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Titelaufnahme

Titel
Entsorgung von Dämmstoffabfällen in Österreich / eingereicht von Michael Huber
VerfasserHuber, Michael
Betreuer / BetreuerinSalhofer, Stefan Petrus
Erschienen2013
Umfang154 S. : Ill.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Dämmstoffe, Entsorgung, Deponieren, Thermische Verwertung, Ersatzbrennstoffe, Recycling, Ökobilanz, Primärenergieverbrauch
Schlagwörter (EN)Insulation materials, waste disposal, landfill, Incineration, recycling, life cycle assessment, primary energy consumption
Schlagwörter (GND)Österreich / Dämmstoff / Bauabfall / Abfallbeseitigung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10791 Persistent Identifier (URN)
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Entsorgung von Dämmstoffabfällen in Österreich [0.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit werden die Grundlagen der Anwendung und der Entsorgung von Dämmstoffen in Österreich behandelt, sowie die derzeitigen End-of-Life Szenarien Deponierung, thermische Verwertung und Recycling dargestellt. Da in Österreich das Aufkommen von Dämmstoffabfällen nicht aufgezeichnet wird, wurde die derzeitige Abfallmenge anhand des Pro-Kopf Aufkommens in Deutschland abgeschätzt. Das Aufkommen in Österreich beträgt demnach etwa 21.500 Tonnen pro Jahr. Szenarienberechnungen ergeben, abhängig von der Sanierungsquote in Österreich, eine mögliche Zunahme um bis zu 550 % der geschätzten derzeitigen Dämmstoffabfallmenge bis zum Jahr 2050. Aufgrund der geltenden Bestimmungen der Deponieverordnung 2008 dürfen nur mineralische Dämmstoffabfälle deponiert werden. Dämmstoffe aus synthetischen und nachwachsenden Rohstoffen müssen einer thermischen Verwertung zugeführt werden, wobei aufgrund ihrer hohen Heizwerte eine Anwendung als Ersatzbrennstoff möglich ist. Genaue Untersuchungen zum Einfluss von Flammschutzmitteln fehlen jedoch. Stoffliches Recycling wird in Österreich derzeit kaum angewandt, dafür konnten zwei Hauptgründe identifiziert werden. Einerseits stellen hohe spezifische Transportkosten, die sich aufgrund der geringen Dichte von Dämmstoffabfällen ergeben, andererseits die Materialqualität, die von hoher mineralischer Verschmutzung aufgrund des schwierigen Rückbauverhaltens von Dämmstoffen gekennzeichnet ist, Hindernisse für ein stoffliches Recycling dar. Eine Lösung dieser zwei Hauptprobleme steht im Fokus der aktuellen Forschung. Abschließend wurden im Zuge dieser Arbeit der Rohstoff- und Energieeinsatz bei der Herstellung von ausgewählten Dämmstoffen untersucht. Berechnungen zur energetischen Amortisation ergaben, dass der Gesamtprimärenergiebedarf zur Herstellung von Dämmstoffen innerhalb einiger Monate bis hin zu wenigen Jahren durch die eingesparte Heizenergie ausgeglichen werden kann und ab diesem Zeitpunkt effektiv Energie gespart wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis “Disposal of thermal insulation waste in Austria” deals with the amount and the handling of insulation material waste in Austria. In the course of this paper the basics of the application and disposal of insulation materials, regarding landfill, incineration and recycling are treated. The results are based on literature research, complemented with expert interviews. As in Austria, the quantity of insulation material waste is not recorded, the current amount of this waste stream was estimated on the basis of the amount per capita in Germany. The emergence of thermal insulation material waste is therefore about 21.500 tons per year. A scenario analysis shows a possible increase up to 550 % of the current amount by the year 2050. Due to the legal framework in Austria landfilling is only possible for mineral insulation material. Insulation materials, consisting of synthetic and renewable raw materials, have to be incinerated. By the reason of their high calorific value an application as refuse-derived fuel is possible. Detailed studies about the effects of flame retardants have not been examined yet. Recycling takes currently a minor role in Austria, because of two main problems. On the one hand insulation material waste provides high specific transport costs due to the low density. On the other hand mineral contamination leads to improper quality of waste materials for recycling. The focus of actual research is on solving these two main problems. Finally raw materials and energy consumption during the production of selected insulation materials were investigated. Calculations of the energy payback showed, that the total primary energy demand of insulation materials can be compensated within several months to a few years through avoided heating energy by the application of insulation materials.