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Titelaufnahme

Titel
Verfahrenstechnische Optimierung einer kommunalen Kläranlage unter dem Einfluss von industriellen Indirekteinleitern / eingereicht von: Glock, Kurt
VerfasserGlock, Kurt
Betreuer / BetreuerinFürhacker, Maria ; Fuchsluger, Christina
Erschienen2013
UmfangGetr. Zählung : 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Blähschlamm, Schwimmschlamm, Ammonium, industrielle Indirekteinleiter, Molkerei
Schlagwörter (GND)Kläranlage / Industrieabwasser / Verfahrenstechnik / Optimierung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12419 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Verfahrenstechnische Optimierung einer kommunalen Kläranlage unter dem Einfluss von industriellen Indirekteinleitern [5.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Auftreten von Bläh- und Schwimmschlamm kann in Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zu Problemen, wie zur Überschreitung des NH4-N-Ablaufgrenzwertes und zu einem Schlammabtrieb in den Vorfluter führen. In dieser Arbeit sollte der Frage nachgegangen werden, ob die Probleme auf interne Prozesse (z.B.: Belüftungsdefizit, Presswasserrückführung) oder auf externe Zuflüsse (z.B.: Molkerei, Wäscherei) zurückzuführen waren. Eine Datenanalyse, Screeningtests zur Bestimmung von Hemmungen, eine Analysewoche in der Anlage eines Indirekteinleiters (Molkerei) und Parallelversuche in Modellkläranlagen wurden durchgeführt. Die Datenauswertung zeigte, dass die NH4-N Konzentration über den Untersuchungszeitraum stieg. Außerdem kam es zu einer Konzentration der NH4-N Ablaufspitzen am Ende einer Arbeitswoche. Dies ließ einen Einfluss der Industrie vermuten. Die Daten der Schlammanalysen wiesen auf ein Wachstum von fadenförmigen Bakterien hin und der schlechte Zustand des Schlamms spiegelte sich in einem hohen Schlammvolumen (>2000ml/l) und Schlammindex (>300ml/g) wider. In den Screeningtests konnte keine Nitrifikationshemmung durch einen Abwasserstrom ausgewiesen werden. Die Erkenntnisse der Analysewoche waren, dass die Molkerei einen Anteil von 15-20% an den Zulauffrachten (C, N, P) stellte. Außerdem wurde nachgewiesen, dass rund 75% der Fracht an freien Fettsäuren aus der Molkerei stammten. Im Zuge der Parallelversuche in Modellkläranlagen konnte eine Verschlechterung des Schlamms unter dem Einfluss des Molkereiabwassers ausgewiesen werden. Drei Lösungsvorschläge wurden für die ARA ausgearbeitet. Die Varianten 1 und 2 zielen auf eine optimierte Vorreinigung des gesamten Molkereiabwassers ab und unterscheiden sich in der Anordnung der Reinigungsschritte in der Anlage der Molkerei. Die Variante 3 beinhaltet interne Betriebsverbesserungen in der ARA. Zuletzt ist zu erwähnen, dass bereits die Maßnahmen der Variante 3 zu einer Verbesserung des Zustandes in der ARA führten.

Zusammenfassung (Englisch)

Bulking and floating sludge can occur under specific conditions in waste water treatment plants (WWTP) causing problems such as exceedance of the NH4-N-limit and sludge in the effluent. The goal of the study was to clarify, if the problems occurred because of internal control deficits (e.g.: aeration deficit, supernatant of the chamber filter press) or because of external inflows (e.g.: dairy, laundry). In a first step all previously recorded data of the WWTP were analysed. Furthermore nitrification inhibition tests, an analysing week at an indirect discharger (dairy) and small scale experiments with artificial waste water including fatty acids of the dairy were made. The data showed that the concentration of NH4-N increased over time and the sludge parameters were >2000ml/l sludge volume and >300ml/g sludge volume index. Increased counts of ammonium peaks at the end of a working week were detected. Probably the peaks were caused by industrial indirect dischargers. The sludge reports indicated a growth of filamentous bacteria. The nitrification inhibition screening did not indicate a significant inhibition of different waste water streams. The outcome of the analysing week was that 15-20% of the WWTP-loads (C, N, P) were produced in the dairy. In addition75% of the fatty acid load originated from the dairy. The result of the small scale experiments was that the sludge quality deteriorated when the waste water from the dairy was present. Based on the results three different alternatives were planned to ensure a more stable handling of the WWTP. An optimized pretreatment in a selector and a dissolved air flotation is part of the alternatives 1 and 2. The difference between these alternatives is another sequence of the treatment steps. Alternative 3 includes improvements of the operation of the WWTP. At the end it must be mentioned, that the realised measures of the third alternative at the WWTP caused a significant improvement of the effluent quality.