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Titelaufnahme

Titel
Gehölzstrukturen an Hochwasserschutzdämmen und ihr Einfluss auf die Dammstabilität unter besonderer Berücksichtigung der Durchwurzelung / eingereicht von Irmgard Sieberer
Weitere Titel
Woody plants on leeves and their impact on levee stability with special focus on root penetration
VerfasserSieberer, Irmgard
Betreuer / BetreuerinFlorineth, Florin ; Lammeranner, Walter
Erschienen2012
Umfang98, [6] Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hochwasserschutzdamm, Gehölze, Wurzel, Zaya, Salix alba
Schlagwörter (EN)levee, woody plants, root, Zaya, Salix alba
Schlagwörter (GND)Hochwasserschutz / Damm / Silberweide / Durchwurzelung / Bodengefüge / Bodenwasser
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11492 Persistent Identifier (URN)
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Gehölzstrukturen an Hochwasserschutzdämmen und ihr Einfluss auf die Dammstabilität unter besonderer Berücksichtigung der Durchwurzelung [7.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um die Auswirkungen von Gehölzbewuchs und insbesondere seiner Wurzeln auf die Stabilität von Hochwasserschutzdämmen zu untersuchen, wurde eine Literaturrecherche durchgeführt, der Wurzelstock einer Silber-Weide (Salix alba) am Hochwasserschutzdamm der Zaya (NÖ) freigelegt und untersucht sowie weitere durch Hochwasserereignisse freigespülte Silber-Weiden am Ufer der Donau in Hainburg (NÖ) erforscht. Sowohl die Literaturrecherche als auch die Ergebnisse an der Zaya bestätigen, dass Gehölzwurzeln an Dämmen bevorzugt im Oberboden auftreten. Vor allem der Feinwurzelanteil beschränkt sich häufig auf den humosen, weniger stark verdichteten Oberbodenbereich. Es kommt zu einer verstärkt horizontalen Wuchsrichtung der Wurzeln, und hangabwärts des Wurzelstocks zu einer höheren Wurzelanzahl. Der Verlauf der Wurzeln wird sehr stark von Bodentextur und Wasserverfügbarkeit beeinflusst. Die Untersuchungen an der Zaya und an der Donau legen zusätzlich die Vermutung nahe, dass gewässernahe Horizontalwurzeln bevorzugt in Fließrichtung wachsen. Aus heutiger Sicht kann die Bepflanzung mit Spreitlagen aus Strauchweiden eine passende Vegetationsform für Dämme darstellen, da diese ein dichtes, bodenstabilisierendes Wurzelsystem ausbilden, ohne zu tief in den Damm einzudringen, und dünne flexible Stämme aufweisen, die sich bei Überströmung schützend über die Dammoberfläche legen. Da das Wuchsverhalten von Wurzeln stark von Gehölzart und Aufbau des Dammes abhängt und dadurch ihre Eigenschaften auf die Dammstabilität in gewisser Weise beeinflussbar sind, bestätigt, dass eine in der Ufersicherung erprobte und erfolgreiche Vegetationsform wie die Weidenspreitlage auf einem korrekt aufgebauten Damm einen positiven Einfluss haben kann.

Zusammenfassung (Englisch)

To investigate the effect of woody vegetation and especially their roots on levee stability, a literature research was done, the rootstock of a withe willow (Salix alba) which is located on a levee at the Zaya (NÖ) was excavated and investigated and further root systems of the same species at the Danube in Hainburg (NÖ) were explored. Both literature research and the results of the excavation attest to the fact that roots in levees occur predominantly in the soil surface. Especially fine roots are restricted to the humus and less compact surface area. The direction of root growth appears to be increasingly horizontal and the number of roots are elevated on the lower slope of the rootstock compared to those on the upper slope. Root development is highly influenced by soil structure and the availability of water. Investigations at the Zaya and in Hainburg also venture the hypothesis that horizontal roots near the river grow with the flow direction of the water. From todays point of view, shrubby willows grown from brush-mattresses could be a suitable vegetation for levees because they build dense, soil stabilizing root systems without penetrating too deep into the levee itself. Besides that, they have thin, flexible trunks which protect the levee surface during overtopping. Because root characteristics depend that much on tree species and the construction of the levee, the effects of roots on the stability of the levee are, in a sense, able to be influenced. This proves that a, in soil bioengineering approved and successfully used vegetation form, like shrubby willows grown from brush-mattresses, can, on an accurate constructed levee, improve its stability.