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Titelaufnahme

Titel
Drift- und Strandungsversuche mit Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) : bei unterschiedlichen Strukturverhältnissen / verf. von Andreas Fischer
VerfasserFischer, Andreas
Betreuer / BetreuerinSchmutz, Stefan ; Zeiringer, Bernhard
Erschienen2013
Umfang111 S. : Ill., zahlr. graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schwallproblematik, Drift, Strandung, Äschen, Äschenlarven, HyTEC, Experimentierrinnen, Versuchsanlage, Lunz am See
Schlagwörter (GND)Wasserkraftwerk / Schwall / Äsche / Larve / Ufer / Struktur
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11141 Persistent Identifier (URN)
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Drift- und Strandungsversuche mit Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) [4.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Projektes „Experimentelle Untersuchungen zur Schwallproblematik Stranden und Drift von juvenilen Äschen und Bachforellen“ erstellt. Ziel der Arbeit ist es, die Drift und Strandung von Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) infolge eines simulierten Schwallereignisses zu erforschen. Das Alter- und Entwicklungsstadium der in Versuchen eingesetzten Fische erstreckt sich bis zu 12 Tagen nach der Emergenz aus dem Schotterkörper bzw. bis zum Erreichen einer durchschnittlichen Körperlänge von 20 mm. Anhand von Strandungsbeobachtungsversuchen konnte eine Erhöhung der Strandungsrate infolge eines schnelleren Rückgangs der Wasseranschlagslinie festgestellt werden. Darüber hinaus ergab die Untersuchung eines weiteren Abstiegsszenarios, dass die Strandungsrate der Larven bei einer Abstiegsgeschwindigkeit kleiner als 0,32 cm/min nahezu null ist. Die Erforschung morphologischer Einflüsse erfolgte durch den Einbau zweier spezieller Strukturen in Form von Mulden und Buchten. Diese Strukturen unterschieden sich hinsichtlich ihrer Größe und der Anbindung an den Wasserkörper bei Sunkabfluss. Das Ergebnis der Muldenversuche stellte erneut eine Zunahme der Strandungsrate bei erhöhter Abstiegsgeschwindigkeit fest. Zudem konnte ein „Falleneffekt“ dieser Struktur aufgrund der fehlenden Anbindung an den Wasserkörper bei Sunkabfluss nachgewiesen werden. Die Buchtversuche zeigten keinen Unterschied der Driftrate bei Schwall- und Referenzbedingungen. Auch zwischen den getesteten An- und Abstiegsszenarien im Rahmen dieser Versuchsanordnung konnte keine signifikante Differenz ermittelt werden. Der Vergleich mit den Ergebnissen der Versuche auf einer homogenen Schotterbank ergab eine Reduktion der Driftrate infolge des Vorhandenseins von Buchtstrukturen. Die Versuchsreihen brachten somit eindeutig hervor, dass die Struktur einen Einfluss auf die Drift und Strandung von Äschenlarven während eines Schwallereignisses hat.

Zusammenfassung (Englisch)

This study was carried out within the frame of the project „Experimentelle Untersuchungen zur Schwallproblematik Stranden und Drift von juvenilen Äschen und Bachforellen“. The thesis deals with downstream displacement and stranding risk of larval grayling (Thymallus thymallus L.) due to a hydropeaking event. The fish used in experiments were up to 12 days old (after emergence) and reached an average body length up to 20 mm. The test procedure was adapted to performed experiments to ensure the comparability of the results. It was determined by direct observation of larvae that a faster decline in the water level leads to a higher rate of stranding. An additional test showed that the stranding risk of larvae is nearly zero at a down-ramping rate lower than 0,32 cm/min. The exploration of morphological influences was carried out by the installation of specific structures like potholes and alcoves. These structures differed in size and connection to the water body. Based on the experiments with potholes, an increased ramping-rate leads to a higher stranding risk. It was also detected that a structure shaped like a pothole causes “trapping” of larvae due to the lack of access to the water body after a hydropeaking event. The main focus of the alcove-experiments was on the downstream displacement of larvae. The rate of drifting was the same under reference and hydropeaking conditions. There was also no significant difference of drifting larvae between the tested ramping-rates. The comparison with the results of experiments on a homogeneous gravel bank resulted in a reduction of the drift-rate due to the presence of alcove structures. The experiments clearly showed that structure has an influence on drifting and stranding of larval grayling during a hydropeaking event.