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Titelaufnahme

Titel
Die Rolle von Faeces und simuliertem Regen bei der Übertragung der Mikrosporidien Nosema lymantriae und Endoreticulatus schubergi bei Lymantria dispar / Carina Steyer
VerfasserSteyer, Carina
GutachterSchopf, Axel
Erschienen2010
UmfangV, 49 Bl.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schwammspinner Nosema lymantriae Endoreticulatus schubergi
Schlagwörter (EN)Gypsy moth Nosema lymantriae Endoreticulatus schubergi
Schlagwörter (GND)Schwammspinner / Nosema lymantriae / Endoreticulatus schubergi / Ausbreitung / Regen
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12529 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Die Rolle von Faeces und simuliertem Regen bei der Übertragung der Mikrosporidien Nosema lymantriae und Endoreticulatus schubergi bei Lymantria dispar [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Ziel der vorliegenden Arbeit war die experimentelle Bestätigung der horizontalen Transmission der Mikrosporidien Nosema lymantriae und Endoreticulatus schubergi durch den Kot infizierter und mit Eichenlaub ernährter Raupen von Lymantria dispar. Des weiteren wurden die Auswirkungen von simuliertem Regen und variierender Dichte inokulierter Raupen auf die Transmission der beiden Mikrosporidienarten untersucht. Dafür wurde Eichenlaub in Plexiglaszylindern durch die Anwesenheit und den Kot inokulierter Raupen (16 Tage nach oraler Verabreichung von 1 x 10 Sporen pro Raupe) oder nur durch den Kot kontaminiert. Bei einem Teil der Zylinder wurde zusätzlich mit Hilfe einer Gießkanne leichter Regen simuliert. Die alleinige Kontamination durch sporenhaltigen Kot war ausreichend, um N. lymantriae auf gesunde Raupen zu übertragen (Infektionsrate 4,4 7,3 %). Die Simulation von leichten Niederschlägen führte zu einer signifikanten Steigerung der Infektionsrate auf 30,0 24,5 %. Waren die inokulierten Raupen während der Kontamination im Zylinder anwesend, ergab sich eine noch höhere Übertragung (Infektionsrate 68,9 35,2 %). Im zweiten Experiment erfolgte die Kontamination durch die Anwesenheit und den Kot von einer, drei, fünf, sieben oder neun inokulierten Raupen. Die Kontamination durch eine inokulierte Raupe war ausreichend, um N. lymantriae auf gesunde Raupen zu übertragen (Infektionsrate 28,5 24,7 %). Eine Erhöhung der Infektionsrate erfolgte bis zur Dichte von fünf inokulierten Raupen (Infektionsrate 96,7 8,2 %), wonach kein weiterer Anstieg mehr möglich war. Die Transmissionsversuche mit E. schubergi lieferten keine Ergebnisse. Die inokulierten Raupen waren zum Zeitpunkt der Experimente nicht infektiös, so dass keine Transmission festzustellen war. Für N. lymantriae erbrachte die Arbeit den eindeutigen experimentellen Nachweis der horizontalen Transmission durch Kot infizierter Raupen. Zusätzlich lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass leichte Niederschläge die Transmission von N. lymatriae positiv beeinflussen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study aimed at experimentally confirming horizontal transmission of the microsporidia Nosema lymantriae and Endoreticulatus schubergi through feces of infected Lymantria dispar larvae that were fed with oak foliage. Furthermore, the effects of simulated rain and varying density of inoculated larvae on transmission were examined. Therefore, oak foliage was either contaminated by presence and feces of inoculated larvae (16 days after oral administration of 1 x 10 spores per larvae) or their feces alone. Additionally, light rain was simulated in a part of the cylinders using a watering can. Contamination by spore containing feces alone was sufficient to transmit the infection with N. lymantriae to 4.4 7.3 % of exposed larvae. The simulation of light rain led to a significant increase of the infection rate to 30.0 24.5 %. Presence of inoculated larvae in the cylinder led to an even higher transmission (infection rate 68.9 35.2 %). In a second experiment, contamination occurred through the presence and the feces of one, three, five, seven or nine inoculated larvae. Contamination by one inoculated larva was sufficient to transmit N. lymantriae to 28.5 24.7 % of healthy larvae. An increase in the infection rate occurred up to the density of five inoculated larvae (infection rate 96.7 8.2 %) after which a further increase was impossible. The transmission experiments with E. schubergi gave no results. The inoculated larvae were not infectious when they were used in the experiments, hence no transmission occurred. For N. lymantriae, the experiments unequivocally demonstrated feces are involved in horizontal transmission. Furthermore, the results allow the conclusion that light rainfall positively affects transmission of N. lymantriae.