden Transportschiffe im „Schiffzug“ mittels Pferdekraft gegen den Strom gezogen. Der Schiffbau im oberen Donauraum war etwas Einzigartiges. Um Dichtheit der Rümpfe zu erlangen wurde „geschoppt“. Die Planken hatten an den äußeren Längskanten eine Fuge, welche mit in die Fugen eingeschlagenem Moos und Holzleisten abgedichtet wurde. Um das Herausfallen der „Schoppung“ zu verhindern, wurden die Holzleisten im Abstand von wenigen Zentimetern mittels Metallklampfen fixiert. Heute gibt es nur noch wenige Zillenbauer. Die altbewährten Formen werden weiterhin gebaut, allerdings werden moderne Holzwerkstoffe verwendet. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass sich in Anpassung an die jeweiligen Bedingungen und Anforderungen eine Vielfalt an verschiedenen Schiffstypen aus der immer gleichen Grundform (flacher Boden, nach außen geneigte Wände, variable Enden) entwickelt hat.

Zusammenfassung (Englisch)

According to the research in current literature and as a result of dialogues with different experts, the aim of this topic is, is to show the centurys old tradition of the wooden shipbuilding along the upper Danube river in detail. Moreover the characteristics and features of the different types of ships should be pointed. The log boat was the base for the development of many different types, which were always adjusted to the conditions of the waters. Due to the stream morphology of the upper Danube and the wide spread use of the ships a big number of different types (the “Zillen” and “Plätten”) were developed and built. Therefore a construction of a hull with a flat bottom, no keel, bended sideboards and variable formed bows and sterns was preferred. The length varied from a few meters up to 42 meters. All of them had a very short lifetime. Rivers always have been a practical way for the transport especially on ships going downstream. This cheap, fast and effective method was called “Naufahrt”. However the upstream process of transport had to be improved by trails next to shore where the ships were pulled by horses. This so called “Gegenzug” or “Schiffzug” often turned out to be a painstaking effort. The wooden shipbuilding along the Danube was unique. To prevent the leaking, the gap between planks gets filled and stuffed by moss and covered by a strip of wood that is finally fixed by metal clamps to seal the hull (“geschopped”, “Schopperbauweise”). With the technical development since the middle of the 19th century the typical ship building along the Danube came nearly to an end. Today only a few builders earn their lives with building wooden ships in old shape but using new and modern materials. To sum up: although a development of different types of wooden ships as a result of their specific local circumstances took place along the upper Danube River on different places over the centuries, the conclusion is that all types have their origin in one basic design.