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Titelaufnahme

Titel
Ökobilanzierung von Bürogebäuden : Analyse von Einflussfaktoren auf negative Umweltauswirkungen / ausgeführt von Gregor Sellner
VerfasserSellner, Gregor
GutachterTreberspurg, Martin
Erschienen2012
Umfang112 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Nachhaltige Gebäude, Nachhaltige Immobilien, Bürogebäude, Ökobilanzierung, Nachhaltigkeit im Bauwesen
Schlagwörter (EN)Life cycle assessment, LCA, blue buildings, sustainable buildings
Schlagwörter (GND)Bürohaus / Umweltbilanz / Energieeffizienz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11550 Persistent Identifier (URN)
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Ökobilanzierung von Bürogebäuden [2.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Nachhaltigkeit von Gebäuden kann auf den drei Ebenen Ökologie, Ökonomie und Soziokultur bestimmt werden. Um potentielle Umweltwirkungen von Immobilien zu bestimmen, kommt der Methode der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment - LCA) immer größere Bedeutung zu. LCAs werden deswegen bereits in Immobilienbewertungssystemen auf internationaler Ebene angewandt (z.B. DGNB, LEED). Basierend auf den ISO-Normen 14040 und 14044 werden dabei Umweltauswirkungen von Gebäuden quantitativ messbar gemacht. Durch die Erstellung von Ökobilanzen von neun Nicht-Wohngebäuden (Bürogebäuden) und einem Wohngebäude wird in dieser Arbeit aufgezeigt, dass der Energieverbrauch während der Nutzungsphase mit durchschnittlich 55-78% für den Großteil der Umweltwirkung von Immobilien verantwortlich ist. Durchschnittlich werden pro Jahr und m Netto-Grundfläche 32 kg CO2e emittiert und weitere Umweltbelas-tungen (Versauerung, Eutrophierung, Ozonabbau, Sommersmog) ausgelöst. Mit steigender Netto-Grundfläche und sinkendem Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnis nehmen die relativen Umweltbelastungen ab, d.h. Skaleneffekte sind nachweislich vorhanden. Um die Umweltauswirkgunen gering zu halten sollte bereits während der Planungsphase auf LCAs zurückgegriffen werden. Der Fokus sollte auf die Energieverbräuche während der Nutzungsphase gerichtet werden, wobei Augenmerk auf hohe Energieeffizienz und den möglichen Einsatz von erneuerbaren Energieträgern gelegt werden sollte. Dies kann mit Hilfe integrierter Planungsprozesse wie z.B. dem Integrated Energy Design ermöglicht werden. Neben der Optimierung eines Gebäudes im Energie-technischen Bereich sollte die Baukonstruktion und die Materialen gewählt werden, aus denen die geringsten Umweltauswirkungen resultieren. Hierfür stellt die Methode der Ökobilanzierung quantitative Antworten bereit.

Zusammenfassung (Englisch)

In order to meet the idea of sustainable development, buildings have to be assessed against ecologic, economic and socio-cultural criteria. Based on ISO Standards 14040 and 10444, life cycle assessments (LCA) enable the quantification of potential ecological effects. Hence the method is gaining in importance when ascertaining the environmental impacts of buildings and is therefore taken into account in international assessment methods for sustainable buildings globally (e.g. DGNB, LEED). Within this master thesis nine non-residential buildings and one residential building have been assessed utilising the LCA method. The results of the life cycle impact assessment (LCIA) demonstrate that the operational phase causes 55-78% of nega-tive environmental impacts measured by the selected environmental indicators. Carbon dioxide equivalents (describing the Global Warming Potential) average at 32 kg per (net floor space) square meter with other environmental impacts (acidification, eutrophication, ozone depletion and photochemical ozone creation) also being triggered. Analyses of economies of scale demonstrate that an increase in net floor space and a decrease in the surface-area-to-volume ratio result in declining relative environmental effects. Given the importance of the operation phase, the reduction of energy consumption needs to be prioritized via high standards in energy efficiency and the application of renewable energies (when feasible). Integrated planning processes such as the In-tegrated Energy Design support this idea. Next to optimizing the energy demand, the results of LCAs can support the decision-making for the selection of the building construction as well as materials. In this regard, LCAs contain significant potential given their comprehensive set of indicators and quantified results on environmental impacts.