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Titelaufnahme

Titel
Biologische Milchviehhaltung ohne Kraftfuttereinsatz : Auswirkungen auf Tiergesundheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit / vorgelegt von Paul Ertl
VerfasserErtl, Paul
Betreuer / BetreuerinSteinwidder, Andreas ; Knaus, Wilhelm
Erschienen2012
UmfangVII, 75 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Tiergesundheit, Fütterung, Milchkühe, Kraftfutter, Biolandbau;
Schlagwörter (EN)animal health, animal nutrition, dairy cows, concentrates, organic dairy;
Schlagwörter (GND)Milchviehhaltung / Biologische Landwirtschaft / Extensivtierhaltung / Tiergesundheit / Futterverwertung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12684 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Biologische Milchviehhaltung ohne Kraftfuttereinsatz [0.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit war es die Auswirkungen einer kraftfutterfreien Bio-Milchviehfütterung auf die Tiergesundheit, das Leistungsniveau und die Wirtschaftlichkeit zu untersuchen und mit Bio-Milchviehbetrieben in Österreich zu vergleichen. Dazu wurden Basisdaten von acht biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben, welche in der Milchviehhaltung kein Kraftfutter einsetzten (KF0), für die Milchwirtschaftsjahre 2010 und 2011 erhoben. Diese Ergebnisse wurden den rund 140 österreichischen Bio-Milchvieh-Arbeitskreisbetrieben gegenübergestellt. Die Daten der Arbeitskreisbetriebe wurden dazu nach der jährlich verfütterten Kraftfuttermenge pro Kuh in 3 Kraftfutterklassen (KF1: bis 975 kg, KF2: 976 - 1.400 kg, KF3: über 1.400 kg) unterteilt. Die ECM Leistung stieg signifikant von 5.093 kg in der KF0-Gruppe auf 6.828 kg in KF3, während die berechnete Grundfutterleistung bei steigendem Kraftfutterniveau von 5.093 (KF0) auf 4.412 kg (in KF3) sank. Die Tiergesundheitsdaten unterschieden sich zwischen den vier Kraftfuttergruppen nicht signifikant. Es konnten keine statistisch gesicherten Unterschiede für die Non-Return-Rate und den Besamungsindex festgestellt werden, während die Zwischenkalbezeit in KF0 länger war. Obwohl die Einzeltierleistung in KF0 signifikant geringer war als in den Vergleichsgruppen, schnitten die KF0-Betriebe bezüglich der direktkostenfreien Leistung je Kuh und Jahr nicht schlechter ab und waren hinsichtlich der direktkostenfreien Leistung je kg Milch sogar signifikant besser. Die Analyse der tierindividuellen Daten aus den Milchleistungskontrollergebnissen ergab, dass bei einem Verzicht auf Kraftfutter es teilweise zu einer leichten energetischen Unterversorgung kam, wie aus der Veränderung der Milchinhaltsstoffe abgelesen werden kann. Eindeutige Anzeichen für daraus resultierende Stoffwechselprobleme waren nicht gegeben.

Zusammenfassung (Englisch)

Recent developments have been showing a worldwide increasing competition between food for humans and livestock. Todays rations in dairy nutrition are often based on high concentrate rates, which reinforces this competition. The objective of the present study was, therefore, to determine the effect of the abandonment of concentrates in organic dairy nutrition on milk yield, animal health and economics. Basic data was collected from eight organic dairy farms where no concentrates were fed (KF0). This data (from 2010 and 2011) was compared with results from about 140 Austrian organic dairy farms included in a federal extension program. The 140 farms were divided into three groups, depending on the amount of concentrate fed per cow and year (KF1: up to 975 kg, KF2: 976-1,400 kg, KF3: more than 1.400 kg). The ECM yield increased from 5,093 kg in KF0 to 6,828 kg in KF3. Calculated forage milk yield decreased by increasing concentrate supplementation from 5,093 kg (KF0) to 4,412 kg (KF3). Data related to animal health did not significantly differ between the four groups. However, the calving interval was longer in KF0 but non-return-rate and insemination index were the same. Although milk yield per cow was lowest in KF0, the marginal income per cow was on the same level as in the other groups. The marginal income per kg milk decreased significantly from KF0 to the other groups.