Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Das perinatale Verhalten von Sauen in FAT2-Buchten und einem Gruppenabferkelungs-System / vorgelegt von Christiane Kirchmayer
VerfasserKirchmayer, Christiane
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph
Erschienen2011
Umfang56 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Gruppenabferkelung FAT-Bucht Verhalten
Schlagwörter (EN)group farrowing system FAT-pen behaviour
Schlagwörter (GND)Abferkelbucht / Sau / Verhalten
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10854 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Das perinatale Verhalten von Sauen in FAT2-Buchten und einem Gruppenabferkelungs-System [1.04 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, das Grundaktivitäts-, Geburts-, Säuge- und Sozialverhalten von Sauen in zwei verschiedenen Abferkelsystemen zu untersuchen. Die Sauen wurden in einer FAT2-Bucht (FAT, n=14) oder in einem Gruppenabferkelungssystem (GA, n=13) gehalten. Beide Systeme waren in 3 Funktionsbereiche gegliedert: Liegebucht (5 Stück im Gruppenabferkelungsstall), Kot- bzw. Innenbereich und Auslauf. Die Sauen wurden nach dem Einstallen, vor, während und nach der Geburt per Videoaufzeichnung beobachtet. Anhand von Position (Stehen/Gehen, Liegen, Sitzen) und Aufenthaltsort (Bucht, Kotbereich, Auslauf) wurde die Grundaktivität vor und nach der Geburt bestimmt. Zum Geburtsverhalten wurden Geburtsintervall und dauer sowie die Anzahl der Aufstehvorgänge während der Geburt gezählt. Als Parameter des Säugeverhaltens wurden die Anzahl der Säugeakte am 3. Tag nach der Geburt erfasst sowie die mittleren Intervalle berechnet. Das Sozialverhalten wurde lediglich in positive und negative Sozialkontakte unterschieden. Sauen in GA nutzten den Kotbereich nach dem Einstallen signifikant und vor der Geburt tendenziell länger. Sauen mit Erfahrung in GA verbrachten einen höheren Anteil des Tages vor der Geburt in der Bucht als Sauen ohne Erfahrung. Der Auslauf wurde von den Sauen, die in FAT gehalten wurden, tendenziell mehr genutzt als von den Sauen in GA. Sauen ohne geburtshilflichen Eingriff hatten signifikant mehr lebend geborene Ferkel, kürzere Geburtsintervalle und eine geringere Geburtsdauer. Das Geburtsintervall war bei Sauen in FAT signifikant kürzer. Die Geburt dauerte bei Sauen mit Erfahrung in GA länger als bei Sauen ohne Erfahrung mit diesem System. In GA wurden mehr soziale Kontakte gezählt als in FAT, vor allem die Anzahl der negativen Kontakte war höher. Insgesamt ergaben sich nur wenige Unterschiede in den untersuchten Merkmalen zwischen den beiden Systemen. Allerdings wurden nur jeweils die Sauen in die Auswertung der jeweiligen Phase einbezogen, die nicht durch Managementmaßnahmen in ihrem Verhalten eingeschränkt wurden (z.B. durch Einsperren im Liegebereich). Da letzteres große Anteile der Sauen in GA betraf, erscheint die Funktionssicherheit des Systems aus Sicht des Managements kritischer als Auswirkungen auf das Verhalten der Tiere.

Zusammenfassung (Englisch)

It was the aim of the present study to investigate basic activities, farrowing behaviour, nursing behaviour and social behavior of sows kept in two different farrowing systems. Sows were either kept in a FAT2-pen (FAT, n=14) or in a group housing system for farrowing sows (GA, n=13). Both housing systems consisted of 3 functional areas: nest (5 nest boxes in GA), dunging area and free-range area. The sows were observed during 24 hours after moving into the system, 24 hours before farrowing, during birth and for 72 hours after farrowing using video recordings. Basic activities (standing/walking, lying, sitting) as well as location were assessed (nest, dunging area, free-range area) before and after giving birth. Farrowing interval and duration as well as the number of standing-up events during birth were recorded with regard to farrowing behaviour. Nursing behaviour included the intervals and number of nursings on the third day after farrowing. Social behaviour was assessed distinguishing between positive and negative social contacts. Sows in GA spent significantly more time in the dunging area after moving into the pen and tended to do so also in the 24h before farrowing. Sows which had previously experienced GA stayed longer in the GA nest area before birth than sows without experience. Sows kept in FAT tended to spend more time in the free-range area than the GA sows. Sows without obstretic assistance had significantly more live born piglets, shorter farrowing intervals and shorter birth durations than sows with intervention at birth. The farrowing interval was significantly shorter in FAT sows as compared to sows in GA. Farrowings of sows in GA with experience took longer than the farrowings of sows in GA without previous experience with this farrowing system. Social interactions were more frequent in GA, particularly the number of negative contacts was higher in this housing system. Only sows that were not locked in the nest or locked out the free-range area before birth were included in the analysis (regarding the phases before birth). This might be the reason why quite few differences between the two examined systems were detected. Since rather large proportions of sows had been locked in the nest area, the operational reliability of the group farrowing system appears to be a more substantial issue than effects on the behaviour.