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Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Zwischenfrüchten auf bodenbürtige Treibhausgasemissionen sowie auf ausgewählte Parameter des Stickstoffkreislaufes / eingereicht von Mathias Märzendorfer und Michael Harant
VerfasserMärzendorfer, Mathias ; Harant Michael
GutachterKaul, Hans-Peter ; Bodner, Gernot
Erschienen2014
Umfang172 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Zwischenfrucht, Stickstoffkreislauf, Treibhausgas, Lachgasemission
Schlagwörter (EN)cover crop, nitrogen cycle, greenhouse gas, nitrous oxide emission
Schlagwörter (GND)Boden / Stickstoffkreislauf / Zwischenfruchtbau / Treibhauseffekt
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11221 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Zwischenfrüchten auf bodenbürtige Treibhausgasemissionen sowie auf ausgewählte Parameter des Stickstoffkreislaufes [3.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zwischenfruchtbau ist eine zentrale landwirtschaftliche Maßnahme für den Boden- und Grundwasserschutz. Auch die Klimarelevanz von Zwischenfrüchten wird verstärkt diskutiert. Darum wurde auf fünf Standorten in Österreich jeweils der gleiche Versuch mit fünf verschiedenen Varianten (Senf in Reinsaat, Winterbegrünung 1, Mischung aus Kresse, Mungo und Ölrettich, Wassergüte früh und die Kontrollvariante Schwarzbrache) angelegt. Die Gasmessungen wurden nur an zwei klimatisch stark unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Die Trockenmasseerträge waren an allen Standorten sehr hoch. Der N-Gehalt in der Pflanze war bei der Variante Senf in Reinsaat am höchsten. Das C/N-Verhältnis ist bei der Variante Senf in Reinsaat, aufgrund des hohen N-Gehaltes am engsten. Ein Effekt der Düngung auf die Nmin-Gehalte des Bodens in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Varianten konnte nachgewiesen werden. Die Varianten Senf in Reinsaat und die Mischung Winterbegrünung 1 unterschieden sich von der Schwarzbrache nicht, die Mischungen Kresse/Mungo/Ölrettich und Wassergüte früh zeigten signifikante Unterschiede zu den anderen Varianten. Begrünungen weisen nur ein geringes Potenzial für N2O- Emissionen auf. Ein Anstieg wurde nur bei Senf in Reinsaat, vor allem unter Bedingungen hoher Lachgasbildung festgestellt. Während Zwischenfrüchte dem Boden organisches Material zuführen und dies in der Folge zu höheren CO2-Emissionen führt, sind die CO2-Emissionen einer Brachfläche als Nettoverluste anzusehen. Wichtige Umweltfaktoren für die Treibhausgasbildung sind ein hoher Wassergehalt des Bodens (Anstieg von N2O), ein hoher Gehalt an gelöstem organischen Kohlenstoff (Anstieg von CO2 und N2O) und ein hoher Stickstoffgehalt der Pflanzenbiomasse (Anstieg von CO2 und N2O). Die Ergebnisse zeigen, dass Zwischenfrüchte kein wesentliches Potenzial für erhöhte Treibhausgasemissionen von Ackerflächen darstellen. Künftige Agrarumweltprogramme sollten Mischkulturen fördern und Reinsaaten von Senf vermeiden.

Zusammenfassung (Englisch)

Covercropping is an important agriculture method for the protection of soil erosion and groundwater. Detractors fear that intercropping produces increased greenhouse gases. That was the reason for carring out a project with cover crops. On five sites in Austria the same experiment with five different cover crop variants was established. The measurement of the greenhouse gases was done on two extremely different climatic sites. On all sites the dry matter content was high. The highest percentage plant nitrogen content was found with mustard. This variant had also the tightest C/N-ratio, because of the high plant nitrogen content. The fertilizing effect can also be observed by the parameter Nmin-content by the different variants. The variants mustard and the mixture Winterbegrünung 1 did not differ from the bare fallow. The mixtures Kresse/Mungo/Ölrettich and Wassergüte früh showed significant differences in comparison with other variants. Cover crops have a low potential as far as N2O-emissions are concerned. Only when examining the variant mustard an increase of N2O emissions could be observed, especially under conditions with a high N2O building potential. Cover crops supply the soil with organic material, but the carbon loss of the bare fallow can be seen as a net loss. The main environmental factors for the greenhouse gas building are high soil water content (increase of N2O), a high content of dissolved organic carbon (increase of CO2 and N2O) and high plant nitrogen content (increase of CO2 and N2O). Finally you can say that cover crops do not have a main influence on the production of the greenhouse gases. Future agricultural environmental programs should prefer cover crop mixtures and omit the cultivation of mustard in cover crop monocultures.