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Titelaufnahme

Titel
Die ästhetische Wirkung naturnaher Staudenpflanzungen mit Aussaat und deren Entwicklung im ersten Bestandsjahr / verfasst von Jasmin Grilnberger
VerfasserGrilnberger, Jasmin
Betreuer / BetreuerinKaul, Hans-Peter ; Plenk, Sabine
Erschienen2014
Umfang159 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)naturnahe Gestaltung Aussaat und Pflanzung öffentlicher Grünraum öffentlicher Raum Stauden und Einjährige naturnah Ästhetik Wahrnehmung Akzeptanz
Schlagwörter (EN)near-natural layout sowing and planting public green space public space perennials and annuals near-natural aesthetics perception acceptance
Schlagwörter (GND)Öffentlicher Raum / Grünfläche / Bepflanzung / Bevölkerung / Akzeptanz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12545 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Die ästhetische Wirkung naturnaher Staudenpflanzungen mit Aussaat und deren Entwicklung im ersten Bestandsjahr [8.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Klassische Stauden- und Sommerblumenpflanzungen werden im öffentlichen Grün zunehmend von naturnahen, ökologisch wertvollen und pflegeextensiven Pflanzkonzepten abgelöst. Das erspart den Gemeinden Kosten und entspricht den Anforderungen einer nachhaltigen Gestaltung. Die Akzeptanz solcher wiesenartigen Pflanzungen fällt bei der Bevölkerung unterschiedlich aus und auch bei Laien und Experten differiert die ästhetische Wahrnehmung. Welche Faktoren die ästhetische Bewertung naturnaher Staudenflächen beeinflussen und welche Empfehlungen zur Erhöhung der Attraktivität und Akzeptanz abgeleitet werden können, ist das zentrale Forschungsthema der vorliegenden Arbeit. Die Bearbeitung basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die die Beziehung des Menschen zur Natur und zur Ästhetik behandelt sowie auf einer Meinungsumfrage zur ästhetischen Wirkung und Akzeptanz von vier naturnahen Flächen. Dafür wurden Laien und Experten zu sechs verschiedenen Zeitpunkten der Vegetationsperiode befragt. Es wurde festgestellt, dass für beide Gruppen der Blühaspekt das wichtigste Kriterium für die positive Bewertung einer naturnahen Fläche war. Mit dem Nachlassen der Blütendichte spielte für die Laien die Strukturierung der Fläche zunehmend eine Rolle, wobei die Experten diesen Faktor insgesamt stärker wahrnahmen als die Laien. Die generelle Akzeptanz von naturnahen Grünflächen war hoch, wobei sie nach der Aufklärung über den mehrjährigen Entwicklungszyklus und den ökologischen Nutzen deutlich höher war. Allerdings beurteilten im Schnitt verhältnismäßig wenige Personen die noch jungen Versuchsflächen (erstes Vegetationsjahr) ästhetisch ansprechend. Beruhend auf den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung werden daher hinsichtlich des Einsatzes naturnaher Grünflächen im öffentlichem Grün insbesondere eine Verlängerung und Verstärkung des Blühaspektes, die Schaffung klarer Strukturen außerhalb der Hauptblütezeiten und die Aufklärung und Information in der Bevölkerung empfohlen. Denn letztlich liegt es an den Gemeinden und Planern, naturnahe Flächen im öffentlichen Grün so zu gestalten und zu vermarkten, dass sie auch auf Dauer die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung erhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Classic perennials and summer flower plantings in the public green space are being more and more replaced by environmentally valuable and less maintenance-intensive plant concepts. This shortens the municipality's expenses and equates to the requirement of a sustainable designing. The population generally as well as experts and laymen have different opinions about the appearance and the use of such meadow-like plantings in the public space. So the acceptance within the people is various. Which factors influence the aesthetic evaluation of near-natural perennials areas and which recommendations can derive to increase the attractiveness and the general acceptance is the central research question of this thesis. The editing based on a comprehensive literature research that including the relationship of humans to nature and to aesthetics and on a opinion poll about the aesthetic effect and acceptance of four near-natural areas. For it laymen and experts were questioned at six different points in time of the first vegetation period. It has been found, that the bloom aspect were the most important criterion for both groups. After the main blooming period was over, the structure of the area became more important for the laymen. However overall the experts noticed this factor more than the laymen. The general acceptance of near-natural perennials plantings was high, but after the interviewees were informed about the long development cycle and the ecological benefit, it was significantly higher. However on average clearly less people evaluated the young test areas in their first year as aesthetically attractive. Based on the results of this thesis for the use of such perennial plantings in public green space, it is recommended to increase and prolong the bloom aspect, to create clear structures outside of the main blooming period and to elucidate and inform the population. Because finally it lies in the responsibility of the municipalities and planners to create and promote near-natural green areas in a way that they get in the long run the required acceptance of the general public.