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Titelaufnahme

Titel
Transaktionsaufwand, -nutzen & -risiken kollektiven Handelns am Fallbeispiel "Mostviertler Birnmost g.g.A." / eingereicht von: Magdalena Pircher
VerfasserPircher, Magdalena
GutachterPenker, Marianne ; Quinones-Ruiz, Xiomara-Fernanda
Erschienen2015
UmfangVI, 109, VI S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Europäisch geschützte Herkunftsbezeichnungen, Kollektives Handeln, Empirische Transaktionskostenanalyse, Institutional Analysis and Development framework, Genuss Region Österreich;
Schlagwörter (EN)Protected Geographical Indications, Collective Action, Empirical transaction costs analysis, Institutional Analysis and Development framework, ‘Genuss Region Österreich;
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Herkunftsbezeichnung / Internationale Registrierung / Transaktionskosten / Most
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12352 Persistent Identifier (URN)
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Transaktionsaufwand, -nutzen & -risiken kollektiven Handelns am Fallbeispiel "Mostviertler Birnmost g.g.A." [1.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Qualitätssicherungsmaßnahmen bekommen eine immer größere Bedeutung im europäischen Lebensmittel- und Agrarsektor. Die Registrierung europäischer Herkunftsangaben (EGH) unter der EU-Gesetzgebung verlangt kollektives Handeln der ProduzentInnen. Dabei entstehen verschiedene Transaktionsaufwände, -nutzen und -risiken bei den beteiligten AkteurInnen. Den konzeptuellen Rahmen dieser explorativen Fallstudienanalyse bildet die Neue Institutionenökonomik (Verfügungsrechte, Transaktionskostenökonomik, Institutional Analysis and Development framework). Die Studie zum Mostviertler Birnmost g.g.A. ist Teil einer internationalen vergleichenden Fallstudienanalyse, die fünf EGH-Registrierungsprozesse in Österreich, Italien und Kolumbien miteinander vergleicht. Am Beispiel des Mostviertler Birnmosts g.g.A. zeigt die Masterarbeit die komplexen Faktoren, die das Verhältnis von Transaktionsaufwand, -nutzen und -risiken beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise die Heterogenität der AkteurInnen und Gruppengröße, die Marktsituation und Produktvolumina sowie die staatliche Unterstützung der AntragstellerInnen. Der Verzicht der ProduzentInnen auf die Nutzung des schlussendlich erfolgreich registrierten Herkunftsschutzes für den Mostviertler Birnmost g.g.A. unterstreicht, dass für den Erfolg von EGH sowohl die Initiative, die Motivation, das Engagement und die direkte Beteiligung der ProduzentInnen als auch ein gewisses Maß an kollektivem Handeln sowie die professionelle Organisation des Registrierungsprozesses notwendig sind. Für die Unterstützung der AntragstellerInnen in Österreich wäre die Etablierung einer eigens für EGH zuständigen Beratungsstelle sinnvoll. Da EGH in Österreich enge Verschränkungen mit der nationalen Dachmarke Genuss Region Österreich aufweisen, wäre - unter der Voraussetzung einer entsprechenden qualitativen und quantitativen Personalausstattung - die Zuständigkeit der Genuss Region Österreich für EGH denkbar.

Zusammenfassung (Englisch)

The registration of Geographical Indications (GIs) under the EU regulation requires collective action. The involved actors share various efforts, benefits and risks during this collective registration process. The explorative case study “Mostviertler Birnmost g.g.A .” is guided by New Institutional Economics (Property rights theory, Transaction Cost Theory, Institutional Analysis and Development framework) and is part of an international cross-case comparison of five GI-processes in Austria, Italy and Colombia. The case study reveals that transaction efforts, benefits and risks are influenced by the heterogeneity of actors and group size, the market situation and product volume as well as public support of GIs. The ‘Mostviertler Birnmost g.g.A. is a good example to exhibit the complex interplay of these factors in a long-term registration process for the GIs, which resulted in the producers final decision not to use the GI. By investigating the ‘Mostviertler Birnmost g.g.A. registration process it becomes evident that the success of GIs requires the initiative, the motivation, the engagement and direct involvement of the producers as well as a certain degree of collective action and the professional organization of the registration process. In order to support GI applicants in Austria the establishment of a specialized authority would be recommendable. Since GIs are closely linked to the intentions of the national label ‘Genuss Region Österreich, the ‘Genuss Region Österreich GmbH could assume the responsibility of a consulting body for GIs given the precondition of an appropriate qualitative and quantitative staffing.