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Titelaufnahme

Titel
Veränderung der Inhaltsstoffe von Tomatenblättern nach Inokulation mit bodenbürtigen pathogenen Pilzen und ihren biologischen Gegenspielern / eingereicht von Daniel Kranz
VerfasserKranz, Daniel
Erschienen2009
UmfangIX, 48, 8 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Pflanzen-Pathogen Interaktion, Tomate, Fusarium oxysporum, Trichoderma atroviride, Thielaviopsis basicola, Sclerotinia sclerotiorum, Phenole, Flavonoide, Antioxidanzien, Cuticula, Alkane
Schlagwörter (GND)Tomate / Inokulation / Bodenbürtiger phytopathogener Mikroorganismus / Pathogene Pilze / Blatt / Pflanzeninhaltsstoff / Änderung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12424 Persistent Identifier (URN)
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Veränderung der Inhaltsstoffe von Tomatenblättern nach Inokulation mit bodenbürtigen pathogenen Pilzen und ihren biologischen Gegenspielern [3.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die gegenständliche Arbeit untersuchte die Auswirkungen der Inokulation von Tomatenwurzeln mit bodenbürtigen Pilzen auf die antioxidative Aktivität und den Gehalt an Gesamtphenolen sowie Gesamtflavonoiden von Tomatenblättern. Zudem wurde der Frage nachgegangen, ob diese Pilze befähigt sind, spezifische Veränderungen der Blattinhaltsstoffe herbeizuführen. Der Versuch umfasste die beiden Tomatensorten „Kremser Perle“ und „Moneymaker“ sowie zehn Varianten von Wurzelinokulationen mit bodenbürtigen Pilzen. Dabei wurden die Bodenpathogene Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici, Fusarium oxysporum f.sp. radicis-lycopersici, Sclerotinia sclerotiorum und Thielaviopsis basicola sowie deren biologische Gegenspieler Fusarium oxysporum (Stamm Fo47) und Trichoderma atroviride inokuliert. Ab dem Zeitpunkt der Inokulation erfolgte die Probenahme zu drei Terminen im Abstand von jeweils drei Wochen. Die antioxidative Aktivität der Proben von mit Pilzen inokulierten Pflanzen lag tendenziell unter derjenigen der Kontrollpflanzen, signifikant tiefere Werte wurden bei F. oxysporum f.sp. lycopersici festgestellt. Bei der Messung der Gesamtphenole und der Gesamtflavonoide zeigte sich ein sehr ähnliches Bild. Die pflanzenphysiologischen Vorgänge, welche zu den aufgefundenen Ergebnissen geführt haben, sind sehr komplex und teilweise noch unbekannt. Zur Untersuchung pilzspezifischer Veränderungen der Inhaltsstoffe wurden im Dichlormethan-Extrakt die Alkane Nonacosan, Triacontan und Hentriacontan aufgefunden und identifiziert. Diese dürften wie vermutlich auch die übrigen 13 nicht identifizierten Substanzen aus der Cuticula der Tomatenblätter stammen. Obwohl bei den einzelnen Substanzen mittels Varianzanalyse nur relativ geringe Unterschiede zwischen den Varianten festgestellt werden konnten, war mittels Diskriminanzanalyse eine Zuordnung der Proben zu den Varianten ihrer Herkunft in 98,6% (bei Kreuzvalidierung 19,6%) der Fälle möglich. Der Versuch weist somit auf eine pilzspezifische Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Cuticula unter dem Einfluss von pilzlichen Bodenpathogenen hin.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present work the influence of soil borne pathogenic fungi and biocontrol agents on the antioxidant activity and the content of phenols in tomato leaves were studied. In addition, the question of a possible specific change of the chemical composition, induced by different fungi, was examined. In this study the tomato varieties “Kremser Perle” and “Moneymaker” were inoculated with nine different treatments using the soil borne pathogenic fungi Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici, Fusarium oxysporum f.sp. radicis-lycopersici, Thielaviopsis basicola, Sclerotinia sclerotiorum as well as bioprotective strains of Fusarium oxysporum and Trichoderma atroviride. Mock-inoculated plants were used as control treatments. After inoculation sampling of plant material took place in three points of time (every third week). By trend, in leaves of mock-inoculated plants stronger antioxidant activity and higher contents of total phenolic and total flavonoids were found than in plants inoculated with soil borne fungi. According to mock-inoculated plants, significant lower values were measured in variants with Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici. Until now, the complex plant physiological procedures behind the findings are not fully understood. By means of GC-FID and GC-MS the alkanes Nonacosan, Triacontan and Hentriacontan were detected and identified in Dichlormethan extracts. These alkanes and presumably all the other 13 unidentified substances in the extracts are possibly epicuticular waxes. Applying the discriminant analysis to the individual composition of epicuticular waxes of samples from the different variants, in 98.6% (with cross validation 19.6%) of the cases a correct allocation of the samples to their variant of origin was possible. This study indicates fungi specific changes in the composition of epicuticular waxes of leaves under the influence of soil born fungi.