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Titelaufnahme

Titel
Die Trächtigkeitsdauer als mögliches Hilfsmerkmal für die Zuchtwertschätzung Kalbeverlauf und Totgeburtenrate beim Rind / vorgelegt von Anita Kraßnitzer
VerfasserKraßnitzer, Anita
Betreuer / BetreuerinBaumung, Roswitha
Erschienen2009
UmfangV, 62 Bl.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Trächtigkeitsdauer Kalbeverlauf Totgeburtenrate Heritabilität Hilfsmerkmal Rind
Schlagwörter (EN)gestation length calving ease stillbirth rate heritability auxiliary trait cattle
Schlagwörter (GND)Österreich / Rind / Trächtigkeit / Dauer / Genanalyse / Deskriptive Statistik / Zuchtwertschätzung / Rind / Trächtigkeit / Dauer / Schwergeburt / Totgeburt
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11398 Persistent Identifier (URN)
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Die Trächtigkeitsdauer als mögliches Hilfsmerkmal für die Zuchtwertschätzung Kalbeverlauf und Totgeburtenrate beim Rind [2.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Masterarbeit wurde sowohl eine deskriptive als auch genetische Analyse der Trächtigkeitsdauer bei Rindern in Österreich gemacht. Zudem wurde untersucht, inwieweit eine genetische Beziehung zwischen Trächtigkeitsdauer, Totgeburtenrate und Kalbeverlauf bei den Rassen Holstein und Braunvieh vorliegt. Kalbeschwierigkeiten und Totgeburten sind große wirtschaftliche Verlustquellen in der Milchwirtschaft, weshalb es wichtig ist, auch züchterisch zu versuchen, den Anteil von Schwer- und Totgeburten zu verringern. Der dieser Untersuchung zugrunde liegende Datensatz wurden von der ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH zur Verfügung gestellt und umfasste nach einigen Einschränkungen 2,330.088 Daten. Bei der Trächtigkeitsdauer gibt es rassespezifische Unterschiede. Erstlingskühe weisen eine längere Trächtigkeitsdauer, vermehrte Kalbeschwierigkeiten bzw. Schwergeburten und eine erhöhte Totgeburtenrate auf. Männliche Kälber bedingen eine längere Tragzeit, mehr Kalbeschwierigkeiten und eine erhöhte Totgeburtenrate. Die Trächtigkeitsdauer steigt mit zunehmenden Erstkalbealter an und während der Wintermonate kommt es zu einem Ansteigen der Totgeburtenrate. Diese Arbeit zeigt, dass alle maternalen Heritablitäten sehr niedrig sind, aber auch die direkten Heritabilitäten für Kalbeverlauf und Totgeburtenrate niedrig sind. Die direkte Heritabilität für die Trächtigkeitsdauer ist jedoch hoch. Eine Verbesserung der Merkmale Kalbeverlauf und Totgeburtenrate durch direkte Selektion ist auf Grund der niederen Schätzwerte der Heritabilitäten ein langsamer Prozess. Die Trächtigkeitsdauer eignet sich als Hilfsmerkmal, da ihre Heritabilität, wie auch die Korrelationen zu Totgeburtenrate und Kalbeverlauf hoch sind. Durch indirekte Selektion mit Hilfe der Trächtigkeitsdauer könnte so eine raschere züchterische Verbesserung der Merkmale Kalbeverlauf und Totgeburtenrate erfolgen und die Sicherheit der geschätzten Zuchtwerte erhöht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In this study a descriptive and genetic analysis of the traits gestation length, stillbirth and calving ease in Austrian cattle was carried out. Variance components and genetic parameters were estimated for the breeds Holstein and Brown Swiss to describe the genetic variability and the genetic relationship between these traits. Calving difficulties and stillbirth cause economic losses in the dairy industry, therefore these traits should be considered in modern breeding programs. The data set for this study was provided by ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH and included 2.330,088 calving records. Breed-specific differences in gestation length were observed. Heifers have a longer gestation length, more calving difficulties and a higher stillbirth rate. Male calves also cause a longer length of parity, more calving difficulties and a higher stillbirth rate. Gestation length increases with an increasing age at first calving. During the winter months the stillbirth rate also increases. This study shows that maternal heritabilities are very low as are the direct heritabilities for calving ease and stillbirth. However, the direct heritability for length of gestation is rather high. For heifers, higher heritabilities were estimated than for cows. The genetic improvement of the traits calving ease and stillbirth rate by direct selection is a rather slow process because of the low heritabilities. Hence the trait length of gestation could be considered as an auxiliary trait because of the high heritability and genetic correlations to calving ease and stillbirth. Thus a higher genetic improvement of the traits calving ease and stillbirth rate as well as higher reliabilities of breeding values could be achieved.