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Titelaufnahme

Titel
Streustrohbedarf von Schafen in Tiefstreuhaltung : Erprobung bildanalytischer Methoden zur Erhebung der Sauberkeit von Tiefstreu und Anwendung derselben in einem Versuch mit unterschiedlich schweren Schafen / eingereicht von Lisa Baldinger
VerfasserBaldinger, Lisa
GutachterKnaus, Wilhelm Friedrich
Erschienen2007
UmfangVI, 72 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schaf, Tiefstreu, Streustroh, Sauberkeit, Bildanalyse
Schlagwörter (EN)sheep, deep litter, bedding, cleanliness, image interpretation
Schlagwörter (GND)Schafhaltung / Tiefstreu / Stroh / Bedarf / Bildanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-11076 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Streustrohbedarf von Schafen in Tiefstreuhaltung [3.94 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Versuchsaufbau bestand aus zwei Gruppenbuchten mit je 9 Mutterschafen (Rasse: Bergschaf) ohne Nachzucht, eine Gruppe durchschnittlich 86 kg, die andere 65 kg schwer. Die Menge an täglich eingestreutem Weizenstroh wurde während der ersten zwei Monate des dreimonatigen Versuchs subjektiv bemessen, anschließend von einem Minimum ausgehend kontinuierlich gesteigert. Die jeweils erreichte Sauberkeit der Einstreu wurde bildanalytisch beschrieben: Anhand von Fotos der Einstreu wurde der „flächenmäßige Anteil sauberen Strohs“ (= „Strohanteil“) mit drei verschiedenen Methoden (die EDV-Programme Erdas Imagine 9.0 und PicEd Cora 9.03 und eine visuelle Benotung der Sauberkeit nach einem Schema) erhoben. Es stellte sich heraus, dass sich die Methoden der Bildanalyse gut eignen, um die Sauberkeit von Einstreu zu beschreiben. In den Ergebnissen unterschieden sie sich wenig, sehr wohl aber im Aufwand, der Anwenderfreundlichkeit und ähnlichen Faktoren. Aufgrund der vielfältigen Vor- und Nachteile kann keine allgemeine Empfehlung abgegeben werden. Der Einfluss der Einstreumenge und der Lebendmasse auf den Strohanteil war statistisch signifikant, im Fall der Lebendmasse bewies der signifikante Einfluss innerhalb der Gruppe den Unterschied zwischen den beiden Tiergruppen: Schwerere Schafe hatten bei gleicher Sauberkeit einen höheren Einstreubedarf als leichtere. Der aus dem Versuch abgeleitete Einstreubedarf von Mutterschafen ohne Nachzucht bei 0,8 m Flächenangebot je Tier liegt für ein Schaf von etwa 65 kg Lebendmasse bei 300560 g Stroh je Tag, für ein Schaf von etwa 86 kg bei 400660 g je Tag. Die Auswertung der Trockenmassegehalte der Mistmatratze ergab, dass nach einer Aufbauzeit von 6 Wochen eine Mistmatratze mit stabilem Trockenmassegehalt entstand.

Zusammenfassung (Englisch)

Two groups of 9 ewes (breed: Bergschaf) without lambs were used in the study, each group allocated to a pen. In one group the mean weight of the sheep was only 65 kg, while in the other group it was 86 kg. Every morning fresh straw was added, causing the bedding surface to rise slowly. During the first two months of the study the amount was individually determined every day. At the end of the second month it was reduced to a minimum and then continually raised during the third month. The resulting cleanliness of the deep litter was documented using image interpretation methods: Photographs of the surface analysed to get the “portion of clean straw on the bedding surface” (= “straw portion”) with three different methods (the computer programs Erdas Imagine 9.0 and PicEd Cora 9.03 and the scoring of the cleanliness). The methods of image interpretation were found to be a suitable way to describe the cleanliness of deep litter. No significant differences between the results could be found, but they varied widely in time and energy requirements and other usability factors. Because of the great differences between the methods, no general recommendation can be made. The sheeps weight within the group and the daily amount of fresh straw significantly influenced the straw portion. Therefore the different requirements for straw bedding of the two groups could be proven, the heavier sheep need more bedding material than the lighter ones to maintain a specific level of cleanliness. Given a space allowance of 0,8 m per ewe, the need for straw bedding of a ewe of about 65 kg without lambs ranges from 300 to 560 g fresh straw per day. For a ewe of about 86 kg it is 400 to 660 g per day. The measured dry matter contents of the deep litter showed that it took 6 weeks to develop a deep litter layer with a stable dry matter content.