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Titelaufnahme

Titel
Makrozoobenthos Drift in der Oberen Drau / verfasst u. eingereicht von: Myriam Riedl
VerfasserRiedl, Myriam
Betreuer / BetreuerinMoog, Otto
Erschienen2010
Umfang133 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Obere Drau, Makrozoobenthos, Drift, Schwall, Sunk, Malta-Unterstufe, Rosenheim, Kleblach
Schlagwörter (GND)Obere Drau / Makrozoobenthos / Drift
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-12348 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Makrozoobenthos Drift in der Oberen Drau [3.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit befasst sich mit dem Schwalleinfluss des Kraftwerkes Malta Unterstufe auf die makrozoobenthische Drift der Oberen Drau. Von August bis November wurden Drift- und Boden-Proben an einer direkt vom Schwall beeinflussten Flussstrecke (Rosenheim) und einer nur gering beeinflussten Stelle (Kleblach) entnommen. Das Vorkommen bzw. die Verteilung der Makrozoobenthos-Organismen in den unterschiedlich ausgeprägten Flussstrecken wurde untersucht und analysiert. Die Auswertung der Daten erfolgte anhand der Abundanz (Individuenhäufigkeit und Biomassen), des Artenspektrums der Großgruppen, der Driftmenge, der Driftproportion, dem Driftindex und einer statistischen Analyse. Die Biomassen der Bodenfauna waren an beiden Untersuchungsstellen, im Hinblick auf die in der Drau zu erwartenden Mengen, sehr niedrig und bezüglich der Nährtiermenge als nahrungsarm einzustufen. An der unbeeinflussten Flussstrecke lagen immer höhere Biomassen als an der schwallbeeinflussten Strecke vor. An beiden Untersuchungsstellen war ein Anstieg der Biomassen zum November hin zu beobachten. Dies gilt ebenfalls für die Driftmengen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die meisten Taxa, die sich im Benthal befinden, auch in die Drift begaben. Anhand der Artenzusammensetzung ergaben sich Unterschiede zwischen Rosenheim und Kleblach. Der Anteil terrestrischer Organismen war in Rosenheim stets höher als in Kleblach. Anhand der statistischen Analyse wurde der einzig relevante Unterschied im August beim Vergleich beider Untersuchungsstellen bezüglich der Drift der Individuen/m inklusive der terrestrischen Tiere erhoben. Die Schwallstrecke Rosenheim zeigte hier signifikant höhere Werte als die gering beeinflusste Strecke Kleblach. Beim Vergleich der Biomassen (mg/m) ergab sich wohl eine Tendenz, aber keine signifikante Differenz. Statistisch gesehen konnten keine höheren Driftdichten in der schwallbeeinflussten Flussstrecke Rosenheim festgestellt werden. Die Driftproportion war allerdings unter Schwalleinfluss stets höher und auch die veränderte Artenzusammensetzung in Rosenheim war kennzeichnend für den anthropogenen Einfluss des Wasserkraftwerkes.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the effect of intermittent power generation of Malta reservoir power station on the macrozoobenthic drift in Upper Drau River. From August to November drifting organisms and bed sediments were sampled at two sites: Rosenheim, which is heavily affected by hydro-peaking and Kleblach, which is considered as reference site although small hydro-pulses do occur. The data evaluation was done by using macrozoobenthic abundance and composition of species, drift abundance, drift proportion, drift index and a statistical analysis. The benthic biomasses of the bottom fauna at both river sections are very low in regard to the expected abundances, and can be categorized as nutrient-poor in terms of fish-food availability. Basically the moderately affected river section always shows higher biomasses than the heavily impaired segment. Regarding the seasonal aspects an increase of benthic biomasses from August to November can be noticed on both investigation sites. The same phenomenon could be observed for the drift abundances. It was proved that most of the benthic taxa from the river bottom could also be found in the drift samples. By means of the species composition it comes to little differences between Rosenheim and Kleblach. The proportion of terrestrial organisms in Rosenheim is always higher than in Kleblach. The statistical analysis shows just one relevant difference in August at the comparison of both river sections regarding the drift of individuals/m including the terrestrial animals. Here Rosenheim shows significant higher values than Kleblach. By comparison of the drift biomasses (mg/m) no significant differences result. Altogether no higher drift density could be observed in the highly spate influenced river passage Rosenheim. Anyhow the drift proportion is always higher under spate influence and the changed species composition does clearly characterize the anthropogenic influence of intermittent power generation.