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Titelaufnahme

Titel
Der Investitionsentscheidungsprozess bei geförderten Projekten in der Landwirtschaft bestimmt mit Hilfe qualitativer Methoden in Niederösterreich / Verf.: Martin Sachslehner
VerfasserSachslehner, Martin
GutachterSchiebel, Walter
Erschienen2009
UmfangVIII, 139 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Investitionsentscheidungsprozess Entscheidungsprozess Entscheidungsmodell Investitionen Investitionsverhalten Finanzierung Landwirtschaft Förderung EU-Beihilfenrecht Investitionsförderung Investitionsförderabwicklung
Schlagwörter (GND)Niederösterreich / Landwirtschaftlicher Betrieb / Investitionsentscheidung / Projekt / Investitionsförderung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11724 Persistent Identifier (URN)
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Der Investitionsentscheidungsprozess bei geförderten Projekten in der Landwirtschaft bestimmt mit Hilfe qualitativer Methoden in Niederösterreich [1.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Leben von LandwirtInnen müssen neben alltäglichen „kleinen“ Entscheidungen auch weitreichende getroffen werden. Dazu zählen insbesondere maschinelle und bauliche Investitionen. Um solche notwendigen landwirtschaftlichen Investitionen zu unterstützen, werden Beihilfen (Investitionsförderungen) angeboten. Die vorliegende Magisterarbeit verfolgt das Ziel, den landwirtschaftlichen Investitionsentscheidungsprozess (IEP) bei geförderten Projekten in Niederösterreich zu erarbeiten und spezielle praxisnahe Forschungsfragen zu bestimmten IEP-Phasen zu beantworten (zweistufiger Aufbau). Auf Basis der Theorie wird ein optimaler landwirtschaftlicher IEP bei Förderprojekten konzipiert, der mittels Gruppendiskussion und Expertenbefragung überprüft und modifiziert wird (1. Stufe). Die Expertenbefragung und das Leitfadeninterview beantworten Fragen zu IEP-Phasen (2. Stufe). Die Daten der Befragungen werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. 1. Stufe: Der theoretische IEP wurde mittels der Gruppendiskussion in einigen Punkten abgeändert. Z.B. soll die Bezirksbauernkammer bereits in einer früheren Phase kontaktiert werden und Bildungsveranstaltungen könnten zur Gewinnung von Informationen genutzt werden. Mit der „Erstellung des Betriebskonzeptes“ sollte vor der Phase „Kontakt mit der Bank aufnehmen“ begonnen werden. Für Bauprojekte wurde die Phase „Einreichplan/behördliche Bewilligung“ vor der Phase „Antragstellung“ eingefügt. Die anschließende Expertenbefragung zum Thema IEP ergab, dass u. a. der IEP bereits nach der „Antragstellung“ endet. 2. Stufe: Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitserleichterung, Einhaltung diverser Richtlinien, Qualitätssteigerung sind die häufigsten Gründe, warum landwirtschaftliche Investitionen durchgeführt werden. Die Entscheidung über die Investition wird überwiegend von der Familie getroffen. Das Betriebskonzept wird hauptsächlich als „notwendiges Übel“ gesehen, da die meisten LandwirtInnen den wahren Nutzen nicht sofort erkennen. Die Förderabwicklung ist vor allem durch einen sehr hohen bürokratischen Arbeitsaufwand gekennzeichnet. Bei landwirtschaftlichen Investitionen sind für die Kreditinstitute insbesondere die Fremdfinanzierungen von großer Bedeutung.

Zusammenfassung (Englisch)

Farmers are facing a lot of different decisions, particularly in terms of equipment and investments in buildings. In order to facilitate such agricultural investments, subsidies (investment incentives) are available. The objective of this master thesis is to develop an agricultural investment decision process of subsidized projects in Lower Austria and answer some practical research questions on the decision making process (two steps). Based on the theory, an ideal agricultural investment decision process is designed, which is controlled and modified by a group discussion and consulting experts (first step). The experts and the telephone guided interviewed seek answer to questions on the agricultural investment decision process (second step). The interview data of the interviews is analyzed via qualitative content analysis. First step: The theoretical investment decision process is modified via group decision. E.g. the ‘Bezirksbauernkammern should be contacted at an early stage; attending further educational events can help to gather information. The “Betriebskonzept” should be prepared before establishing contact with the bank. For construction projects a new phase ‘submitted plan/authorization‘ is inserted before the phase ‘application. According to the experts involved the investment decision process ends after the phase ‘application. Second step: The main reasons for agricultural investments are maintaining competitiveness, work simplification, guideline observation and quality intensification. The investment decision is primarily made by the whole family. The ‘Betriebskonzept is often perceived as a ‘necessary evil because most farmers do not yet see the actual benefit. The processing of the subsidy is quite bureaucratic. For financial institutions, additional debt financing of investments is particularly important.