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Titelaufnahme

Titel
Die fischökologische Bedeutung ausgewählter anthropogen geschaffener Stauraum-Habitate in der Donau hinsichtlich des Fischlarven- und Jungfischbestandes : vergleichender Reproduktionsnachweis von Fischen im Habitat D und C der Donauinsel ; Untersuchung des Driftgeschehens / Verf.: Sabine Zirgoi
VerfasserZirgoi, Sabine
Betreuer / BetreuerinWaidbacher, Herwig ; Meulenbroek, Paul ; Rauch, Pablo
Erschienen[2015]
Umfang131 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Donau Fischlarven DNA-Barcoding Larvendrift Kraftwerk Freudenau natürliche Reproduktion
Schlagwörter (EN)Danube Fish larvae DNA-barcoding larval drift hydropower plant Freudenau natural reproduction
Schlagwörter (GND)Kraftwerk Freudenau / Stausee / Fische
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11585 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Die fischökologische Bedeutung ausgewählter anthropogen geschaffener Stauraum-Habitate in der Donau hinsichtlich des Fischlarven- und Jungfischbestandes [16.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge dieser Masterarbeit wurden von April bis Anfang Juli 2014 im Einflussbereich des Kraftwerks Freudenau in antrophogen geschaffenen Stauraumhabitaten Driftnetzuntersuchungen durchgeführt, um in diesem Bereich der österreichischen Donau natürliche Reproduktion bei Fischen nachzuweisen. Für wenige Tage wurden auch in der Fischaufstiegshilfe Wien/Freudenau Driftnetze exponiert, jedoch rein für den qualitativen Nachweis von Fischlarven. Es wurden Driftnetzkonstruktionen mit dreieckigen Einlassöffnungen verwendet um detektieren zu können in welcher Tiefe Fischlarven im Wasserkörper präferiert driften. Die Netzkonstruktionen wurden an der Außenkante und innerhalb von zwei Stauraumhabitaten exponiert. Die gefangenen Larven wurden anhand morphologischer Merkmale in Gruppen eingeteilt, 500 Individuen wurden mittels DNA-Barcoding bis auf das Artniveau bestimmt, um diese mit den Jungfischen, welche mit Hilfe von Elektrobefischungen gefangen wurden, vergleichen zu können. Unter anderem wurde die Ökologie der Fischlarvendrift in Bezug auf die im Untersuchungszeitraum vorherrschenden Wassertemperaturen und Wasserpegel betrachtet. Im Laufe der Untersuchungen wurden mittels der dauerexponierten Netze an den sechs Standorten insgesamt 6315 Fischlarven gefangen. Mit Hilfe des DNA-Barcoding konnten 23 verschiedene Arten molekulargenetisch bestimmt werden. Auch fünf Fischarten, die als Schutzgüter nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-RICHTLINIE 92/43/EWG 1992) ausgewiesen sind, wurden im Rahmen der Driftnetzuntersuchungen nachgewiesen: der Schied (Aspius aspius), die Koppe (Cottus gobio), der Zingel (Zingel zingel), der Streber (Zingel streber) und der Perlfisch (Rutilus meidingeri). Besonders bemerkenswert ist auch der Reproduktionsnachweis des Karpfens (Cyprinus carpio) innerhalb des Stauraumhabitats „C“. Mit den zusätzlichen Elektrobefischungen während des ganzen Jahres konnten noch weitere 20 Arten hinzugefügt werden. Insgesamt konnten 43 Arten für die Untersuchungsgebiete im Jahr 2014 festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of this thesis the drift of fish larvae was investigated from April to July 2014 in two antrophogenic impoundment-habitats of the hydropower plant Freudenau in the Austrian Danube to examine natural reproduction of fish. Drift nets were also exposed for two days in the fish migration aid Freudenau/Vienna for qualitative description of fish larvae. For the driftnet construction triangular inlets were used to detect vertical distribution of fish larvae in the water body. Drift net constructions were exposed on the outer edge and within two impoundment habitats. Trapped larvae were divided into groups based on morphological features and 500 individuals were analysed with DNA-barcoding to the species level. These larvae were compared with juvenile fish that were caught with electric fishing. The ecology of fish larvae drift was analysed regarding the water temperature and the water levels in the Danube. A total of 6315 fish larvae were caught using the exposed driftnets at six locations. With DNA-barcoding, 23 fish species were identified. Five species listed in Annex II of the Flora-Fauna-Habitat Directive (FFH Directive 92/43 / EEC, 1992) were detected: the asp (Aspius aspius), the bullhead (Cottus gobio), the zingel (Zingel zingel), the streber (Zingel streber) and pearl roach (Rutilus meidingeri). Noteworthy is also the proven reproduction of carp (Cyprinus carpio) within the impoundment-habitat „C“, as self-reproducing carp populations in the Austrian Danube are considered particularly rare. With additional electric fishing activity during the whole year, an additional 20 species were added. In total, 43 species could be detected within the study area.