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Titelaufnahme

Titel
Phänologie und Ausbreitung des Buchdruckers (Ips typographus L.) an einem nordexponierten Hang der Tuxer Alpen in Tirol / eingereicht von Patricia Schrittwieser
VerfasserSchrittwieser, Patricia
GutachterSchopf, Axel
Erschienen2015
Umfang65 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Ausbreitungsverhalten Ips typographus, Phänologie Buchdrucker, Borkenkäfer, Markierung-Freilassung-Wiederfang-Experiment, Tirol
Schlagwörter (EN)Dispersal Ips typographus, phenology spruce bark beetle, bark beetles, mark-release-recapture experiment, Tirol
Schlagwörter (GND)Buchdrucker <Käfer> / Verbreitungsökologie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11080 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Phänologie und Ausbreitung des Buchdruckers (Ips typographus L.) an einem nordexponierten Hang der Tuxer Alpen in Tirol [5.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Durchführung der vorliegenden Masterarbeit „Phänologie und Ausbreitung des Buchdruckers (Ips typographus L.) an einem nordexponierten Hang der Tuxer Alpen in Tirol“ erfolgte im Sommer 2014 in Rinn. Ein Markierung-Freilassung-Wiederfang-Experiment sollte genauere Kenntnisse über das Ausbreitungsverhalten des Buchdruckers unter Einfluss meteorologischer Gegebenheiten bringen. Ein weiteres Ziel war der Vergleich der Entwicklung von allen in Lockstofffallen gefangenen Buchdruckern mit den Berechnungen durch das Phänologie-Modell „Phenips“. Dazu wurden im Juli 2014 auf unterschiedlicher Seehöhe bereits befallene Fichtenstämme ausgelegt und mit einem fluoreszierenden Farbstoff eingestäubt. Die schlüpfenden Buchdrucker markierten sich beim Ausbohren von selbst und sollten in den 17 im Umkreis errichteten Lockstofffallen wiedergefangen werden. Mit vorliegenden Wetterdaten konnten Rückschlüsse auf die Flugdistanz der markierten Buchdrucker gezogen werden. Der gesamte Fallenfang wurde erhoben, ein Teil davon im Labor seziert, um das Geschlecht und den Reifegrad zu bestimmen und schließlich mit den berechneten Werten des Modells verglichen. Insgesamt befanden sich im Untersuchungszeitraum 2.444 Buchdrucker in den Fallen. Lediglich 13 davon waren markiert. Von diesen wurden acht Individuen im Umkreis bis zu 420 m wiedergefangen, vier Individuen flogen 1 km weit, einer knapp 2 km. In acht Fällen war es möglich, die Witterungsbedingungen mit dem Flugverhalten zu vergleichen. Sieben der acht Individuen flogen entgegen der Hauptwindrichtung zu den Lockstoffen der Pheromonfallen. Die Fangraten deckten sich mit den Berechnungen des Modells. Im Jahr 2014 haben sich laut der Modellierung bei Maximalentwicklung zwei Generationen samt Geschwisterbrut vollständig entwickeln können. Geschlüpft sind die erste Generation samt Geschwisterbrut. Die zweite Käfergeneration ist nachdem sie erst im September fertig entwickelt war nicht mehr geschlüpft.

Zusammenfassung (Englisch)

In summer 2014 we carried out a study about the phenology and dispersion of the bark beetle Ips typographus L. on a northern slope in the Tuxer Alps in the state Tyrol. With a mark-release-recapture experiment we wanted to find out more about how meteorological factors influence the spread of I. typographus. Another goal of the experiment was to compare the development of the beetles in this area with the calculations of the phenology model “Phenips”. For that reason already infested logs were powdered with yellow and blue fluorescent dye and placed at two different sea levels. Thus, the emerging beetles marked themselves and could be identified in the 17 pheromone traps we placed around the release points. Four traps were specially constructed with an automatical capture-mechanism that switched every hour. With meteorological data from four weather observation stations it was possible to compare the flight activity with the weather conditions.We dissected a part of the captured spruce bark beetles and analysed them for sex and development stage for comparison with the model. Over the whole experimental time a number of 2.444 spruce bark beetles were captured in the pheromone traps. Of these only 13 marked beetles could be identified. Eight individuals were captured about 420 m from the release points. Four beetles flew 1 km and one beetle was even able to fly more than 2 km. A comparison of the flight behaviour with the weather conditions was possible in eight cases. Seven beetles flew against the main wind direction to the pheromone traps. The captures of beetles corresponded with the calculations of the model. In the year 2014 there would be two generations plus sisterbroods, if we assume maximum development. The first generation with sisterbrood flew out, the second generation stayed inside the trunks, as they were fully developed in September.