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Titelaufnahme

Titel
Prozessdauer und -temperatur als Einflussfaktoren in der pharmazeutischen Produktion von Blutgerinnungsfaktoren / von Angelika Schrattenholzer
VerfasserSchrattenholzer, Angelika
Betreuer / BetreuerinStaudacher, Erika
Erschienen2011
UmfangV, 102 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Blutgerinnung plasmatische Blutgerinnungsfaktoren pharmazeutische Produktion Prozesstemperatur Prozessdauer
Schlagwörter (EN)blood coagulation plasmatic coagulation factors pharmaceutical production process temperature process duration
Schlagwörter (GND)Gerinnungsfaktor / Herstellung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11609 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Prozessdauer und -temperatur als Einflussfaktoren in der pharmazeutischen Produktion von Blutgerinnungsfaktoren [3.8 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Jährlich werden weltweit immer mehr Personen mit Blutgerinnungsstörungen identifiziert. Diese Störungen können lebensbedrohlicher Natur sein, weswegen deren Behandlung von großer Dringlichkeit ist. Da die Produktion plasmatischer Blutgerinnungsfaktoren ein sehr aufwändiges Unterfangen darstellt, ist es von großem Interesse diese so effizient wie möglich zu gestalten. Dazu wird in vorliegender Arbeit geprüft, ob die Prozessdauer und -temperatur einen Einfluss auf die pharmazeutische Produktion von Blutgerinnungsfaktoren ausüben. Hierbei wurden zwei Blutgerinnungsprodukte hier Produkt A und B genannt herangezogen. Zu Beginn der Arbeit wurden geeignete Temperaturbereiche und Prozesslängen für die darauf folgenden Laborversuche ermittelt. Als Maßstab für den Einfluss der gewählten Faktoren auf die Produkte dient die jeweilige Produktaktivität. Zusätzlich wurden Parameter, wie die Leitfähigkeit, der pH-Wert und die Proteinkonzentration, zu Kontrollzwecken eingeführt. Letztlich hat sich gezeigt, dass beide Faktoren einen Einfluss auf die Produktaktivität ausüben. Bei Produkt A sinkt die Aktivität über die Versuchszeit bei niedrigen Temperaturen langsamer als bei hohen. Produkt B zeigt sogar einen Aktivitätsanstieg während des Versuchszeitraumes. Dies ist die erste beobachtete Zunahme an Produkt B-Aktivität in diesem Zusammenhang, weswegen es in weiterer Folge von Interesse wäre diesem Phänomen nachzugehen. Zudem hat die Beobachtung des pH-Wertes gezeigt, dass eine Änderung dessen mit der Produktaktivität korreliert. Dies könnte in weiteren Studien ebenso näher erforscht werden. Um die Änderung der Produktaktivität möglicherweise in der Proteinsekundärstruktur beobachten zu können, wurden Fouriertransformierte Infrarotmessungen mit Produkt A durchgeführt. Diese lieferten jedoch keine reproduzierbaren Ergebnisse. Tatsächlich übt die Änderung der Prozesstemperatur und -dauer einen Einfluss auf die Ausbeute der Blutgerinnungsprodukte aus.

Zusammenfassung (Englisch)

Every year more and more people around the world with blood clotting disorders are registered. These disorders can be life-threatening, so their treatment is of great urgency. Since the production of plasmatic coagulation factors represents a very complex undertaking, it is of great interest to make this as efficient as possible. Therefore the present study examines, whether the process duration and temperature exert an influence on the pharmaceutical production of clotting factors. The so called product A and B are two blood coagulation products which are the main focus of the present study. At first suitable temperature ranges and process lengths for the selected production step called formulation were determined. In laboratory tests the formulation was performed at different temperatures and samples were taken at specific times. As a measure of the influence of selected factors on the product serves the respective product activity. In addition, parameters such as conductivity, pH and protein concentration were introduced for control purposes. Ultimately, it has been shown that both factors have an influence on the product activity. For product A, the activity decreases during the test period at low temperatures more slowly than at high. Product B even shows an increase in activity during the study period. This is the first observed increase of product B activity in this context, so it subsequently would be of interest to investigate this phenomenon. In addition, the observation of the pH-value has shown that a change correlates with the activity of the product. This could also be explored in more detail in further studies. Fourier transform infrared spectroscopic measurements were performed with product A to find out if there are observable changes in the protein structure during product-activity changes. In fact, these provided no reproducible results. Actually the change of process temperature and duration has an impact on the yield of blood clotting products.